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Genderfreie Erziehung?Emily Ratajkowski teilt ihre Sorgen zum Muttersein

Das Model Emily Ratajkowski ist Mama geworden. Neben den Veränderungen ihres Körpers macht sie sich auch über die Erwartungen der Gesellschaft an das Geschlecht ihres Babies Gedanken.

Emily Ratjakowski über ihre Gedanken zu Genderstereotypen und zum Mutter werden.

Wir alle kennen diese Videos von Instagram oder TikTok: Werdende Eltern lassen einen Luftballon platzen und rosa oder blaues Konfetti rieselt herab. Die Eltern erfahren so das biologische Geschlecht ihres Kindes. «Wollt ihr ein Mädchen oder einen Jungen?», lautet eine der ersten Fragen, die auch Emily Ratajkowski zu hören bekam.

«Wir antworten darauf, dass wir das Geschlecht nicht erfahren, bis unser Kind erwachsen ist und es uns wissen lässt», sagte Emily Ratajkowski, auch bekannt als Emrata, während ihrer Schwangerschaft. Daraufhin ernten sie und ihr Ehemann Sebastian Bear-McClard Gelächter oder zumindest ein Schmunzeln – denn das ist eine doch recht ungewöhnliche Antwort, in unserer heteronormativen Gesellschaft.

In einem Artikel für die British Vogue setzt sich Emrata mit den Sorgen und Erwartungen auseinander, die das biologische Geschlecht auf Eltern, aber vor allem auf Kinder projiziert. Mädchen müssen lernen, wie wertvoll ihre Schönheit ist, Jungs denken sie seien unbesiegbar und dürfen keine Angst haben. Die Erwartungen an Menschen unterscheidet sich je nach Geschlecht. So, wie die Lebenserfahrungen auch.

«Wir sind nicht schwanger, ich bin es»

«Eine Schwangerschaft ist von Natur aus einsam. Etwas, das eine Frau alleine macht», sagt sie. Denn auch, wenn werdende Väter in süsser Absicht gerne sagen: «Wir sind schwanger», die Realität sieht anders aus. Die Väter haben keine physischen Symptome in der Schwangerschaft. Es ist der Körper einer werdenden Mutter, der sich verändert. Der ein Kind in sich heranwachsen lässt und es zur Welt bringt. Diese Lebenserfahrung werden Väter nicht machen.

Natürlich ist das biologische Geschlecht der erste Hinweis darauf, wer die Person sein könnte, die in einem heranwächst – und das ist einfach spannend. Man bekommt eine Idee, eine Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen könnte. Es ist verlockend das biologische Geschlecht zu erfahren, eine Gender Reveal Party zu feiern und passendes Spielzeug zu kaufen – doch damit gehen so viele Erwartungen und Klischees einher.

«Ich möchte die Art von Mutter sein, die ihrem Kind erlaubt, sich mir zu zeigen.» In der Realität weiss sie aber, dass ein Baby in unserer Welt mit Gender-Stereotypen konfrontiert ist, noch bevor es geboren ist. Es bleibt abzuwarten, auf welche Weise das Model ihr Vorhaben bei ihrem Kind Sylvester Apollo Bear umsetzt.

Titelbild: Shutterstock

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