Don't worry, be happy!Warum Glück eine Entscheidung ist

Glück ist weder ein Gefühl, noch ein Gedanke und erst recht kein Zufall. Es ist eine Entscheidung. Und die liegt bei Ihnen. Das ist ja das Glückliche.

«Glücklich sein» hat viele Komponenten

Es gibt eine Sache, nach der alle Menschen suchen. Dem Glück. Aber wo genau ist es? Wie sucht man es? Und ist es überhaupt verschwunden? Oft heisst es ja: Man finde das Glück in sich selbst. Wollen wir doch mal nachsehen – wir haben nämlich schon eine heisse Spur, der Sie folgen können.

Glück ist (körperliche) Materie

Und diese Spur führt uns zunächst zu unserem Körper. Genauer: Zu unseren Muskeln. Denn diese Kraftmaschinen des Körpers sorgen für mehr Power – nicht nur muskulär, sondern auch mental. Das predigen Forscher und Sportexperten schliesslich schon seit Jahren. Jüngste Studien von US-Forschern ergaben aber etwas noch Verblüffenderes. Sie fanden heraus, dass durch Bewegung das so genannte VGF-Gen aktiviert wird. Es ist an einen Botenstoff gekoppelt, der den Körper dazu bringt ein natürliches Anti-Depressivum auszuschütten. Selbst leichte Bewegung wirkt nach dieser Erkenntnis schon wie ein legales Glücks-Doping. Und es kommt noch besser: Die Forscher behaupten, dass die positive Wirkung von regelmässigem Sport sogar so weit geht, dass Bewegung einer medikamentösen Behandlung von Burnout-Patienten gleichkommt. Sport ist wie Medizin – nur ohne Nebenwirkungen.

Happiness ist eine Entscheidung

In den Muskeln steckt also das Glück. Aber ist das schon alles? Was ist mit unserm Kopf? Kann unsere kleine, graue Schaltzentrale vielleicht auch den Glücksmodus aktivieren? Auch das bejahen Experten. Glück ist machbar. Und zwar vom Kopf und leichter als man denkt: Man muss sich einfach nur bewusst dafür entscheiden glücklich zu sein. Den Beweis liefert Neurologe Richard Davidson: Anfang der 90er Jahre machte er ein Experiment. Er zeigte einer Gruppe von Probanden einen Film und mass dabei die Hirnströme der Teilnehmer. Er fand dabei etwas Erstaunliches heraus: Diejenigen, die sich vermehrt auf die guten und fröhlichen Szenen des Films konzentrierten und die traurigen Momente zwar wahrgenommen, aber nicht weiter durchdacht haben, schütteten ein hohes Mass an Glückshormonen aus. Die andere Gruppe, die sich mehr auf die traurigen Stellen des Films konzentrierte, litt mit den Schauspielern mit und erlebte keine Glückshormonausschüttung. Die Erkenntnis heisst also: Positives denken und eine bewusste Wahrnehmung glücklicher Momente, macht nachhaltig glücklich. Denn wer sich dafür entscheidet, dass das Glas halb voll ist, wird vom Hirn dafür belohnt. Und zwar mit einem prickelnden Cocktail aus Glückshormonen.

Happiness im Herzen

Körper und Geist sind also wahre Glücksbringer. Doch ohne eine dritte Komponente können wir nicht zu glücklichen Höchstleistungen auflaufen. Denn ein Hauptverantwortlicher des Glücks schlägt noch immer mitten in unserer Brust. Wir brauchen das Herz um happy zu sein. Positives, was auf zwischenmenschlicher Ebene geschieht, ist quasi ein Garant für gute Gedanken und noch bessere Laune. Vor allem körperliche Kontakte spielen hier eine Rolle. Küssen, Streichen und natürlich Sex führen zu einer verstärkten Bildung des Hormons Oxytocin. Es nimmt Stress und dient der Vertrauensbildung. Je mehr Oxytocin, desto näher kommen wir unserem Partner, desto geborgener fühlen wir uns und desto glücklicher sind wir.

Macht Geld glücklich?

Aber nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Nähe steht auf Fortunas to-do-Liste ganz weit oben. Die University of British Columbia hat nämlich bewiesen, dass Nächstenliebe sogar glücklicher macht als Reichtum. Laut Wissenschaft steigert Geld nämlich nur dann das psychische Wohlbefinden, wenn man es für Geschenke und Spenden ausgibt. Geben ist eben seeliger als Nehmen. Und abgesehen davon: Geld macht ohnehin nicht glücklich. Jedenfalls nicht dauerhaft. Beim Konsumieren erfährt man zwar einen kurzen, hormonbedingten Glücksrausch, dieser lässt jedoch so schnell wieder nach wie er gekommen ist. Die fatale Folge: Ein neuer Kick muss her. Man muss also wieder etwas kaufen. Und wieder und wieder. Und das alles nur für ein paar flüchtige Glücksmomente? Das lohnt sich nicht. Aber auch sparen lohnt sich nicht. Im Gegenteil: Menschen, die Millionen auf dem Konto haben, sind auch nicht glücklicher. Denn viel Geld bedeutet auch viel Verantwortung, Aufgaben und Sorgen, die man ohne Geld nicht hat. Glück ist eben nicht käuflich.

Glück ist Geschmackssache

Von Schokolade kennt es jeder: Essen kann glücklich machen. Und ja, die süsse Kalorienbombe steht auf der Happy-Liste ganz weit oben. Aber es gibt zum Glück auch gesunde Alternativen: Omega-3-Fettsäuren schützen beispielsweise vor Depressionen (zu finden in Nüssen und Fisch). Auch sauer macht lustig, am besten in Form von Vitamin C (vor allem in Zitrusfrüchten zu finden). Es dient nämlich als Katalysator für die Serotoninproduktion. Glück schmeckt man aber nicht nur mit dem Mund, sondern auch über die Nase. Längst bekannt ist, dass Aromen über die Atemwege direkt ins limbische System, dem Emotionszentrum des Hirns, wandern. Riechen wir etwas Vertrautes und Schönes, entstehen automatisch auch gute Gefühle. Garanten für ein erquickendes Duft-Doping sind süsse Aromen, wie Vanille und Karamell. Sie signalisieren dem Hirn ein wohliges Gefühl der Sättigung und Zufriedenheit. Netter Nebeneffekt: Man hat weniger Heisshunger auf Süsses. Wenn das nicht wahres Glück ist – was dann?

Glücks-Guide: 5 gute Gründe glücklich zu sein

  • Viele Schuhe sind besser als wenige: Orthopäden raten oft zwischen High Heels, Sneakers und Ballerinas zu wechseln. Das schont den Fuss. Und bringt das Glück direkt in den Schuhschrank.
  • Geld verdienen macht happy. Und das sogar mehr als ein Lottogewinn, fanden Forscher heraus.
  • Alles Fake: Auch Models sind nicht perfekt. Für die Retusche von Topmodels brauchen Grafiker oft Stunden.
  • Sonne macht Laune: Der Sommer ist da, die Sonne lacht – was kann es schöneres geben? Geniessen Sie dieses Zeit des Glücks.
  • Altruisten gehört die Zukunft: Es ist erwiesen: Wer sich um andere kümmert ist glücklicher.

Bild: iStock

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