Sofia Bianchi

Sofia Bianchi

Redakteurin

Ich habe eine Schwäche für:

Tabellen, die wirklich helfen. Rechnungen, die nach dem Sortieren weniger bedrohlich aussehen. Menschen, die offen über Geld sprechen, ohne sich grösser oder kleiner zu machen. Gute Alltagslösungen, die nicht perfekt sein müssen, sondern funktionieren. Und für den Moment, in dem jemand merkt: Ich muss nicht alles auf einmal lösen, aber ich kann heute den ersten sinnvollen Schritt machen.

Das nervt mich:

Wenn Geldwissen als Charakterfrage verkauft wird. Lohnungleichheit, die hinter höflichen Formulierungen verschwindet. Finanzsprache, die Menschen ausschliesst, statt sie mitzunehmen. Der Satz «Du musst einfach mehr investieren», als hätten alle die gleichen Reserven, Risiken und Lebensläufe. Und Scham, die Frauen davon abhält, Fragen zu stellen, obwohl genau diese Fragen wichtig wären.

Mein Traum Stammtisch:

Patrizia Laeri, weil sie Geldthemen verständlich, konkret und mit Blick auf Frauen und finanzielle Selbstbestimmung erzählt.

Ruth Dreifuss, weil soziale Sicherheit, Gerechtigkeit und Lebensrealität bei Geldfragen nie getrennt voneinander gedacht werden sollten.

Michelle Obama, weil sie über Arbeit, Herkunft und Verantwortung spricht, ohne den Wert eines Menschen an Erfolg oder Status zu binden.

Eine alleinerziehende Mutter mit sauber geführtem Haushaltsbudget, weil sie wahrscheinlich mehr über Prioritäten, Realität und finanzielle Intelligenz weiss als viele Ratgeber.

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