Ich habe eine Schwäche für:
Frische Bettwäsche nach einem langen Tag. Kaffee am Morgen, aber bitte ohne daraus eine Wissenschaft zu machen. Menschen, die gut zuhören, bevor sie Ratschläge geben. Ruhige Sonntage, an denen der Körper wieder etwas lauter sein darf als die To-do-Liste. Und für gut erklärte Studien, die einem nicht Angst machen, sondern helfen, den eigenen Körper besser einzuordnen.
Das nervt mich:
Wenn normale Körpervorgänge sofort problematisiert werden. Gesundheitsmythen, die Frauen verunsichern. Der Satz «Das ist halt so» bei Beschwerden, die man ernst nehmen sollte. Scham rund um Zyklus, Intimgesundheit oder Erschöpfung. Und Wellness-Versprechen, die so tun, als liesse sich alles mit genügend Disziplin lösen.
Mein Traum Stammtisch:
Miriam Stoppard, weil sie Gesundheitsthemen seit Jahrzehnten verständlich und ohne unnötige Dramatisierung erklärt.
Dr. Jen Gunter, weil sie medizinische Mythen rund um den weiblichen Körper sachlich, klar und mit Haltung einordnet.
Michelle Obama, weil sie über Körper, Stärke und Fürsorge spricht, ohne daraus eine Optimierungsparole zu machen.
Meine frühere Hausärztin, weil sie die seltene Gabe hatte, komplizierte Dinge so zu erklären, dass man danach ruhiger und klüger nach Hause ging.