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SoulkitchenPlatzsparende Ideen für kleine Küchen

Die grössten Partys finden in den kleinsten Küchen statt. Jedenfalls dann, wenn man den Raum optimal ausnutzt. Wir sagen Platz und Ordnung statt mehr Quadratmeter. Wie das geht und erst noch hübsch aussieht, verraten wir in unseren neun Ideen für kleine Küchen mit Seele.

Kleine Kueche einrichten

Alles im Leben ist eine Frage der Betrachtung. Das ist bei kleinen Küchen nicht anders. Ärgern Sie sich nicht, wenn Ihre Kochstelle nur wenige Quadratmeter vorweisen kann. Sie hat dafür andere Qualitäten. In kleinen Küchen ist es beispielsweise ohne viel Zutun gemütlich. Es muss nicht erst eine künstliche Behaglichkeit durch indirekte Lichtquellen oder putzintensive Deko geschaffen werden.

Auch musst du dich in einer Mini-Küche keine Gedanken um die Funktionalität machen, es liegt ohnehin immer alles in Griffweite. Freunde dich also mit deiner Zwergen-Küche an. Denn nur, wenn du ihr wohl gesonnen gegenüberstehen, wirst du sie auch optimal einrichten und ideal und köstlich nutzen können. Fange doch gleich damit an!

Raus mit dem Schnickschnack!

Platz sparen ist bei charmanten Kleinküchen das Topthema. Schlage dabei doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und spare neben Platz auch teure Energie. Hierfür musst du einfach nur eine wohl überlegte Auswahl treffen, welche Geräte du unbedingt benötigst oder, ob manche dieser Technik-Tools durch geschickte Alternativen nicht obsolet werden. Eine Mikrowelle spart sich beispielsweise derjenige, der Gerichte im Topf erhitzt.

Tipp: Damit nichts anbrennt, gibst du immer einen Schluck Wasser in den Topf, ehe du ein Gericht erwärmst. Ebenfalls zu bedenken gilt: Ein Geschirrspüler ist zwar nützlich, er muss aber nicht unbedingt eine Breite von 60 cm vorweisen. Single-Geschirrspüler sind kleiner, verbrauchen weniger Energie und sind für einen Einpersonenhaushalt ohnehin sinnvoller. Überlege zudem, ob es wirklich notwenig ist einen platzraubenden Gefrierschrank zu haben. Solltest du ohnehin nicht viel in den Froster tun, ist eine Kühl-Gefrier-Kombination oft viel effizienter.

Oben nie ohne: Höhen nutzen

In kleinen Küchen zählt jeder Zentimeter. Vor allem in den Höhen unterschätzen die Meisten, welchen Stauraum kleine Küchen bieten. Idealerweise wählst du solche Schränke, die bis unmittelbar unter die Decke reichen. Ist dies nicht möglich, weil beispielsweise bereits Küchenschränke verbaut sind, musst du deshalb nicht auf den wertvollen Platz verzichten.

Nutze die freien Flächen auf den Schränken, indem du darauf flache Körbe oder Kästen platzieren. Darin können Utensilien gelagert werden, die du nicht oft nutzst, wie beispielsweise dekorative Stoffservierten oder das feine Silberbesteck von der Grossmutter.

Gut abgehangen: Wände werden Nutzflächen

Stauraum findet sich nicht nur in Schränken und Schubladen. Kreative Köpfe wissen auch flache Wände effektiv zu nutzen. Hängekörbe und -halterungen entlasten Schränke und Regale. Schlichte Wandleisten mit Haken und diversen anderen Aufhängevorrichtungen, befreien überfüllte Besteckschubladen von Kochlöffeln, Kellen und andern platzraubenden Werkzeugen. Praktisch sind auch Magnetleisten, die neben dem Kochfeld an die Wand angebracht sind. Hieran haften Kochmesser in griffbereiter und platzsparender Umgebung.

Übrigens: Solche speziellen Leisten müssen nicht teuer angeschafft, sondern können leicht selbst gemacht werden. Magnetsreifen, Haken und Holzleisten findest du in jedem Baumarkt.

Export: Besteck gehört auf den Tisch  

Wer sparen will, darf nicht konventionell denken. Sei kreativ! Eine Möglichkeit kleine Küchen von ihrer Enge zu befreien ist es, Schubladeninhalte auf offener Fläche zu lagern. Eine clevere Idee ist es, das Essbesteck und eventuell Servierten in hübschen Gefässen auf den Küchentisch zu stellen. Das spart Platz, ist eine nette Deko und insofern praktisch, als dass sich jeder Gast direkt bedienen kann.

Platz nehmen und Platz sparen

Wer gemütlich Platz nehmen will, kann gleichzeitig selbigen sparen, indem er statt opulenter Essstühle eine lange und gesellige Holzbank an den Esstisch stellt. Bietet deine Mini-Küche sogar hierfür zu wenig Raum, können auch integrierte Möbel und Flächen clever umfunktioniert werden. Besonders gemütlich sind zum Beispiel Fensterbänke, die durch weiche Kissen zu einer gemütlichen Sitznische umgestaltet werden.

Arbeitsfläche gibt es überall

Damit in kleinen Küchen grosse Gerichte gezaubert werden können, solltest du an einer Stelle keinesfalls sparen – nämlich an der Grösse der Arbeitsfläche. Küchenprofis bemessen diese mit Minimalmassen von 60 cm in der Breite und einer ebensolchen Länge. Versuche dieses Minimum einzuhalten und rauben dir keinen Arbeitsplatz, indem du die Freifläche mit Deko oder Gerätschaften voll stellst.

Um in kleinen Küchen eine idelae Ausnutzung der Fläche zu ermöglichen, bieten grosse Arbeitsbretter clevere Lösungen. Diese können einfach über die Spüle oder den Herd gelegt werden, um den Platz im Handumdrehen zu erweitern. Manche dieser Bretter sind sogar mit speziellen Haken oder Verankerungen versehen, damit sie sich leicht an der Spüle befestigen lassen. Auch Schneidebretter mit rutschfesten Unterseiten sind ideal, um das Kochfeld kurzzeitig in eine Arbeitsfläche zu verwandeln.

Sesam öffne dich: Schiebetüren sparen Platz

Offene Wohnküchen sind zwar modern und gesellig. Der Vorteil an separaten Küchen mit verschliessbaren Türen ist aber, dass man Unordnung und Gerüche störungsfrei einschliessen kann. Herkömmliche Türen schotten alles ab, was man nicht sehen oder riechen möchte, sie fressen dabei allerdings auch unnötig viel Platz.

Wer seiner kleinen Küche mehr Platz bieten will, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe, indem er die herkömmliche Tür einfach durch eine Schiebetür ersetzt. Versenkbare Türen lassen sich in jedem Baumarkt kaufen und sogar leicht selbst einbauen. Tipp: Um die kleine Küche durch mehr Helligkeit und Tageslicht grösser wirken zu lassen, wählt man die Schiebetür idealerweise aus Glas.

Kleine Küchen grösser pinseln

Farben transportieren nicht nur Emotionen, sie können auch Eindrücke und Grössenverhältnisse massgeblich formen. Je kleiner die Küche, desto wichtiger ist es mit effektvollen Farbgebungen zu arbeiten. Grundsätzlich gilt dabei, dass helle Töne eine optische Weite, Helligkeit und Raum schaffen und kleine Küchen auf diese Weise grösser wirken lassen.

Wem es nicht gefällt, die gesamte Küche in sich ähnelnde, blasse Akzente zu tauchen, der kann zwar auch dunkle Farbakzente setzen, achtet dabei aber darauf, dass nur solche Möbel, in dunkle Farben getüncht werden, die nicht höher, als 120 cm. Die Oberschränke sollten stets in hellen Farben gehalten werden, um dem ohnehin kleinen Raum nicht weiter optisch einzuengen.

Weniger ist mehr: Je schlichter, desto grösser

In einer Küche, in der gearbeitet wird, ist es ohnehin schwer Ordnung zu halten. Das Problem wird grösser, je kleiner die Küche ist. Um eine optische Grosszügigkeit zu erreichen ist es insofern besonders wichtig, dass von den Küchenmöbeln selbst eine ruhige Erscheinung ausgeht.

Kleine Küchen wirken grösser, grosszügiger und aufgeräumter, wenn sie eine schlichte Optik besitzen. Idealerweise steht nicht viel Dekoration herum, die Farben wurden einheitlich gewählt und es wurde auf unruhige Details (wie Zierleisten oder opulente Türgriffe) verzichtet.

Übrigens: Auch durch die Beschaffenheit der Fronten lassen sich kleine Küchen grösser mogeln. Je glänzender die Oberflächen sind, desto grösser und prachtvoller wirkt die Küche. Bei so viel Glanz und grosszügigem Charme bleibt nur noch eines zu hoffen: Nämlich, dass du mit deinen Kochkünsten mindestens genauso glänzen kannst wie mit deinen Einrichtungsideen.

Titelbild: Unsplash

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