SCHMINKEN SIE SICHS AB!Wie Sie Ihre Gesichtshaut richtig reinigen

Wer sein Gesicht täglich wäscht, kann sich Hautirritationen und Unreinheiten abschminken? Nicht ganz, denn die perfekte Gesichtsreinigung ist auf den Hauttyp abgestimmt. Auch zu viel Pflege kann der Haut schaden. Eine Waschanleitung der kosmetischen Art.

Wie Sie Ihr Gesicht richtig reinigen

Gesichtsreinigung wird oft unterschätzt. Dabei ist das tägliche Waschen des Gesichts für die Gesundheit und Strahlkraft der Haut mindestens so wichtig, wie das anschliessende Cremen, gerade für Frauen die sich gerne Schminken.

Die Gesichtsreinigung befreit die Haut von dem Film aus Fett, Pflegeresten, Make up und Umweltbelastungen, die sich über den Tag auf der Haut und in den Poren ansammeln und dadurch die Zellen am Atmen und der Regeneration hindern. Nicht nur Mitesser und Pickel, auch frühzeitige Hautalterung ist die unschöne Folge verstopfter Poren. Aber auch schlicht die falsche Reinigung, kann dafür sorgen, dass sich die Haut entzündet und rötet.

Gesichtsreinigung: Wie oft waschen?

Die Gesichtsreinigung sollte daher als Grundlage der Pflege nicht zu kurz kommen. Was übrigens nicht bedeutet, dass man es mit der Gesichtswäsche übertreiben sollte. Entzieht man der Haut durch eine aggressive oder häufige Gesichtsreinigung nämlich zu viel Talg, trocknet man die Hornschicht unnötig aus und macht sie anfällig für Fältchen, aber auch für das Eindringen von Keimen und Bakterien. Daher gilt: Zwei Reinigungen pro Tag (morgens und abends) und eine wöchentliche Intensivreinigung (z.B. durch Peelings oder Reinigungsmasken) sind für normale Haut ausreichend. Wer zu fettiger Haut neigt macht auch bei zwei bis drei wöchentlichen Gesichtspeelings nichts falsch.

Tipp für normale und trockene Haut: Der Einsatz von Reinungsgels und Lotionen sind dabei bei trockener und normaler Haut nur abends gefragt, um die Haut nicht zusätzlich zu entfetten. Schliesslich wird die Haut über Nacht nicht schmutzig. Morgens genügt ein erfrischender Waschgang mit klarem, lauwarmen Wasser.

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Lieber kurz und kühl, statt lang und heiss

Um die Haut zu reinigen, ohne sie trocken zu waschen, empfiehlt es sich bei der Gesichtsreinigung immer mit lauen oder kühlen Wassertemperaturen zu arbeiten. Je wärmer das Wasser ist, desto höher ist der Austrocknungseffekt. Auch von all zu langen Wascharien (nicht nur bei der Gesichtsreinigung, sondern vor allem beim Duschen oder Baden) ist abzuraten. Je länger der Wasserkontakt dauert, desto mehr Fett wird der Haut entzogen. 

Schaum, Creme oder Seife? Die besten Produkte für die Gesichtsreinigung

Welches Produkte Sie bei der Gesichtsreinigung verwenden sollten, hängt von Ihrem Hauttyp ab.

Grundsätzlich gilt: Je trockener die Haut, desto sahniger sollten die Reinigungsprodukte sein, damit sie rückfettend wirken können. Übrigens: Reichhaltige cremige Reiniger, wie z.B. Reinigungsmilch, Reinigungsöl oder eine Reinigungslotion, werden stets auf die trockene Haut aufgetragen, kurz einmassiert und  dann mit einem Schwall Wasser oder einem feuchten Tuch abgenommen. Reinigigungsgels oder Gesichtswasser mit Alkohol eigen sich für trockene oder sensible Gesichtshaut nicht, sie trocknen die Haut zusätzlich aus und können für Rötungen und Irritationen neigen. Auch auf einem neutralen Ph-Wert der Gesichtsreinigungsprodukte sollte stets geachtet werden.

Wer zu fettiger Haut und Hautglanz neigt, ist mit antibakteriellen und alkoholhaltigen Reinigungsgels und Gesichtswasser hingegen meistens gut bedient. Ein gutes Zeichen ist es immer, wenn das Produkt zusammen mit Wasser auf der Haut schäumt. Deshalb ist natürlich auch ein Reinigungsschaum mit mattierenden Inhaltsstoffen geeignet sich für die Gesichtsreinigung fettiger Haut. Fettige Hauttypen tun sich zudem etwas Gutes, wenn der Ph-Wert neutral ist.

Mischhaut hat ein gemischtes Hautbild. T-Zone an der Stirn, Nase und Kinn sind eher fettig und müssen daher von Fett befreit werden, während die trockenen Gesichtspartien  (Wangen und  Augen) zusätzliches Fett benötigen. Für Mischhaut und fettige Haut sind vor allem Reinigungsgels als guter Kompromiss geeignet, wenn nur ein Produkt genutzt werden soll. Sie spenden Feuchtigkeit ohne zu fetten. Produkte die eher Feuchtigkeit entziehen, wie Gesichtstonic und Gesichtspeeling und mattierend und reinigend wirken, sollten gezielt ausschliesslich auf die T-Zone aufgetragen werden.

Empfindliche oder sensible Haut will sanft gereinigt werden, weshalb hier besonders Reinigungsmilch oder -gel mit beruhigenden Essenzen ohne Alkohol, Parfum und mit einem neutralen PH-Wert gefragt sind.

Test: Welche Pflege passt zu Ihrem Hauttyp

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Abschminken und Augenpflege

Die Augen stellen bei der Gesichtsreinigung gleich in doppelter Hinsicht eine Herausforderung dar. Zum einen verfügt die Haut um die Augen nur über wenige Talgdrüsen und ist daher ohnehin trockener und sensibler. Zum anderen werden die Augen oft mit extra langanhaltenden Eyelinern und Mascara geschminkt, so dass ein intensives Reinigen und Abschminken notwendig ist. Um diese sensible Hautstelle nicht zu reizen, nimmt man die Gesichtsreinigung in zwei Schritten vor. Zunächst löst man wasserfeste Makeup-Rückstände mit reinem Öl (z.B. Babyöl, Olivenöl). Anschliessend wäscht man die Ölschicht mit einem milden Reinigungskonzentrat nach. Spezielle Zwei-Phasen-Produkte, vereinen beide Schritte praktischerweise ein einem Produkt. Wer zu besonders empfindlicher Gesichtshaut neigt, sollte auf ölhaltige Abschminkprodukte aber lieber verzichten.

Trocknen ohne Austrocknen

Die Gesichtsreinigung endet mit dem Abtrocknen des Gesichts. Wer zu sensibler oder trockener Haut neigt, sollte auch hier besondere Vorsicht walten lassen. Durch unsanftes Abtrocknen und grobe Handtücher kann die empfindliche Haut unnötig gereizt werden. Wer sicher gehen will, der Haut nicht zu schaden, tupft die daher nur vorsichtig ab, anstatt mit dem Handtuch massiv zu rubbeln. Alternativ legt man ein Papiertuch auf die nasse Haut, das die Feuchtigkeit sanft aufsaugt.

Foto: Photodisc

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