Gelnägel FAQAntworten auf alle Fragen, die dir unter den Gelnägeln brennen

Von wegen trashig und tussig – Gelnägel sind längst salonfähig geworden. Aber machen sie die Nägel kaputt? Und was ist der Unterschied von Gelnägeln zu Acrylnägeln? Wir beantworten die meistgestellten Fragen.

Gelnägel FAQ: Was du über künstliche Nägel, Acrylnägel und Gellack wissen musst

Schöne Hände und hübsche Nägel sind kein Zufall. Sie sind vielmehr das Ergebnis guter Pflege. Das Problem: Die ist ganz schön aufwendig und die Maniküre hält meist nur kurz. Die Lösung: Gelnägel. Oder?

Gelnägel scheinen die ultimativen Geheimwaffe für eine perfekte Maniküre. Und dank Stars wie Rihanna, Cardi B und Beyonce sind sogar ultralange Krallen und 3D-Nailart wieder angesagt.

Dennoch ranken sich einige Mythen um Gelnägel und es kommen immer wieder Fragen auf. Wir beantworten die meistgestellten.

Was sind Gelnägel überhaupt?

Gelnägel werden aus einer Acrylmasse gemacht, die als fix-fertige Modellierpaste geliefert und auf den Naturnagel aufgetragen wird. Der Nagel wird zuvor leicht angeschliffen und die Masse anschliessend unter UV-Licht ausgehärtet. Nach rund zwei bis drei Wochen wachsen die Gelnägel automatisch aus dem Nagelbett und sollten aufgefüllt werden.

Gelnägel aus dem Studio können daheim beliebig mit normalem Nagellack überpinselt werden. Zur Schonung des Kunstnagels verwendet man aber als Nagellackentferner unbedingt acetonfreie Produkte.

Gelnägel oder Acrylnägel: Was ist der Unterschied?

Beide Varianten der Kunstnägel bestehen aus Acryl; jedoch ist die Art ihrer Anwendung verschieden. Während Gelnägel als Modelliermasse aufgetragen werden, werden Acrylnägel aus einem Acrylpulver und einer Flüssigkeit angemischt, die schichtweise auf den Nagel aufgetragen wird. Acrylnägel sind im Ergebnis etwas härter als Gelnägel; dafür ist das Auftragen aber deutlich aufwendiger und etwas anfälliger für Fehler, etwa eine unterchiedliche Dicke der Schichten.

Und was ist Gellack oder Shellac?

Gellack ist eine Art Mischform von gewöhnlichem Nagellack und Kunstnägeln. Seine Beschaffenheit ist deutlich härter als Nagellack, so dass die Nägel stabiler werden und er wird unter LED ausgehärtet.

Der Vorteil hierbei ist, dass man ihn auch gut zu Hause auftragen kann. Nachteilig ist jedoch, dass seine Konsistenz recht flüssig ist und er bei besonders brüchigen Nägeln keine nachhaltig stärkenden Ergebnisse liefert. Und zudem ist Gel-Nagellack derart flüssig, dass er sich nicht zum Modellieren eignet. Die Naturnägel können damit also nicht aufgebaut oder verlängert werden.

Shellac ist der Name des weit verbreiteten UV-Lacks von CND und wird oft als Synonym benutzt. Andere Marken sind etwa Striplac und Gelatic von Alessandro, Sensationail oder OPI GelColor.

Für wen kommen Gelnägel in Frage?

Gelnägel kommen für alle in Frage, die Wert auf eine gepflegte Optik der Nägel legen und keine Lust haben, sich ständig mit abgeblättertem Nagellack herumzuschlagen.

Das Ergebnis der Gelnägel hält nämlich über Wochen gleichbleibend an und die Nägel verkratzen nicht. Ausserdem bieten sich Gelnägel an, wenn man die Nägel länger tragen will, das eigene Nagelmaterial dafür aber zu trocken, weich oder brüchig ist.

Hier findest du Inspo für deine nächste Maniküre:

Gelnägel entfernen: Was muss ich wissen?

Da Gelnägel nicht mit Nagellackentferner abgetragen werden können, kommt nur ein Herunterfeilen in Frage. Am besten lässt man dies durch einen Profi durchführen; Nagelstudios haben Erfahrung und wissen, worauf sie achten müssen.

Wer es trotzdem selbst versuchen will, entfernt niemals das komplette Gel, sondern lässt eine dünne Schicht bestehen, um den Nagel nicht zu brüchig werden zu lassen – die unterste Schicht ist ohnehin farblos. Nun wartet man einfach ab, bis die Gelnägel komplett herausgewachsen sind. Den nachwachsenden Naturnagel stärkt man in dieser Zeit am besten mit einem Nagelhärter oder Nagelöl. 

Machen Gelnägel die Naturnägel kaputt?

Moderne Geltexturen sind derart schonend verarbeitet, dass sie keine Gefahr für Haut oder Nägel darstellen. Trotzdem wird der Naturnagel vor dem Auftragen etwas angeschliffen und dünnt damit aus. Dieser Prozess lässt sich leider nicht verhindern.

Wichtig ist darum, dass du deinen Naturnägeln auch mal eine Verschnaufpause gönnst. Denn dadurch, dass kein Sauerstoff an den Nagel gelangt, verschlechtert sich dessen Qualität.

Kosten für Gelnägel: Womit muss ich rechnen?

Wie hoch die Kosten für Gelnägel sind, hängt ganz von deinem Nagelstudio ab. In der Regel kann man mit 70 bis 120 Franken für die Neumodellage von Gelnägeln rechnen. Jedes Auffüllen kostet zwischen 45 und 80 Franken.

Gel-Nagellack ist etwas günstiger, da die Kosmetikerin nichts modellieren muss. Eine solche Maniküre kostet meistens ebenfalls zwischen 45 und 80 Franken.

Aber Vorsicht: Bei deinen Gelnägeln solltest du nicht sparen – lass dich nicht von Dumpingpreisen beeindrucken und suche dir ein Studio, dem du vertraust und das eventuell über Bewertungen verfügt, etwa bei Treatwell.

Für Gelnägel brauchst du einiges an Utensilien.

Für Gelnägel braucht man einiges an Utensilien – dafür sind beim Design der Fantasie keine Grenzen gesetzt. (Bild: Olexii/iStock)

Gelnägel zu Hause machen: Funktioniert das?

Prinzipiell kannst du Gelnägel daheim selbst machen. Allerdings ist dafür umfangreiches und qualitativ hochwertiges Equipment bestehend aus Feilen, diversen Mittelchen und Lacken sowie einer UV-Lampe nötig.

Die Anschaffungskosten, aber auch der zeitliche Aufwand des Auftragens sind recht gross, so dass man sich dieses Vorhaben gut überlegen sollte.

Ausserdem braucht es Übung und Know-How, um die Gelnägel auch wirklich hübsch und gleichmässig zu modellieren und dem Nagel nicht zu schaden. Immerhin hat deine Kosmetikerin eine Ausbildung hierfür genossen.

Gellack hingegen kannst du problemlos zu Hause anwenden. Nach zwei oder drei Mal üben solltest du es raus haben. Wichtigste Regel: Nicht hetzen – Patzer kannst du nicht so schnell ausbessern.

Soll ich? Oder nicht? Was spricht für oder gegen Gelnägel?

Wer sich nach all den Informationen noch immer unsicher ist, ob Gelnägel eine gute Entscheidung ist, wägt am besten nochmal das Für und Wider ab. Bitteschön:

Gelnägel sind für dich geeignet, wenn du:

  • eine gepflegte Optik wünschst
  • brüchige Naturnägel hast
  • Nagellack bei dir ständig absplittert
  • dir ausgefallene Nailart wünschst

Gelnägel sind eher nichts für dich, falls du:

  • nicht regelmässig Zeit in Beautytermine investieren willst
  • keine Lust hast, die Gelnägel vorzu aufzufüllen
  • 70 bis 120 Franken für eine Maniküre zu teuer findest

Titelbild: coffeeandmilk/iStock 

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