Ab in den Ring!Unsere Redaktorin testet Fitnessboxen

Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination trainieren. Boxen ist nicht nur was für harte Kerle. Fitnessboxen als Ganzkörperworkout  findet auch unter Frauen immer mehr Anhängerinnen. Unsere Redaktorin ist für euch in den Ring gestiegen und hat ihre Vorurteile beiseite geboxt.

Wieviel Fitness steckt in Boxen?

Es ist Januar und wie Millionen von Frauen rund um den Globus, will auch ich gesünder essen und fitter raussehen. Aber wie? Als mir eine Freundin vorschwärmte, dass Fitnessboxen die Muskeln stählt und Kilos purzeln lässt, werde ich sofort neugierig und melde mich für 60 Minuten Probe-Boxen im Zürcher Fitnessstudio Balboa Bar & Gym an.

Was ist Fitnessboxen?

Dass Boxer einen ansehnlichen Körper haben, wusste ich. Boxen ist aber auch ein Kampfsport, der in meinem Kopf als Männerdomäne abgespeichert und für mich immer mehr mit einem blauen Auge als einem definierten Körper verbunden war. Das Balboa Bar & Gym will uns mit «Boxing Fit Workouts» vom gewaltfreien Gegenteil überzeugen. Tatsächlich wird hier ohne Ring, ohne Vollkontakt oder Sparringspartner trainiert, so dass der Boxsport auf seine wesentliche Qualität reduziert wird: Fitnessboxen gilt als anspruchsvolles Ganzkörperworkout sowohl für den Körper als auch den Geist. Dabei werden die wesentlichen Elemente der «noble art» trainiert: Ausdauer, Kraft, Explosivität, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Koordination, Reaktion und die mentale Ausdauer.

Mit Gewalt hat Fitnessboxen nun wirklich nichts zu tun

Im Boxing Fit Kurs angekommen, soll ich mir meine Hände mit Boxbandagen einbinden. «Damit es nicht so sehr weh tut», heisst es. Hilfe, denke ich! Aber der Blick zu den anderen Teilnehmern beruhigt mich etwas. Von zarten Frauen bis zu durchtrainierten Typen sehe ich alles. Da kann auch ich mithalten, denke ich.

Unser Coach Antonio Larosa ist ein klassischer Box-Trainer. Und ich muss ehrlich sein, einen Box-Trainer hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Zwar hat Antonio einen wahnsinnig definierten Körper, jedoch ist er weder ein Muskelprotz noch sieht er böse aus.

Nach einem kurzen Warm-up aus Hampelmännern und Sprints, dürfen wir uns einen Fitness-Boxpartner suchen. Mit Boxhandschuhen boxen wir uns abwechselnd in die Handschuhe. Zu Beginn sind die Kombinationen für Anfänger wie mich noch etwas ungewohnt und ich boxe vorsichtig in die Hände meiner Partnerin. Ich merke aber schnell, das tut ja überhaupt nicht weh und meine Schläge werden stärker.

Und ich war den ganzen Tag nicht so wach wie in diesen 20 Minuten. Denn das Einhalten der richtigen Abfolge der Schläge fordert mir höchste Konzentration ab. Und das ist gut so, denn weil mein Kopf so sehr beschäftigt ist, merke ich die Anstrengung gar nicht .

Nach den Box-Übungen schliessen wir das Training mit einem Zirkeltraining ab. Wer CrossFit kennt, kann sich die Übungen vorstellen. Wir werfen Bälle an die Wand, machen Liegestützen, sitzen an die Wand und heben Gewichte. Das zu Anfang eher armlastige Training wird immer mehr zu einem Ganzkörper-Workout. Die Abwechslung gefällt mir, von Langeweile ist keine Spur und Zeit für einen Blick auf die Uhr bleibt auch nicht. Und so schlage ich mich wortwörtlich erfolgreich durch meine erste Box-Lektion.

Mein Fazit zum Fitnessboxen

Für alle die vom üblichen Fitness-Training gelangweilt sind, ist Fitnessboxen eine ideale Möglichkeit sich auszupowern - körperlich wie auch mental. Wer Angst vor dem Kampfsport-Klischee hat, den kann ich beruhigen: mit Gewalt hat Fitnessboxen nun wirklich nichts zu tun. Zudem ist das Workout ebenso bestens für Männer und Frauen wie als Partner-Workout geeignet. Persönlich rate ich auch dazu das Fitnessbox-Training mit einer Freundin oder dem Liebsten zu besuchen.

Die 3 Wichtigsten Fragen zum Fitnessboxen

Nicht nur die Muskeln, auch einige Fragen brennen mir nach meinem ersten Boxing Fit Kurs im Balboa Bar & Gym auf der Zunge. Coach Antonio Larosa hat die Antworten dazu.

Antonio Larosa der BoxingFit Coach

Antonio Larosa bei einer BoxingFit Lektion

Was ist der Unterschied von Boxing Fit zum klassischen Boxtraining?

Ganz ehrlich, eigentlich gibt es da fast keinen Unterschied. Die Leute verbinden mit Boxen oft Gewalt und nicht Fitness. Beim Boxing Fit bringen wir den Fitness-Gedanken hinter dem Sport wieder etwas näher an Männer und Frauen. Beim Training merkt man dann schnell, dass Boxen nichts mit einer Schlägerei zu tun hat. Der Hauptunterschied zum traditionellen Boxen liegt darin, dass man keine Veilchen riskiert, weil alle Kombinationen entweder auf die Handschuhe des Partners oder auf Pratzen geschlagen werden.

Wir haben heute aufgewärmt, dann zu zweit geboxt und zum Schluss ein Zirkeltraining gemacht. Ist das der typische Ablauf einer Boxing Fit Lektion?

Mehr oder weniger schon. Aber die Übungen variieren von Mal zu Mal. Wichtig ist mir, dass alle Boxing Fit Lektionen dem traditionellen Boxen möglichst nahe kommen. So können alle Teilnehmer von den vielen positiven Eigenschaften des Boxens profitieren ohne dabei Verletzungen zu riskieren. Fitnessboxlektionen in anderen Gyms können aber ganz anders aussehen.

Für wen ist Boxing Fit geeignet?

Boxing Fit ist für alle geeignet, die motiviert sind ein Sport zu betätigen, bei dem man sich physisch wie auch psychisch auspowern kann. Denn wie du vielleicht bemerkt hast, braucht es in Sachen Koordination auch ziemlich viel Köpfchen und nicht nur Kraft. Beim BoxingFit kann jeder an seine individuellen Grenzen kommen. Weshalb Fitnessboxen für jeden zugänglich ist, ganz unabhängig von Geschlecht und Alter.

Balboa Bar & Gym, am Schanzengraben 19, 8002 Zürich
balboamove.ch

Balboa Move Zürich

Schreibe einen Kommentar +