Nadia Diop

Nadia Diop

Redakteurin

Ich habe eine Schwäche für:

Gut vorbereitete Gespräche, in denen niemand lauter werden muss, um ernst genommen zu werden. Für Chefinnen, die Klarheit nicht mit Härte verwechseln. Für Kalender, in denen nicht jede freie Lücke sofort gefüllt wird. Für Menschen, die einen beruflichen Wechsel nicht als Scheitern lesen, sondern als Entscheidung. Und für Formulierungen, die in schwierigen Gesprächen helfen, ruhig zu bleiben und trotzdem deutlich zu werden.

Das nervt mich:

Wenn Überlastung als Engagement verkauft wird. LinkedIn-Sätze, die nach Erfolg klingen, aber nichts sagen. Der Reflex, Frauen für fehlende Sichtbarkeit verantwortlich zu machen, ohne über Strukturen, Führung und faire Chancen zu sprechen. Lohntransparenz, die erst dann wichtig wird, wenn sie niemandem unbequem ist. Und Arbeitskulturen, in denen Grenzen als mangelnde Ambition missverstanden werden.

Mein Traum Stammtisch:

Anne-Marie Slaughter, weil sie Arbeit, Familie und Macht nie nur als individuelle Organisationsfrage betrachtet.

Reshma Saujani, weil sie Mut, Bildung und berufliche Chancen konkret denkt, ohne Frauen in Perfektionslogik zu drücken.

Doris Leuthard, weil sie Sachlichkeit, Führung und Verhandlungskraft verbindet, ohne laut auftreten zu müssen.

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