Wer hat die eingeladen?So kannst du Mitesser entfernen

HOW TO Mitessern vergeht fortan der Appetit. Denn wir verraten, wie man die ungebetenen Gäste sanft los wird, ohne das Entzündungen, Narben und Pickel entstehen. Dabei nehmen wir auch altbekannte Hausmittel unter die Lupe und verraten, welche wirklich helfen Mitesser zu entfernen.

Mitesser entfernen ist schwieriger als ihnen vorzubeugen. Mit diesen Tipps klappt es fachgerecht ohne Entzündungen.

Komedonen ist der fachkundige Begriff für diese kleinen, fiesen, schwarzen Pünktchen, die sich so unschön auf Nase, Wangen und Kinn ansammeln und die wir gemeinhin unter dem Begriff Mitesser kennen und möglichst schnell wieder entfernen wollen. Sachlich betrachtet, handelt es sich zwar nur um eine harmlose Verstopfung der feinen Talgkanäle der Haut. Doch beim Blick in den Spiegel nützt auch Fakten nicht mehr: Mitesser nerven. Und zwar gewaltig! Und kaum haben wir sie ausgedrückt, kommen schon die nächsten wieder und bringen nicht selten ihre gemeineren Kollegen Pickel mit.

Wie Mitesser entstehen

Mitesser entstehen immer dann, wenn Hautporen verengt oder gänzlich verschlossen sind. Zum Beispiel, weil sie verschmutzt sind oder vielleicht sogar verhornt. Nun kann kein Hautfett mehr austreten; ein Pfropf entsteht. Je nachdem wie tief dieser Talgpfropf unterhalb der verschlossenen Hautoberfläche liegt, bildet es sich entweder als geschlossener Komedo, der als harter, heller Punkt durch die Haut hindurch schimmert, oder, sofern er weit oben sitzt und stellenweise mit Sauerstoff in Berührung kommt, als so genannter offener Komedo oder eben auch Mitesser.

Mitesser entstehen wenn die Poren verstopft oder verhornt sind.

Die schwarze Färbung entsteht nämlich dort, wo der zelleigene Farbstoff Melanin mit Sauerstoff reagiert. Nicht aber – wie oft fälschlich angenommen – als Einlagerung von Schmutz. Sofern sich aber Schmutz und Bakterien zusätzlich noch am Mitesser ansammeln, kann es passieren, dass sie eine Entzündung verursachen und aus dem Mitesser einen Pickel werden lassen.

Pickel können übrigens auch entstehen, wenn man unsachgemäss versucht, den Mitesser zu entfernen. Aus Mitessern werden nämlich meist erst Pickel, weil wir versucht haben sie durch falsches Herausquetschen aus der Haut zu pressen. Mitesser entfernen will wirklich gelernt sein.

Mitesser entfernen in 4 Schritten

1 Mitesser vorbeugen: Regelmässige Rubbelkuren

Wer Mitesser entfernen will ist gut beraten, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Und das geschieht am besten, indem man die Oberfläche der Haut und damit die Öffnungen der Porenkanäle frei, sauber und durchlässig erhält. Vor allem einer Vorhornung der obersten Schuppenschicht kann man dabei mit regelmässigen Peelings gut vorbeugen. Ob man mit enzymatischen oder chemischen Rubbelkuren (z.B. Fruchtsäurepeeling) arbeitet oder mit mechanischen Schleifgranulaten arbeitet ist vor allem eine Hauttypfrage: Empfindliche Hauttypen sind mit chemischen Peelings oft besser beraten. Das Peeling solltest du etwa 2 Mal pro Woche wiederholden. Milde, chemische Peelings wie AHA mit Fruchtsäuren oder BHA-Produkte mit Salicylsäure können auch täglich angewendet werden.

2 Mitesser vorbeugen: Richtig reinigen

Auch einem Porenverschluss durch die Einlagerung von Hautfett, Makeup-Rückständen oder Schmutz gilt eszu vermeiden. Regelmässiges, aber vor allem richtiges Reinigen der Haut, ist daher das A und O bei der Mitesser-Prävention. Idealerweise wird das Gesicht sowohl morgens als auch abends gründlich gereinigt. Doch Vorsicht: Gründliches Waschen ist nicht mit aggressivem Reinigen zu verwechseln. Wer die Haut beim Waschen nämlich zu sehr austrocknet, riskiert nicht nur ein schnelleres Verhornen der obersten Zellschicht und damit eine Blockade der Porenkanäle. Viel mehr kann, die Haut dadurch stark austrocknen und darauf mit einer übermässigen Nachproduktion von Talg reagieren. Zu grosse Mengen Hautfett können die Porenkanäle ihrerseits ebenfalls verstopfen und so Mitesser entstehen lassen. Reinige dein Gesicht daher stets morgens und abend mit milden, ph-neutralen Reinigern und niemals mit zu heissem Wasser.

3 Mitesser vorbeugen: Mehr Feuchtigkeit, bitte!

Eine verhornte Hautoberfläche und damit eine Verstopfung der Poren kann auch entstehen, wenn die Haut zu trocken ist. Regelmässige und intensive Feuchtigkeitspflege beugt Mitessern daher vor. Kleiner Tipp für Kandidaten mit sehr trockener Haut:  Benetzen Sie die Haut immer wieder zwischendurch mit leichten Thermal-Sprays, um das Hydroniveau konstant zu halten.

4 Mitesser entfernen: So klappt es ohne Entzündungen

Ist der unschöne schwarze Punkt trotz aller Vorsicht doch entstanden, gilt es den Mitesser vorsichtig zu entfernen. Wer zu grob vorgeht, riskiert Entzündungen. Zum Mitesser entfernen müssen die Poren so weit wie möglich geöffnet sein. Ein zehnminütiges Kamilledampfbad ist dafür ideal. Die Wärme öffnet die Poren, während die Kamille reizlindernde Wirkstoffe in die Haut schleust. Anschliessend desinfizierst du die betroffene Stelle. Nun wickelst du ein Taschentuch um beide Zeigefinger und drücken den Mitesser sanft aus. Bereits bei leichtem Druck sollte der Talgpfropf aus der Pore hervor treten. Ist dies nicht der Fall, bitte sofort aufhören zu drücken. Denn sonst riskierst du eine Entzündung und schlimmstenfalls sogar eine Narbenbildung. Sofern sich der Mitesser aber leicht lösen lässt, ist es ratsam, die Fingerposition beim Drücken hin und wieder zu ändern, um den Mitesser gleichmässig, vollständig und ohne Narbenbildung zu entfernen.

Wichtig: Entzündete oder verschlossene Mitesser sollten nicht auf eigene Faust entfernt werden. Wende sich dafür an eine Kosmetikerin.

Natürliche Hausmittel gegen Mitesser im Check

Mitesser entstehen wenn die Poren verstopft oder verhornt sind. Tonerde reinigt sie.

Zitronensaft-Meersalz-Peeling:  Natürliches Peeling, dass die Haut tatsächlich softer macht und in der Regel auch nicht reizt. Dafür mischt man einen Esslöffel Zitronensaft, mit einem Esslöffel Meersalz und einem Esslöffel Wasser. Die Wirkung ist allerdings nicht besser oder schlechter als irgendein anderes Peeling, dass seinen Job macht. Nämlich deine Poren von abgestorbenen Hornzellen zu befreien. Ähnlich gute Resultate erzielst du mit einem selbstgemachten Peeling aus Honig, Zucker und Zitronensaft.

Tonerde-Maske mit Apfelessig: Dafür mischt man trockenes Tonerde-Pulver (Clay) mit Apfelessig im Verhältnis von eins zu eins und lässt die noch feuchte Maske auf der Haut antrocknen. Schon beim Auftragen spürt man oft einen Reinigungseffekt. Denn die Maske hilft tatsächlich verstopfte Poren zu reinigen und Mitesser zu entfernen. Selbstverständlich kommen diese sturen Mitesser trotzdem wieder. Regelmässig angewendet helfen aber Tonerde-Masken die Poren zu reinigen und zu verfeinern. Wir empfehlen die Maske einmal in der Woche aufzutragen.

Selbstgemachte Pore Strips: Kennt ihr die lustigen Streifen noch. Auch wir haben sie geliebt als sie frisch auf dem Markt waren. Schliesslich konnte man nach dem Abziehen regelrecht sehen, dass man da was aus der Nase rausgeholt hat. Eklig, aber faszinierend. Inzwischen sind die meisten Pore Strips längst wieder vom Markt verschwunden, weil wir alle wissen, wirklich effektiv waren sie nie. Ebenso in diese Kategorie fallen selbstgemachte Pore Strips aus Küchenpapier und Eiweiss. Dabei tränkt man ein Streifen Küchenpapier mit Eiweiss und lässt das ganze auf der Nase antrocknen. Resultat: Enttäuschend.

Bild: iStock

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