French Open mal anders Skandale, Ausrufe, Frauen – so kanntest du das French Open noch nicht

Roland Garros 2024 – ein Highlight im Tennis-Kalender, doch nicht nur wegen der sportlichen Höchstleistungen. Die French Open sind auch Schauplatz von Skandalen und dramatischen Zwischenfällen, die für reichlich Gesprächsstoff sorgen.

French Open: Tennisspieler auf rotem Sand
Tennis kann manchmal ganz schön mit den Emotionen spielen. © FilippoBacci / E+ / Getty Images

Die French Open, auch bekannt als Roland Garros, ziehen jedes Jahr Tennisfans aus aller Welt nach Paris. Doch neben den packenden Matches und sportlichen Höchstleistungen gibt es auch eine andere Seite des Turniers: Skandale, Wutausbrüche und politische Statements sorgen für Schlagzeilen. Von Irina-Camelia Begus Schlägerwurf, der fast ein Kind traf, bis zu Novak Djokovics politischer Botschaft auf der Kamera – die letzten Jahre waren voller dramatischer Momente. Auch die Kontroversen um Schiedsrichterentscheidungen und persönliche Skandale wie die Missbrauchsvorwürfe gegen Alexander Zverev lassen das Turnier immer wieder in einem neuen Licht erscheinen.

Hier sind einige der bemerkenswertesten Vorfälle, die Roland Garros in den letzten Jahren geprägt haben.

 Wutausbrüche und Unsportliches Verhalten

Tennis ist ein Spiel der Emotionen, und manchmal gehen diese mit den Spielern durch. Ein bemerkenswerter Vorfall ereignete sich bei den French Open 2022, als die 63.-platzierte Irina-Camelia Begu ihren Schläger so wütend warf, dass er in die Zuschauermenge flog und beinahe ein Kind traf. Trotz einer Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens durfte sie weiterspielen. Andrey Rublev sorgte ebenfalls für Schlagzeilen, als er in einem Wutanfall einen Ball schlug, der fast einen Platzwart traf, und dafür verwarnt wurde.

Auch Nick Kyrgios ist bekannt für seine hitzigen Ausbrüche. Bei den Indian Wells im März 2022 schlug er seinen Schläger so hart auf den Boden, dass er beinahe einen Balljungen traf. Denis Shapovalov wiederum beschimpfte das Publikum beim Italian Open mit den Worten «Shut the f--- up», nachdem ihn die Fans ausgebuht hatten. Alexander Zverev machte ebenfalls von sich reden, als er nach einer Niederlage im Doppel bei einem Turnier in Acapulco seinen Schläger gegen den Stuhl des Schiedsrichters schlug. Er wurde disqualifiziert und mit einer Geldstrafe von 40'000 US-Dollar belegt, entging jedoch einer Sperre.

 Politische Statements

Politik und Sport sind oft eng miteinander verknüpft, wie Novak Djokovic bei den French Open 2024 zeigte. Nach seinem Erstrundensieg schrieb er eine politische Botschaft auf die Kamera: «Kosovo ist das Herz Serbiens. Stoppt die Gewalt.» Dies bezog sich auf die jüngsten Unruhen in Kosovo und sorgte für viel Aufsehen und Diskussionen.

Kontroversen um Schiedsrichterentscheidungen

Schiedsrichterentscheidungen können den Verlauf eines Matches erheblich beeinflussen, wie Holger Rune bei den French Open 2023 erlebte. Eine Kontroverse entbrannte, als der Schiedsrichter einen Doppelsprung nicht bemerkte und Rune dadurch profitierte. Dies führte zu heftigen Diskussionen und warf Fragen zur Fairness auf.

Persönliche Skandale

Neben den sportlichen Herausforderungen müssen sich Spieler auch mit ihrem Privatleben auseinandersetzen. Alexander Zverev steht im Mittelpunkt von Missbrauchsvorwürfen, die von seiner Ex-Freundin Brenda Patea erhoben wurden. Sie behauptet, er habe sie während eines Streits im Mai 2020 körperlich misshandelt. Zverev bestreitet die Vorwürfe und hat gegen eine Geldstrafe von 450'000 Euro Berufung eingelegt.

Umpire-Kontroversen

Auch die Schiedsrichter selbst sind nicht frei von Kritik. Cameron Norrie kritisierte einen Schiedsrichter, der ihn während eines Matches wegen eines angeblichen «Hindernisses» bestrafte, was seiner Meinung nach nur ein Grunzen war. Diese Entscheidung veränderte den Verlauf des Matches erheblich und führte zu einer intensiven Diskussion über die Rolle und Entscheidungen der Schiedsrichter.

Verhaltensauffälligkeiten

Der französische Spieler Terence Atmane sorgte für Aufsehen, als er in Frustration einen Ball in die Zuschauermenge schlug und knapp einer Disqualifikation entging. Der Vorfall wurde als Bevorzugung eines lokalen Spielers interpretiert, was weitere Diskussionen über Fairness und Gerechtigkeit bei den French Open entfachte.

Fazit: Die French Open sind nicht nur ein Turnier voller sportlicher Highlights, sondern auch eine Bühne für Dramen und Skandale. Diese Vorfälle zeigen, dass Tennis mehr ist als nur ein Spiel – es ist eine Welt voller Emotionen, Kontroversen und menschlicher Geschichten. Bleibe dran, denn auch 2024 verspricht, ein Jahr voller Überraschungen und spannender Ereignisse zu werden.

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