LIEBESTÖTERWenn der Alltagsmüll die Beziehung erstickt

Die erste Verliebtheit ist vorbei, der Ernst einer festen Beziehung geht los. Geben Sie jetzt gut Acht, dass Ihr Liebesglück nicht vom Alltag gefressen wird. Wir verraten Ihnen die 10 häufigsten Beziehungskiller und was Sie dagegen tun können.

Tipps gegen den Alltagstrott in der Beziehung

Beziehungskiller: Böses Schweigen

Der Klassiker: Sie haben etwas an ihm auszusetzen, aber sagen es ihm nicht? Er soll gefälligst von alleine darauf kommen? Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, dass Ihr Freund Ihre Gedanken lesen kann. Schmollen oder böses Schweigen sind absolute Beziehungskiller! Am Ende sind beide genervt und wissen gar nicht wieso.

Erste Hilfe: Brabbeln!

Auch wenn er Sie noch so gut kennt, kann er nicht alles was in Ihrem Kopf vorgeht erraten. Teilen Sie ihm ihre Gedanken und Gefühle mit! Das muss nicht in einem vorwurfsvollen Ton geschehen. Vermeiden Sie also Anschuldigungen wie «Du vergisst immer...» oder «Nie machst du...» Der Ton macht die Musik und in der Ruhe liegt die Kraft! Sagen Sie im ruhigen Ton, was Sie betrübt und schildern Sie es aus Ihrer subjektiven Sicht. Zum Beispiel sollten Sie anstatt zu sagen «Du hilfst nie im Haushalt» lieber sagen: »Ich hab das Gefühl, die meiste Arbeit im Haushalt bleibt bei mir liegen.» Ihr Freund wird es Ihnen nicht übel nehmen.

Beziehungskiller: Auf guten Sex warten

In einer Beziehung gibt es Höhen und Tiefen. Das gilt auch im Bett. Wenn der Alltagsstress einkehrt, bleibt der Sex oft auf der Strecke oder wird zur lieblosen Pflichtübung. Das mit dem guten Sex wird sich schon wieder bei Gelegenheit ergeben, denken viele Paare. Achtung! Sie tappen damit in eine Beziehungsfalle. Wenn Sie Ihr Sexleben nicht aktiv in Angriff nehmen, können Sie lange warten.    

Erste Hilfe: Guter Sex ist planbar

Es klingt zwar unsexy, ist es aber nicht: Ein paar heisse Sex-Stunden in den Alltag einzuplanen wirkt wahre Wunder. Wenn Sie und Ihr Partner aber erst einmal wieder in Gang kommen, ist es ziemlich heiss. Und ein Indiz für eine starke Vertrautheit, die Sie beim Dating noch nicht hatten.

Beziehungskiller: Socken im Bett, News über Stuhlgang

Unter Ihrer Bettdecke ragen warme Wollsöckchen hervor? Oder weisse Tennissocken? Im Bett sind Socken Tabu. Denn Socken sind der Liebestöter Nummer eins, wenn es um Erotik im Schlafzimmer geht. Liebestöter Nummer zwei: News Ihres Liebsten über seinen Stuhlgang. Männer reden, wenn Sie sich bei Ihnen aufgehoben fühlen, gerne über Toilettenerzeugnisse. Bei Frauen brennt sich der Toilettenreport fies ins Gedächtnis ein. Ein absoluter Beziehungskiller!

Erste Hilfe: Socken aus, WC-Tür zu!

Wenn Sie beide im Bett kalte Füsse bekommen, können Sie sich mit einer Runde heissem Sex wieder aufwärmen. Wenn Ihr Liebster wieder erstaunt über sein Toilettenprodukt spricht, bringen Sie ihn zum Schweigen, denn das ist hier mehr wert als Gold. Reden Sie stattdessen über Fussball. Er wird Sie dafür lieben!

Beziehungskiller: Aus Mücken Elefanten machen

Hört das denn nie auf? Gerne machen wir wegen Kleinigkeiten grossen Terz. Sind seine Eigenarten wirklich so schlimm? Hatten Sie beim Dating noch die rosa Brille auf, laufen Sie jetzt mit der Lupe hintereinander her. Die guten Seiten des andern sind ausgeblendet. Das macht eine Beziehung auf Dauer kaputt! Es wird Zeit für einen Sichtwechsel!

Erste Hilfe: Kleine Erfolge mit Champagner feiern!

Machen Sie doch einfach aus schönen Mücken Elefanten! Wenn er von einem wichtigen Meeting nach Hause kommt, feiern Sie das mit einem Champagner. Haben Sie einen neuen Duschvorhang gekauft, zelebrieren Sie das mit Sex unter der Brause.

Beziehungskiller: Über den nervigen Alltag reden

Hast Du schon den Müll rausgebracht? Wann machen wir wieder einen Putztag? Nichts ist in einer Beziehung nerviger als Unterhaltungen über Alltägliches. Hatten Sie in der ersten Phase Ihres Kennenlernens noch Schmetterlinge im Bauch, haben Sie nun To-Do-Listen in der Hand. Lassen Sie sich nicht zu sehr davon einnehmen!

Erste Hilfe: Farbe in den Alltag bringen

Unternehmen Sie stattdessen eine Reise durch Vergangenes. Rufen Sie sich schöne Dinge, die sie erlebt haben, zurück ins Gedächtnis. Kleiner Trick: Basteln Sie aus Urlaubsfotos Collagen, die Sie eingerahmt an die Wand hängen. So haben Sie die schönen Dinge immer vor Augen. Unternehmen Sie aber auch heute etwas Aussergewöhnliches, an dass Sie sich bald zurück erinnern können: Ein Sternemenü in einem noblen Restaurant? Ein Retro-Date im Autokino? Lassen Sie den grauen Alltag hinter sich. So bekommt Ihre Beziehung wieder Farbe!

Beziehungskiller: Mamas Liebling

Es ist schön, wenn er seine Mutter respektvoll behandelt. Daran sehen Sie, dass er ein gutes Verhältnis gegenüber Frauen hat. Mischt sich die Schwiegermutter jedoch permanent in Ihre Angelegenheiten ein und äussert er oft Argumente wie «Meine Mutter findet auch, dass…», sollten bei Ihnen die Alarmglocken klingeln.

Erste Hilfe: Klären Sie die Fronten

Wenden Sie sich mit Ihrer Sorge keinesfalls direkt an Ihre Schwiegermutter. Ihren Freund könnte eine Anti-Mutti-Kampagne verletzen. Verbünden Sie sich stattdessen mit Ihrem Schwiegervater. Dem wird das Glucken-Verhalten seiner Frau womöglich auch aufgefallen sein. Ihr Schwiegervater kann Ihre Schwiegermutter jedoch am besten darauf ansprechen.

Beziehungskiller: Auf der Couch gammeln

Seien wir ehrlich, eine feste Beziehung landet früher oder später auf der Couch. Das kann auch schön sein. Aber übertreiben Sie es nicht. In der Couch zu versinken ist eine fatale Beziehungsfalle.

Erste Hilfe: Essen beim Lieblingsitaliener

Setzen Sie sich stattdessen Ziele, die beide nach draussen locken. Ein Abend im Kino oder bei Ihrem Lieblingsitaliener kann schon reichen. So kommen Sie öfter raus und erleben gemeinsam etwas.

Beziehungskiller: Strichliste für alles, was falsch läuft

In einer Beziehung kann man sich schnell verrennen. Am schlimmsten ist es, wenn Sie seine Delikte zählen. Viel zu schnell gewichten wir Fehler stärker als Erfolge. Das darf in einer Beziehung nicht passieren und ist somit ein fieser Killer.     

Erste Hilfe: «I like»-Button und kleine Liebesbotschaften

Richten Sie Ihren Blick wieder auf das Positive. Ignorieren Sie seine Ausrutscher. Stattdessen drücken Sie in Gedanken jedes Mal den «I like»-Button, wenn Ihnen etwas an ihm oder seinem Verhalten gefällt. Lassen Sie darüber hinaus hier und da kleine Liebesbotschaften fallen. Ein «Ich liebe Dich»-Post-it auf dem Kühlschrank. Eine romantische SMS. Bauen Sie sich gemeinsam ein Liebesnest voller kleiner Gesten.

Beziehungskiller: Seinen besten Kumpel stets im Gepäck

Es ist ja schön, wenn Sie sich mit seinen Freunden gut verstehen. Er soll schliesslich auch vor Ihren Freundinnen einen guten Eindruck machen. Aber wenn der beste Kumpel permanent dabei ist, kippt das die Romantik in Ihrer Beziehung!

Erste Hilfe: Kleines Präsent für seinen Homie

Schenken Sie seinem besten Freund doch eine «uneigennützige» Kleinigkeit wie z.B. Kinokarten für ihn und seine Freundin. Wenn das alles nichts nützt, vereinbaren Sie mit Ihrem Partner einen fairen Deal: Die beiden können einen Abend zusammen pokern, Sie machen am folgenden Tag mit ihm einen romantischen Wellnessabend.    

Beziehungskiller: Sich zu sehr auf ihn konzentrieren

Warum treibt uns ein fester Partner so schnell in den Wahnsinn? Das liegt daran, dass wir ihn so häufig sehen. Dadurch konzentrieren Sie sich permanent auf ihn. Was hat er jetzt gemeint? Was ist jetzt wieder mit ihm los? Wenn diese Fragen zu mehr als 50 % in Ihrem Kopf herumschwirren, sollten bei Ihnen die Alarmglocken klingeln.

Erste Hilfe: Reizendes Date mit Ihnen selbst!

Achten Sie nicht andauernd auf ihn. Pflegen Sie stattdessen die Liebe zu sich selbst! Nehmen Sie sich mehr Zeit für Ihre Träume, Wünsche und Interessen. Wenn Sie das machen, bekommt die Beziehung einen neuen Kick: Sie führen ein glückliches Leben, er kann Sie neu entdecken und verführen.

Foto: iStock, Thinkstock

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