HaarpflegeWir waschen dir den Kopf!

Haarpflege fängt beim Haare waschen an. Schliesslich geht es bei der Haarwäsche nicht allein um's Reinigen, sondern um die Vorbereitung für das perfekte Styling. Die Dos & Dont's für jeden Haartyp.

Haare richtig waschen

Häufiges Haare waschen wird immer öfter als schädlich abgestempelt. Einzelne Star-Stylisten und ihre Beauty-Jüngerinnen haben sich deshalb dem NoPoo-Trend verschrieben. Dass Haare glänzender und gesünder werden, wenn man auf Shampoo verzichtet, stimmt jedoch nur bedingt. Statt der Häufigkeit, ist nämlich meist die Art und Weise, wie die Haare gewaschen werden, entscheidend.

Erst kämmen, dann schwämmen

Verknotungen und Verwirrungen in den Haaren verheddern sich während der Haarwäsche noch mehr und drohen, die verknoteten Haarstellen zum Brechen zu bringen. Daher solltest du deine Haare vor der Wäsche unbedingt durchkämmen. Das löst nicht nur Knoten, sondern befreit die Haare auch von groben Stylingresten. Nach der Wäsche solltest du deine Haare lediglich mit einem sehr grobzinkigen Kamm durchkämmen.

Die richtige Temperatur

Die Haarwäsche mit heissem Wasser greift die Kopfhaut an, trocknet sie aus und führt schlimmstenfalls sogar zu Juckreiz. Lauwarme Spülungen eignen sich besser. 

Tipp: Beende die Haarwäsche mit einem Guss gekühltem Kamillenteewasser. Durch die Kälte werden die vom Waschen aufgequollenen Hornschichten geschlossen und die Haare bekommen einen seidigen Glanz. 

Haare richtig waschen

Bild: SvetlanaFedoseeva/iStock

Muntermacher Massage

Das Wort Shampoo leitet sich nicht ohne Grund vom indischen Wort «champo» ab, das wörtlich «massieren» bedeutet. Nutz die Haarwäsche für eine Massage der Kopfhaut. Massagen regen nämlich nicht nur die Produktion von Glückshormonen an, auch wird die Durchblutung angeregt, die Haarwurzeln besser mit Sauerstoff versorgt und dadurch das Wachstum der Haare begünstigt. Bei gereizter oder geröteter Kopfhaut solltest du allerdings aufpassen, dass der Druck immer sanft bleibt.

Haare waschen bei fettigen Haaren

Schnell fettendes Haar bzw. Kopfhaut hat seinen Grund in der Überproduktion von Talg. Um die Talgproduktion nicht noch weiter zu reizen, solltest du dein Haar nicht zu häufig waschen. Überbrücke Bad-Hair-Days mit geschickten Frisuren oder dem Benutzen von Trockenshampoo und Haarpuder. 

Haare waschen bei trockenen Haaren

Friseure raten bei sehr trockenen und spröden Haaren, nur bei jeder zweiten Wäsche ein Shampoo zu verwenden und anschliessend eine Pflegemaske aufzutragen. Bei den übrigen Haarwäschen verzichtest du gänzlich aufs Shampoonieren und gibst lediglich eine Pflegespülung ins nasse Haar. Kaltes Abspülen schliesst die poröse Hornschicht und schenkt trockenem Haar wieder mehr Glanz.

Haare waschen bei gefärbten Haaren

Gefärbte Haare sind durch die Coloration ohnehin schon strapaziert. Durch das Haare waschen lässt zusätzlich die Farbintensität von Wäsche zu Wäsche nach. Um das Haar satter und glänzender wirken zu lassen, müssen ihm die Pigmente, die es beim Waschen verloren hat, von Aussen wieder zugeführt werden. Spezielle Farbshampoos, aber auch eine Haarkur einmal pro Woche sind jetzt kein Fehler.

Tipp: Mische einen Klecks Tönung unter dein normales Shampoo. Durch die Kürze der Einwirkzeit entsteht keine farbliche Veränderung, sondern lediglich eine Auffrischung der eigenen Haarfarbe.

Mach hier unseren Test und finde heraus, welchen Haartyp du hast. 

Schongang auch nach der Wäsche

Um Haare und Kopfhaut nicht übermässig lange der strapazierenden Föhnhitze aussetzen zu müssen, solltest du das Haar zuerst mit einem Handtuch antrocknen. Dabei die Haare nur vorsichtig drücken und nicht rubbeln. Benutzt du einen Fön, solltest du ihn auf eine niedrige bis mittlere Hitzestufe zu stellen. Besonders schonend sind übrigens Föne mit Diffusor-Aufsatz und Ionen-Technologie, die zugleich mehr Volumen zaubern.

Tipps gegen Bad-Hair-Days

+ Babypuder: Für Grossmutters alten Geheimtrick gegen fettige Haare benötigst du lediglich einen Teelöffel Babypuder, den du vorsichtig in Haaransatz und Kopfhaut einmassierst. Der Puder saugt Feuchtigkeit, Talg und Styling-Rückstände auf, die sich an den Haaransätzen abgelagert haben. 

+ Kakaopulver für braunes Haar: In dunklen Haaren würde Babypuder einen unschönen Grauschleier hinterlassen. Ungesüsstes Kakaopulver hinterlässt keine Färbungen, ist aber ebenso saugstark.

+ Strenger Zopf: Strenge Zöpfe und Pferdeschwänze sind gerade bei langen Haaren ideal, um den Bad-Hair-Day hinter sich zu lassen. Damit der Ansatz nicht fettig, sondern glänzend wirkt, kämme etwas Pomade von den Ansätzen bis in die Spitzen.

+ Nass, ohne Wäsche: Haarwasser, ohne Fett und künstliches Parfüm, ist ein sekundenschnelle Frischekick für fettige Kopfhaut.

Titelbild: George Doyle/iStock

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