Relaxing Ein Wochenende mit Raw Luxury – und plötzlich war alles still
Eigentlich wollten wir bloss einen kurzen Absatz über unser Wellness-Wochenende schreiben. Doch dann kamen die Berge, der Pool, der Gong. Und plötzlich war alles still – auch in uns.
Manchmal passiert es einfach: Wir steigen aus dem Zug, checken in ein Hotel ein – und vergessen die Welt. Keine To-dos, keine Storys, kein journalistischer Ehrgeiz. Nur Stille, Wärme und das leise Gefühl, endlich angekommen zu sein.
So ging es uns im Kempinski Palace Engelberg, wo wir ein Wochenende lang eintauchten: in das Spa, in die Berge, in eine Art von Entschleunigung, die sich fast nicht beschreiben lässt. Und deshalb genau das tut, was ein guter Rückzugsort tun sollte – uns aus dem Kopf holen, hinein in den Körper.
Schon beim Betreten des einzigen Fünf-Sterne Hotels im Ferienort wird klar: Hier trifft alpine Grandezza auf die zurückhaltende Eleganz der Schweiz. Kein Protz, kein Pomp, sondern klare Linien, viel Holz und noch mehr Ruhe. In den Zimmern: viel Platz, lichtdurchflutete Bäder, charmante Verbindungstüren – und Balkone, auf denen man das Dorfleben beobachten kann. Vor den Fenstern: der Dorfplatz mit Boccia-spielenden Einheimischen, spielenden Kindern und flanierenden Spaziergängern – und dahinter, fast überirdisch schön: die Zentralschweizer Berge.
Doch es war das Spa, das uns endgültig zum Verstummen brachte. Ein 880 Quadratmeter grosser Ort der Erholung, mit beheiztem Infinity Pool, Whirlpool und dem Sauna-Bereich. Wir lagen stundenlang im Wasser oder in weichen Liegen, blätterten endlich wieder in Büchern – und liessen uns treiben, ganz ohne Ziel.
Der Höhepunkt: das Sound Bath mit Salty Zone by Deborah Seligner, bei dem Klangschalen direkt auf dem Körper platziert werden. Um uns ertönt der feine, durchdringende Klang der verschiedenen Klangkörper. Ihre Vibration reicht bis in die Zehenspitzen. Gedanken? Fehlanzeige. Worte? Überflüssig. Nur Klang – und wir mittendrin.
Wir haben versucht, uns zu erinnern, was genau uns in diesem Moment so berührt hat. War es der Blick auf die schneebedeckten Gipfel beim Eintauchen ins warme Wasser? War es das Gefühl von Zeitlosigkeit? Oder das erste Mal seit Langem, dass niemand etwas von uns wollte – auch wir selbst nicht?
Vielleicht war es all das zusammen. Ein Wochenende, das nicht mit Erlebnissen gefüllt war, sondern mit Raum. Raum zum Durchatmen. Raum zum Nichtstun. Raum, den wir nicht mit Content gefüllt haben – und gerade deshalb mit nach Hause nehmen konnten.
Und ja, natürlich gäbe es vieles aufzuzählen: das Dinner im Cattani, den freundlichen Service, die kleinen Details im Design. Aber das alles tritt in den Hintergrund, wenn der eigentliche Luxus ein Zustand ist. Einer, den wir nicht fotografiert haben. Nur gespürt.





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