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Gut zu wissenWas dein Ausfluss über deinen Zyklus verrät

Steht gerade der Eisprung oder die nächste Periode an? Das Auftreten, die Konsistenz und die Farbe des Zervixschleims hilft uns zu wissen, wo wir uns in unserem Zyklus befinden.

Mädchen liegt auf dem Sofa und hält sich den Bauch

Der vaginale Ausfluss, im Fachjargon Zervixschleim genannt, ist ein Sekret, das in den Schleimdrüsen im Gebärmutterhals gebildet wird. Der Schleimpfropf verschliesst den Muttermund und schützt die Gebärmutter vor Bakterien. An fruchtbaren Tage ist es ebenso die Funktion des Zervixschleims, Spermien zur Eizelle zu befördern. 

Die Menge und Konsistenz des Ausflusses verändern sich während des Zyklus, was uns hilft zu verstehen, in welcher Phase wir uns gerade befinden, wann unsere fruchtbaren Tage stattfinden und wann die nächste Menstruation ansteht.

Phase 1: Nach der Mens

Wenn die Periode zu Ende geht verschliesst sich der Gebärmuttermund, die Vagina fühlt sich trocken an. Kaum sicht- und spürbar entsteht jedoch ein undurchsichtiger Schleim. Dieser ist für Spermien besonders undurchdringlich, eine Art Barriere, und bedeutet keinen einfachen Weg zur Gebärmutter.

Phase 2: An fruchtbaren Tagen

Der Östrogenspiegel steigt, der Zervixschleim ist reich an Eiweissen, Salz und Glukose. Der Ausfluss wird flüssiger und am Scheideneingang deutlich bemerkbarer. Er ist glasig, spinnbar und hat eine weissliche Farbe. Seine Konsistenz gibt Spermien eine ideale Umgebung, sich ungehindert zur Gebärmutter durchzuschlagen. Die Barriere ist offen.

Phase 3: Nach dem Eisprung

An unfruchtbaren Tagen nimmt die Menge des Zervixschleims wieder ab. Nach dem Eisprung fühlt sich der Ausfluss cremiger und klumpiger an. Seine Farbe wird undurchsichtig und dunkler, weisslich bis gelblich.

Phase 4: Vor der Mens

Die Vagina fühlt sich wieder trocken an. Der Schleim zeigt sich klebrig. Es ist das Zeichen, dass die nächste Periode bevorsteht. Der weibliche Zyklus beginnt wieder von vorne an.

Es muss aber auch gesagt werden: Jede Frau hat ihren eigenen Rhythmus – Abweichungen sind ganz normal. Diese Anzeichen sind für Rückschlüsse auf den eigenen weiblichen Zyklus sehr hilf- und lernreich, sowohl um die fruchtbaren als auch unfruchtbaren Tage einzugrenzen. Sie sollten aber nicht als einzige Methode zu Verhütungszwecken angewendet werden.

Titelbild: pexels

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