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Tradition on the RocksDie 8 besten Drinks-Rezepte für eine Party mit Stil

Früher wurden Drinks nicht einfach mit Red Bull runtergespült, sondern bis zum letzten Tropfen zelebriert. Schwingt euch ins Cocktailkleid, schnappt euch eine Schale Schampus und taucht ein in eine stilvolle Ära der Trinkkultur. Wir servieren die 8 besten Drink-Rezepte zum Mitmischen.

Drink like Gatsby: Die besten Vintage-Drinks für eine stilvolle Party.

Aus einer Zeit, in der eine Zigarette noch mit Spitze geraucht und Damen die Tür aufgehalten wurde, stammt auch eine Trinkkultur, die noch echte Drinks, statt halbgaren Hugo Spritz bestellt hat. Ab „«five o’clock» war Cocktail-Time!

Die Drinks wurden in feinsten Kristall-Gläsern serviert, gemischt aus besten, vielleicht auch nicht immer ganz leichten Spirituosen und zelebriert bis zum letzten Tropfen. Vintage-Drinks sind Eleganz im Glas und damit Grund genug, sie wieder hinter dem Bar-Tresen hervor zu locken. Gerührt, geschüttelt und genossen: Die 8 besten Drinks-Rezepte für euch serviert und probiert.

Bloody Mary Rezept: Der Kater-Killer

Femelle Logo

Bild: cocktailbart/Unsplash

Angeblich ist der Bloody Mary das perfekte Gegengift für den Kater. Hut ab, vor denen, die ihn schon morgens runterkriegen. Alle anderen geniessen diesen klassischen Drink lieber am Vorabend als stilechten Kult-Klassiker.

Drink-Zutaten und Zubereitung

Als Zutaten werden 4 cl Wodka, 10 cl Tomatensaft, 2 cl Zitronensaft, 4 Spritzer Worcestershiresauce, 2 Spritzer Tabasco, etwas Salz und Pfeffer sowie Eiswürfel benötigt. Sämtliche Zutaten werden mit den Eiswürfeln in einen Shaker gegeben und kräftig gemixt. Anschliessend füllt man den Bloody Mary in ein Longdrinkglas mit neuen Eiswürfeln. Das Eis aus dem Shaker kann entsorgt werden.

Servier-Tipp

Die originale Eleganz dieses Drink-Rezepts fordert ein Stück Stangensellerie, die ins Glas gesteckt wird. Sieht super cool aus, schmeckt allerdings nicht jedem, denn der Sellerie gibt nämlich eine recht würzige Eigennote ab. Ausprobieren sollte man es trotzdem. Allein des Kults wegen!

Champager-Tower: Prickelnde Dekadenz

Sektpyramide

Bild: amoklv/iStock

Champager ist ladylike. Punkt! Bei einer echten Retro Cocktailparty führt daher kein Weg an dem edlen Tropfen vorbei. Noch besser und stilechter wird dieses Party-Drinks-Rezept, nur wenn wir die Champagner-Gläser wie in den Goldenen Zwanziger auftürmen. Der grosse Gatsby lässt grüssen.

Drink-Zutaten und Zubereitung

Alles was man braucht ist Champagner und Champagnerschalen. Hochstielige Gläser sind eine Erfindung der Neuzeit. In den 20ern wurde der Luxus-Sprudel noch aus dünnwändigen Schalen getrunken. Absolut stilecht und damit der Renner auf jeder Vintage-Cocktailparty wird Champager nicht in einzelnen Gläsern serviert, sondern in einem «Tower» eingeschenkt. Dafür stapelt man die Schalen pyramidenförmig zu einem Turm und giesst so viel Champager ins das obere Glas bis es überläuft und nach und nach die unteren Gläser füllt. Mehr Dekandenz geht nicht!

Servier-Tipp

Verwendet am besten weissen Champager. Er ist das Original und damit stilechter.

Gin Tonic: Bitte nicht mit Gurke!

Gin Tonic

Bild: CLFortin/iStock

Angeblich diente Gin Tonic in den 20er Jahren als Mittel zur Malaria-Bekämpfung. Was an dieser Legende wahr ist, weiss man bis heute nicht. Fest steht nur: Serviert man dieses Drink-Rezept in einem schweren Kristallglas mit grossen Eiswürfeln, sieht der Gin Tonic extrem retro und einfach cool aus.

Drink-Zutaten und Zubereitung

Die Zubereitung eines echten Gin Tonics ist denkbar einfach. Im Verhältnis eins zu drei wird erst der Gin in ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrinkglas gegeben und anschliessend mit Tonic Water aufgefüllt. Keine Gurke, kein Rosmarin, Schnickschnack. Ein Gin & Tonic ist ein Gin & Tonic ist ein Gin & Tonic, um es mit Gertrude Stein zu sagen. Mehr braucht es nicht!

Servier-Tipp

Klassisch steckt man dem Gin Tonic eine Limettenscheibe an den Glasrand. Wer mag, gibt die Zitrusfrucht auch in den Cocktail. Modern – und damit leider nicht vintage-tauglich – ist die Beigabe einer Gurkenscheibe geworden. Entgegen aller Tradition, mögen wir den Cocktail auch in farbigen Gläsern mit ein wenig Deko.

Vodka Martini: Anstossen wie 007

Martini

Bild: karandaev/iStock

Es ist der Running-Gag in jedem James Bond Streifen und für Vodka Martini-Fans Gesetz: Geschüttelt, nicht gerührt! So trinken echte Drink-Kenner ihren Vodka Martini. Und das hat einen legendären Grund: Ein Vodka Martini besteht aus grossen und kleinen Teilchen. Die Geschmacksmoleküle des Drinks sind die grossen Teilchen. Die Alkoholmoleküle sind dagegen klein.

Beim Schütteln sollen die grossen Teilchen an die Oberfläche gelangen. James Bond lässt sich also offenbar den Geschmack an die Oberfläche schütteln, weil er ein Geniesser ist. Vielleicht auch weil er immer auf dem Sprung ist und sowieso nur einen Schluck trinken kann bevor er die Bösen jagen muss.

Drink-Zutaten und Zubereitung

Die meisten Barprofis halten die Schütteltheorie übrigens für Nonsens. Was aber sicher gilt: Mit Eis geschüttelt statt gerührt, macht den Drink kühler. Und so geht's: In einem Shaker werden unter Zugabe von Eiswürfeln 2 cl Vodka mit 2 cl Martini verrührt und anschliessend in ein separates Glas mit Eiswürfeln gefüllt. Das Eis aus dem Rührglas kann entsorgt werden.

Servier-Tipp

Wirklich original ist das Drink-Rezept nur mit einer grünen Olive. Am besten spiesst man diese auf einem Cocktailstab auf und legt das Ganze quer über den Glasrand.

Manhattan: Der Edel-Aperitif

Manhattan

Bild: cislander/iStock

Es ist ein Aperitif, wie er klassischer nicht sein könnte. Der Manhattan empfängt seine Gäste bereits seit den 1870er Jahren zu einem netten Beisammensein. Angeblich wurde er zu Ehren von Winston Churchill erfunden.

Drink-Zutaten und Zubereitung

4 cl Whiskey werden mit 2 cl rotem Wermut und zwei Spritzern Angosturabitter, in einem mit Eis gefülltem Rührglas verrührt. Anschliessend gibt man das Ganze durch ein Barsieb in ein vorgekühltes Martiniglas. Wer es traditionell mag, nimmt dazu Rye Whiskey oder Bourbon Whiskey aus den USA. Auch kanadischer Whiskey liegt wieder im Trend und ist absolut stilecht. Während der Prohibition wurde der Manhattan aus Mangel an amerikanischen Spiritousen aus Canadian Whiskey gemixt.

Servier-Tipp

Am besten serviert man einen Manhattan als Aperitif. Eine rote Cocktail-Kirsche im Glas ist ein Muss bei einem echten Manhattan.

Whiskey Sour: Sauer macht lustig

Whiskey Sour

Bild: bhofack2/iStock

Sauer, süss und dabei irgendwie auch würzig. Der Whiskey Sour hat nicht nur geschmacklich einiges zu bieten, sondern auch in Sachen Tradition. Vor allem aus alten Schwarz-Weiss-Streifen ist das damalige Kultgetränk nicht wegzudenken. Historisch belegt ist, dass der Whiskey Sour schon 1870 gerne als Drink gereicht wurde.

Drink-Zutaten und Zubereitung

In einem Cocktailshaker werden 4 cl Bourbon Whiskey mit 3 cl Zitronensaft, einem Löffel Rohrzucker und Eis gemischt und anschliessend in ein Tumblerglas mit frischen Eiswürfeln gefüllt. Wer mag kann auch 1,5 cl Zitronensirup statt Zucker hinzugeben.

Servier-Tipp

Der Whiskey Sour wird on the rocks und frischen Zitronenscheiben serviert. Traditionell kann man dem Whiskey Sour Rezept auch Eiweiss hinzumischen, dann nennt man ihn auch Boston Sour. Dafür muss ein Ei getrennt und das Eiweiss mit der Gabel gut aufgeschlagen werden. Anschliessend kommt das Eiweiss ebenso wie die anderen Zutaten in den Shaker.

Tom Collins: Süss & Sündig

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Bild: viennetta/iStock

Weil dem Tom Collins Soda beigemischt ist, qualifiziert ihn das zum Long Drink. Er ist eine wunderbare Alternative zum Gin Tonic. Den originalen Tom Collins erkennt man daran, dass er aus einem gesüssten und damit ursprünglichen Gin hergestellt wird. Ausserdem wird er – entgegen sämtlicher Gerüchte – in seiner Originalversion gerührt. Nicht geschüttelt!

Drink-Zutaten und Zubereitung

Man füllt für dieses Drink-Rezept 5 cl Gin, 3cl Zitronensaft und 2 cl Zuckersirup in ein Longdrinkglas, rührt das Ganze vorsichtig um und füllt es anschliessend mit Soda auf. Zum Schluss wird der Drink noch mit einem Spritzer Angosturabitter abgerundet. Fertig ist der erfrischende Tom Collins!

Servier-Tipp

Um den Retro-Charakter des Cocktails perfekt zu machen, sollte er in einem stilechten Glas mit einer Zitrone und Maraschinokirschen serviert werden. Auf Flomärkten lassen sich oft schöne und gut erhaltene Vintage-Gläser finden.

Death in the Afternoon: Zu lecker zum Sterben

Death In The Afternoon

Bild: bhofack2/iStock

Edel geht die Welt zu Grunde. Und wenn wir schon für etwas sterben, dann für diesen unheimlich köstlichen Drink. 

Zutaten und Zubereitung

Man füllt 4 cl Absinth in ein Martini-Glas, legt einen mit Angostura getränktes Stück Würfelzucker in die Glasmitte, füllt das Ganze mit Champagner auf und schmilzt dahin!

Servier-Tipp

Das sprudelnde Drink-Rezept braucht ein Glas mit grosser Oberfläche. Alternativ zum Martini-Glas käme daher auch eine Champagner-Schale in Frage.

Bilder: Warner Bros Pictures, iStock

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