Life in plastic is not fantasticWie du Mikroplastik in Kosmetik erkennst und vermeidest

Ob in Zahnpasten, Peelings oder Shampoos: Mikroplastik in Kosmetik ist problematisch. Dennoch schmieren wir uns täglich unbewusst mit Mini-Plastik ein und spülen ihn dann direkt in unsere Gewässer. So streichst du Mikroplastik aus deiner Beauty-Routine.

Wie du Mikroplastik in Kosmetik erkennst und vermeidest

Eines unserer grössten Umweltprobleme ist der Plastikmüll im Meer. Das wissen wir nicht erst, seit wir die schrecklichen Bilder von tonnenweise Plastik an den Traumstränden Balis gesehen haben.

Genauso schlimm wie die Pet-Flaschen und Plastiksäcke sind kleinste Kunststoffteile, die sich auch in unseren Beautyprodukten finden. Denn Mikroplastik ist in vielen Kosmetikartikeln enthalten, die wir täglich benutzen, meistens ohne unser Wissen. Es ist an der Zeit etwas zu ändern – am besten du fängst damit in deinem Badezimmerschränkli an.

Was ist Mikroplastik und welche Probleme verursacht es?

Als Mikroplastik bezeichnet man kleine Kunststoff-Teilchen mit einem Durchmesser von unter 5 Millimetern. Sie sind oftmals für das Auge nicht sichtbar, verstecken sich aber in zahlreichen Produkten in unserem Badezimmer. Die kleinen Kunststoff-Partikel sind sehr schwer abbaubar und benötigen teilweise bis zu 100 Jahre, bis sie vollständig zerfallen.

Mikro-Kunststoffpartikel sind häufiger Bestandteil von Duschgels, Zahnpasten und Peelings und gelangen über das Abwasser in unsere Seen und Flüsse. Die Kläranlagen filtern die Mikroplastik-Partikel aufgrund ihrer geringen Grösse nicht, weshalb sich die Partikel in unseren Gewässern verbreiten können. 

Bild: lycan/Unsplash

Auch die Schweiz als Binnenland ist an der Meeresverschmutzung mitschuldig. Täglich sollen laut Schätzungen rund 10 Kilogramm Mikroplastik-Partikel in der Rhone landen und werden so von der Schweiz nach Frankreich transportiert. Schliesslich münden sie laut WFF zusammen mit 130'000 Tonnen weiterem europäischen Mikroplastik im Mittelmeer.  

Meerestiere verenden häufig am Plastikmüll. Sie ersticken oder verhungern durch den unverdaulichen Plastik in ihrem Magen. Durch Fischverzehr gelangen die Partikel wiederum in unseren Organismus. Gesund ist das nicht.

Warum wird Mikroplastik in Kosmetik verwendet?

Nicht nur die Verpackungen bestehen aus Plastik, auch im Produkt selber steckt mehr Kunststoff drin, als du denkst. Vielen Kosmetikartikeln werden gezielt Kunststoffpartikel zugesetzt, da sie dadurch bestimmte Eigenschaften erhalten. 

In Peelings und Zahnpasten wirken sie als Schleifmittel, in Shampoos vermindern sie die Knotenbildung und in Sonnencremes sorgen sie für eine weichere Textur. Aber wieso verwenden Hersteller überhaupt immer noch Plastikzusätze? Ganz einfach: Wegen der billigen Produktionskosten.

Mikroplastik in Kosmetik ist also ein ernstzunehmendes Problem, das mit wenig Aufwand verringert werden kann. Tausche deine Produkte einfach mit Kosmetik ohne Mikroplastik aus. 

Alternative Produkte ohne Mikroplastik:

Diese Inhaltstoffe weisen laut Greenpeace auf Mikroplastik hin: 

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Polyamide (PA, Nylon)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethyl methacrylate (PMMA)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethylene glycol (PEG)
  • Polyethylene terephthalate (PET) Polypropylene (PP)
  • Polypropylene glycol (PPG)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
  • Siloxane
  • Silsesquioxane

Mit Apps wie Codecheck oder Beat the Microbead kannst du durch Scannen herausfinden, ob deine Produkte Mikroplastik enthalten.

Titelbild: lycan/Unsplash 

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