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Gleichberechtigung!Warum ist intersektionaler Feminismus wichtig?

Was unterscheidet Feminismus von intersektionalem Feminismus? Wir erklären, was hinter dem Begriff steckt und weshalb nicht nur Sexismus eine Rolle in der Diskriminierung spielt.

Was genau ist eigentlich intersektionaler Feminismus?

In den letzten Jahren rückten feministische Demonstrationen zunehmend kritisch in den Fokus. Der Vorwurf besteht darin, dass priviligierte cis Frauen auf die Strasse gehen, für die Gleichstellung der Geschlechter einstehen, dabei aber marginalisierte Gruppen ausschliessen.

Denn nicht nur Sexismus spielt bei der Diskriminierung eine Rolle. Den Begriff des «intersektionalen Feminismus» prägte die Anwältin und Bürgerrechtlerin Kimbérle Crenshaw. «Wir neigen dazu, über Ungleichheit aufgrund von Rassifizierung zu sprechen, als sei sie getrennt von Ungleichheit aufgrund von Geschlecht, Gesellschaftsschicht, Sexualität oder Einwanderungsgeschichte», sagt sie. «Was dabei fehlt ist das Verständnis, dass manche Menschen all diesen Ungleichheiten ausgesetzt sind.»

Was ist intersektionaler Feminismus?

Der intersektionaler Feminismus erkennt an, dass ein Mensch nicht nur aus einem Grund, sondern aus mehreren Gründen diskriminiert wird. Zum Beispiel hat eine weisse, ausgebildete heterosexuelle Frau ohne körperliche Einschränkungen andere Sorgen, als eine Frau, die von keinen solchen Privilegien profitiert.

Intersektionale Feminist*innen nehmen verschiedene Perspektiven ein.

Intersektionale Feminist*innen nehmen verschiedene Perspektiven ein.

Es stimmt, dass es weniger Frauen in Führungspositionen gibt. Es gibt aber noch weniger Frauen of Color in Führungspositionen. Frauen verdienen in der gleichen Position weniger, als Männer. Aber ungleiche Bezahlung tritt auch zwischen einer weissen Frau und einer Person of Color auf und dessen muss man sich bewusst werden.

Warum muss Feminismus intersektional sein?

Wenn dein Feminismus nicht intersektional ist, reproduziert und verschiebt es das patriarchale Muster nur. Viele marginalisierte Gruppen werden dabei ignoriert. Feminismus kann deshalb nicht alleine gedacht werden, sondern steht in direkter Verbindung mit Kapitalismus, Rassismus, Imperialismus und Patriarchat. Wie bei einer Kreuzung, werden soziale Kategorien als «Strassen» gedacht, Gründe für eine Diskriminierung sind miteinander verwoben.

Wie bekämpft man Sexismus?

Um Sexsismus entgegenzuwirken, müssen sich auch weisse Frauen ihrer Privilegien bewusst werden. Es geht nicht nur um die Missstände von Cis Frauen, der intersektionale Feminismus nimmt hierbei verschiedene Perspektiven ein. Der Marginalisierung von transgender, intersexuellen und nicht-binären Personen, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, People of Color und anderen, wird hierbei entgegengewirkt.

Titelbild und Bilder: Pexels

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