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Top TanSelbstbräuner anwenden wie ein Pro

Selbstbräuner zaubert einen goldenen Schimmer auf die Haut und Sonne ins Gemüt. Der richtige Umgang mit der Tubenbräune will jedoch gelernt sein. Mit diesen Profitipps können euch orangene Flecken, Streifen und Ränder garantiert nicht mehr den Teint vermiesen. 

Selbstbräuner richtig anwenden: Die besten Tipps zum richtigen Auftragen von Selftan, damit der Urlaubsteint aus der Tube nicht fleckig wird.

Ein sonnengeküsster Teint kaschiert müde Augenringe und fahle Mienen, hat aber auch Schattenseiten. Mittlerweile weiss wohl jeder um die Gefahr ultravioletter Strahlung. Dermatologen und Kosmetiker sind sich daher einig: Besser man setzt auf falsche Bräune aus der Tube, als auf sonnenverbrannte Haut mit Faltenwurf. Selbstbräuner sind die gesunde Alternative zu riskanten Sonnenküssen.

Allerdings will der richtige Umgang mit der Tubenbräune gelernt sein. Denn auch der beste Selbstbräuner macht dich nicht glücklich, wenn du ihn falsch anwendest. Mit diesen Tipps klappt es mit der Sonne aus der Tube.

Glatte Grundlage: Vor dem Selbstbräuner rasieren, peelen, cremen

1 Eine gleichmässige Bräune durch Selbstbräuner erreicht man nur, wenn die Haut richtig vorbereitet ist. Dabei sollte sie so glatt wie möglich sein, damit die Bräunungscreme auch gleichmässig einziehen und wirken kann. Vor der Anwendung der Tuben-Bräune sollte man den Körper daher gründlich enthaaren und peelen.

Bevor der Selbstbräuner aufgetragen wird, ist es ratsam, die Haut mit einer dünnen Schicht Feuchtigkeitspflege einzucremen und gut einziehen zu lassen. Auf der durchfeuchteten Haut lässt sich der Selbstbräuner nicht nur besser verteilen, sondern zieht auch gleichmässiger ein. Die Feuchtigkeitslotion gleicht trockene Hautstellen aus und schafft somit ein Hautbild, das einheitlich aufnahmefähig ist. Wer Zeit sparen will, holt sich ein konzentriertes Selbstbräuner-Konzentrat und mischt die Tropfen in die Bodylotion (z.B. Clarins Addition Concentré Éclat Corpse, Collister Body-Legs Magic Drops).

10 Selbstbräuner, die wir empfehlen können:

Tückische Stellen: Selbstbräuner an Fussgelenk, Knie und Ellbogen auftragen

2 Dass das Bräunungsergebnis bei Selbstbräunern manchmal scheckig aussieht, liegt an den stellenweise auftretenden Verhornungen der Haut. Je dicker die Hornschicht ist, desto dunkler wirkt der Selbstbräuner. An Stellen, die eine dickere Hornschicht haben, trocken oder schuppig sind (z.B. Ellbogen, Knie, Fersen) entstehen daher oft unschöne Flecken. Leichte Verhornungen werden durch ein vorhergehendes Peeling entfernt.

Stärker verhornte Stellen lassen sich jedoch kaum entfernen. Hier ist beim Auftragen von Selbstbräunern Vorsicht geboten. An den Ellbogen, den Fersen oder sonstigen verhornten Hautstellen sollte man deshalb nur sparsame Mengen der Bräunungslotion verwenden oder – noch besser – die Tubenbräune mit einem Klecks Feuchtigkeitscreme vermischen, damit sie nicht in voller Intensität wirkt, sondern nur zarte Ergebnisse hinterlässt. Tipp: Damit sich doch nicht zu viel Selbstbräuner an den Gelenken ablagert, solltest du zum Schluss immer nochmal mit einem feuchten Wattepad drüber gehen.

Lies auch: Wir haben Bräunungstipps für jeden Hauttyp. 

Haarige Angelegenheit: Selbstbräuner im Gesicht

3 Selbstbräuner richtig anzuwenden will also gelernt sein! Ungleichmässige Bräunungsergebnisse entstehen oft auch an besonders behaarten Körperstellen, wie den Augenbrauen, bei feinen Härchen im Gesicht, aber auch an den Unterarmen. Die Augenbrauen sollte man, ebenso wie den Haaransatz, beim Auftragen des Selbstbräuners am besten aussparen und mit einer Feuchtigkeitcreme vor Rändern schützen. Bei vielen anderen Stellen lässt sich der Kontakt mit der Tubenbräune jedoch nicht vermeiden. Um sicher zu gehen, dass hier keine Flecken entstehen, wischt man die Stellen rund drei Minuten nach dem Eincremen mit einem weichen Taschentuch nach.

Lies auch: Welcher Bronzer am besten zu deinem Hauttyp passt und wie du ihn richtig aufträgst.

Aber nicht nur die feinen Härchen sind beim selbstgebräunten Gesicht ein Problem, grundsätzlich sollte man auch bei der Auswahl des Selbstbräuners darauf achten, dass er für die sensible Gesichtshaut geeignet ist. Wähle deshalb lieber Selbstbräuner-Produkte, die speziell für das Gesicht entwickelt wurden. Diese sind meist nicht so fettig und enthalten keine Kriechöle, die deine Augen reizen könnten. Bei sensibler Haut ist es auch wichtig, Selbstbräuner-Produkte zu verwenden, die möglichst keine Dufstoffe oder Alkohol enthalten.

Nach dem Bräunen: Hände waschen!

4 Die Hände sind durch ihre tägliche Beanspruchung oft trockener und verhornter als andere Körperstellen. Zudem kommen Sie beim Auftragen von Selbstbräuner in besonders intensiven Kontakt mit der färbenden Lotion. Nach der Anwendung von Selbstbräuner sollten die Hände daher besonders gründlich gewaschen werden, um keine Flecken und Ränder zu hinterlassen.

Besonders zwischen den Fingern und unter den Nägeln setzen sich oft Selbstbräuner-Reste fest – wasche hier besonders intensiv. Oder besorge dir gleich Latexhandschuhe oder einen sogennanten «Tanning Mitt». Inzwischen gibt es von vielen Herstellern Selbstbräuner-Handschuhe, die nicht nur deine Hände schützen, sondern auch ein gleichmässigeres Ergebnis erzielen.

Frisch gestrichen! Einwirkzeit beachten

5 Wie jede andere Creme braucht auch die selbstbräunende Lotion eine gewisse Zeit, um vollständig von der Haut aufgenommen zu werden. Gerade bei Selbstbräunern sollte man diesen Zeitraum strikt einhalten. Ziehe daher für 10 bis 20 Minuten nach dem Selbstbräuner auftragen keine Kleidung an. Überschüssige Bräunungs-Lotion könnte nämlich an der Wäsche hängen bleiben und diese verfärben.

Zudem entstehen bei Berührung mit der Kleidung manchmal Ungleichmässigkeiten im Bräunungsergebnis. Damit sich die Bräune gut entwickeln kann, solltest du in den nächsten acht Stunden auch möglichst nicht duschen oder Schwimmen gehen.

Ein selbstgebräuner Rücken kann auch entzücken

6 Manche Körperstellen, wie der Rücken oder die Schulterblätter, lassen sich beim Auftragen von Selbstbräuner nur schwer erreichen. Um das Bräunungsergebnis dennoch gleichmässig werden zu lassen, haben sich kluge Kosmetik-Marken simple Tricks ausgedacht. Bereits seit längerem gibt es Selbstbräuner nämlich auch zum Sprühen (siehe Bildstrecke).

Selbstbräuner-Sprays verteilen einen sanften Sprüh-Nebel, der sich gleichmässig über den Körper legt und ein einheitliches Bräunungsergebnis – an jeder Stelle des Körpers – hinterlässt.

Bräunungsziel überlegen

7 In jedem Klischee steckt natürlich ein Fünkchen Wahrheit. Das Klischee, dass Selbstbräuner unnatürlich aussehen, stimmt teilweise. Zumindest, wenn du einen Selbstbräuner ausgewählt hast, der überhaupt nicht zu deinem Hauttyp passt. Dabei ist weniger oft mehr.

Inzwischen gibt es Selbstbräuner in vielen verschiedenen Nuancen und mit verschiedenen Bräunungszielen. Wer eher helle und blasse Haut hat, sollte daher auch einen eher helleren Selbstbräuner wählen, während mittlere und dunklere Hauttypen schon ein wenig dunkler werden dürfen. Auch ob du eher ein warmer oder kalter Hauttyp bist, spielt eine Rolle. Hier gilt, auch mal verschiedene Produkte auszuprobieren.

Lies auch: Mit diesen Tipps hast du länger Freude an deiner gebräunten Haut.

Selbstbräuner richtig dosieren

8 Die erreichte Bräunung ist auch eine Frage der Dosis. Arbeite dich lieber langsam hoch, statt zu schnell zu viel erreichen zu wollen. Dabei musst du wissen: Es gibt zwar sogenannte Instant-Selbstbräuner, die die Haut sofort gebräunter erscheinen lassen, diese sind aber nicht nachhaltig, da die Bräune mit der nächsten Dusche wieder abgewaschen wird.

Die meisten Selbstbräuner entwickeln die Bräune über Zeit. Das heisst, man muss drei bis vier Stunden warten, bis man das tatsächliche Ergebnis sieht. Zudem empfiehlt es sich, den Selbstbräuner anfangs mehrmals die Woche aufzutragen (etwa zwei- bis dreimal) bis die gewünschte Bräune erreicht ist. Später genügt meist einmal pro Woche, um die Bräune zu konservieren. Trage dabei am besten jeden Tag eine Body Lotion auf und gönne dir zweimal in der Woche ein leichtes Körperpeeling.

Ansonsten gilt beim Umgang mit Tubenbräune: Verstecke deinen frisch gestrichenen Teint nicht. Selbstgebräunte Haut will – und kann – sich sehen lassen!

Ups! Selbstbräuner wieder entfernen

Ein Selbstbräuner-Unfall kann jedem mal passieren. Gräme dich nicht und gehe lieber entspannt baden. Dadurch quillt die oberste Hornschicht deiner Haut auf und unerwünschte Selbstbräunerspuren wie Ränder oder Flecken lassen sich so mit einem Peeling leichter entfernen. Bei hartnäckigen Fällen hilft Zitronensaft.

Titelbild: Slava_Vladzimirskaya/iStock

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