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No meat? No problem!Erbsenprotein: Endlich Ersatz für tierisches Eiweiss?

Proteine sind wichtig, aber leider sind sie oft tierischen Ursprungs. Wer eine vegetarische Alternative sucht, könnte mit Erbsenprotein gut beraten sein. Jedenfalls, wenn er einen wichtigen Trick kennt.

Erbsenprotein: Endlich eine gute Alternative zu Fleisch?

Proteine sind wichtig für Erhalt und Aufbau von Muskeln, für die gesamte Hormonaktivität und sogar für unsere Hirnfunktion. Ausserdem sind sie ein wichtiger Bestandteil bei einer Low-Carb-Ernährung. Proteine machen lange satt und werden von den meisten Menschen gut vertragen. Einen Haken gibt es aber dennoch: Die meisten Proteine unserer Ernährung sind tierischen Ursprungs. Doch genau diesem Umstand will einer neuer Food-Trend nun ein Ende setzen: Erbsenprotein gilt als DIE Alternative zu klassischen Eiweissquellen.

Was ist Erbsenprotein eigentlich?

Der Name sagt eigentlich schon alles. Erbsenprotein ist der natürliche Eiweissgehalt, der in Erbsen vorkommt. Mit rund sieben Gramm Eiweiss pro 100 Gramm Erbsen gilt die grüne Hülsenfrucht als echter Super-Lieferant der wertvollen Eiweisse. Zum Vergleich: Tofu galt bisher als eine der besten pflanzlichen Proteinquellen und verfügt mit 8 Gramm Eiweiss über fast denselben Proteingehalt. Reines Erbsenprotein wird aus getrockneten Erbsen gewonnen und als Pulver aufgearbeitet. Das Besondere dabei: Nach der Trocknung steigt der Proteingehalt der Erbse sogar noch weiter und erreicht einen Wert von mehr als 20 Prozent. Durch das Extrahieren werden zudem Kohlenhydrate minimiert, so dass man am Ende über reines Pflanzeneiweiss verfügt.

Warum Erbsenprotein? Das ist der besondere Vorteil

Erbsenprotein eignet sich für alle, die tierische Eiweisse reduzieren wollen. Sei es aus Überzeugung oder zum Vermeiden tierischer Fette: Erbsenprotein bietet endlich eine grüne Alternative zu gewöhnlichen Protein-Quellen. Doch damit nicht genug. Erbsenprotein ist unter ernährungsbewussten Food-Lovern noch wegen einer anderen Eigenschaft beliebt: Es macht nämlich langanhaltend satt. Anders als viele andere Pflanzenproteinen hält das Sättigungsgefühl über Stunden an.

Umwelt-Bonus: Erbsenproteine sind öko

Und nicht nur wer auf grüne Ernährung, sondern auch wer auf eine grüne Lebensweise achtet, ist mit Erbsenprotein gut beraten. Für den Anbau von Erbsen wird nämlich deutlich weniger Wasser benötigt als für die klassische Fleischproduktion. Ausserdem reichern Erbsen den Boden zudem mit wertvollem Stickstoff an, wodurch künstliche Düngemittel überflüssig werden.

Wie schmeckt Erbsenprotein?

Erbsenprotein kann seinen Ursprung nicht leugnen. Sein Geschmack ist zwar mild, erinnert aber deutlich an Erbsen. Für die Zubereitung vieler herzhafter Speisen wie Suppen, Brot oder Auflauf eignet sich der natürliche Pflanzenextrakt sehr gut. Wer Erbsenprotein für die Zubereitung von Smoothies, Joghurt oder anderen Süssspeisen nutzen will, sollte stets ein spezielles Süssungsmittel oder jedenfalls Vanilleextrakt hinzumischen, um den typischen Eigengeschmack zu neutralisieren.

Wichtig: Was du unbedingt wissen musst

Natürliche Eiweisse setzen sich aus komplexen Aminosäure-Strukturen zusammen. Da Erbsenprotein eine dieser Aminosäuren nämlich Methioni fehlt, gilt das Naturprodukt nicht als vollständiges Eiweiss. Das bedeutet für uns: Erbsenprotein ist zwar eine gute Eiweissquelle, sollte aber nicht die einzige sein. Für eine umfassende Eiweiss-Versorgung hilft daher ein Trick: Kombiniert man Erbsenprotein mit anderen Eiweissquellen, beugt man einem Mangel an Methionin vor. Wer diesen Umstand beherzigt, kann ansonsten nicht viel falsch machen. Erbsenprotein ist ein echter Alleskönner.

Titelbild: LikeMeat/Unsplash

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