Österreichische DessertsDiese Schmankerl machen der Sachertorte Konkurrenz

Schon die österreichischen Kaiser liebten die süssen Schmankerl der österreichischen Küche. Sachertorte, Kaiserschmarren oder Marillenknödel – die österreichischen Desserts können mit unseren locker mithalten.

Österreichische Desserts: Diese Schmankerl machen der Sachertorte Konkurrenz

Ganz klar: Die Wiener Sachertorte, ein Schoggikuchen mit Aprikosenkonfi (in Österreich Marillenmarmelade genannt) und Schokoladenglasur ist ein österreichischer Klassiker. Zahlreiche Touristen besuchen täglich das edle Hotel Sacher in der Wiener Innenstadt, um ein Stück der saftigen Torte zu ergattern. Natürlich nur in Kombi mit einem Kaffee und ganz viel frischem Schlagrahm, den man in Österreich Schlagobers nennt.

Die Sachertorte ist sogar im Register der traditionellen Lebensmittel eingetragen. Dort sammelt ein österreichisches Ministerium bestimmte Esswaren als Kulturgut. Und zugegeben: Dabei handelt es sich bei diesem Schoggikuchen auf jeden Fall. Und: Sie ist auch wirklich unglaublich lecker. Nichtsdestotrotz gibt es noch viele andere österreichische Desserts, die an die berühmte Torte – und auch an unsere Schweizer Desserts – heranreichen. Wir haben die besten Rezepte gesammelt.

Diese österreichischen Desserts musst du ausprobieren:

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Apfelstrudel

Marillenpalatschinken

Marmorguglhupf

Ziachkiachle

Kaiserschmarren

Marillenknödel

Apfelstrudel

Ein Klassiker unter den österreichischen Desserts – genau wie die Sachertorte. Mit diesem Rezept schmeckt und gelingt der Apfelstrudel wie das Original aus Wien. Das Geheimnis ist die Fülle: Äpfel, Rosinen, Nüsse und Zimt. Für den Teig benötigt man etwas Geschick: Er soll im Idealfall so dünn sein, dass man fast hindurchsehen kann.

Bild: Wolfgang Schardt

Rezept für Apfelstrudel

Zubereitungszeit: 50 Minuten

Zutaten

Strudelteig

  • Strudel- oder Blätterteig
  • ca. 1,5 kg Äpfel
  • 80 - 100 g Zucker nach Bedarf
  • 4 EL Rosinen
  • Rum
  • Zitronensaft
  • Zimt
  • Gewürznelkenpulver
  • Staubzucker zum Bestreuen
  • reichlich flüssige Butter oder evtl. 1 Ei zum Bestreichen
  • 100 g Semmelbrösel
  • 3 EL Butter
  • 3 EL geriebene Haselnüsse

Nussbrösel

  • 100 g Semmelbrösel
  • 3 EL Butter
  • 3 EL geriebene Haselnüsse

1. Teig nach Wunsch selbst zubereiten bzw. gekauften Teig vorbereiten. Rosinen mit Rum beträufeln und ziehen lassen.

2. Für die Nussbrösel die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen. Semmelbrösel zugeben und bei massvoller Hitze langsam goldbraun rösten. Gegen Schluss die Nüsse einrühren, kurz durchrösten und wieder vom Herd nehmen.

3. Äpfel schälen, blättrig schneiden und rasch mit Zitronensaft beträufeln. Dann, je nach Säure der Äpfel, mehr oder weniger Zucker beigeben, Nelkenpulver sowie eine kräftige Prise Zimt untermischen. Backrohr auf 180 °C Heissluft vorheizen, eine passende Backform mit Butter ausstreichen.

4. Den vorbereiteten Strudelteig am besten so aufbreiten, dass der Strudel dann auf einem Backpapier zu liegen kommt. Nussbrösel auf etwa die Hälfte des Teiges verteilen. Äpfel sowie Rosinen darüberstreuen. Restliche Teigfläche grosszügig mit flüssiger Butter bestreichen, Ränder seitlich einschlagen und den Strudel einrollen. Die Enden gut verschliessen und den Strudel mithilfe des Backpapiers in die Form heben. (Bei Blätterteig die Apfelfülle in der Mitte auftragen, Seiten und Ränder zur Mitte hin zusammenklappen und die Verschlussstellen gut festdrücken.)

5. Je nach Teig mit flüssiger Butter (Strudelteig) oder Ei (Blätterteig) bestreichen und 40–50 Minuten goldbraun backen (Blätterteig etwas kürzer backen). Fertigen Strudel herausheben, überkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Lauwarm oder kalt auftragen.

Marillenpalatschinken

Palatschinken – wir kennen sie in der Schweiz als Crêpes – sind süsse Teigfladen, die mit Aprikosenkonfi gefüllt werden.

Bild: Eisenhut & Meyer

Rezept für Marillenpalatschinken

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zutaten

  • 400 ml Milch
  • 200 g glattes Mehl
  • 1 TL Kristallzucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 5 EL Öl (zum Backen)
  • 200 g Marillenmarmelade
  • Puderzucker, evtl. Rum
  • 200 g Schlagrahm

1. Milch mit Mehl, Zucker, Salz verquirlen, Eier nach und nach untermischen. Sollten dabei Klümpchen entstehen, giesst man den Teig durch ein Sieb. Teig ca. 15 Minuten ruhen lassen.

2. Ofen auf 50 Grad vorheizen. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und dünn mit Öl ausstreichen (Naturhaarpinsel verwenden). Soviel Teig eingiessen, dass der Pfannenboden dünn bedeckt ist. Pfanne dabei leicht schräg halten, dann drehen, damit der Teig gleichmässig verläuft. Wenn die Oberseite trocken ist und die Unterseite Farbe genommen hat, die Palatschinke wenden.

3. Ebenso aus dem übrigen Teig weitere Palatschinken backen, fertige Palatschinken übereinander legen und im vorgeheizten Ofen warm halten.

4. Konfi erwärmen und eventuell mit wenig Rum verfeinern. Palatschinken mit der Konfi bestreichen, einrollen, auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit Staubzucker bestreut servieren. Mit dem Schlagrahm und Minze garnieren.

Marmorguglhupf

Klar, Guglhupf kennen wir auch bei uns in der Schweiz. Aber er ist auch typisch wienerisch: Ein Marmorguglhupf darf nämlich in keiner Glasvitrine eines guten Kaffeehauses fehlen. Gemeinsam mit Apfelstrudel und Sachertorte zählt er zu den Süssspeisen, die am liebsten zu «Kleinem Braunen», «Melange» und den vielen anderen österreichischen Kaffeearten gegessen werden.

Bild: Wolfgang Schardt

Rezept für Marmorguglhupf

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Zutaten

  • 200 g Butter
  • 4 Eier
  • 250 ml Milch
  • 100 g Kristallzucker
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 400 g Mehl
  • 1 Pkg. Backpulver
  • 3 - 4 EL gesiebtes Kakaopulver
  • 1 Schuss Rum
  • abgeriebene Zitronenschale

1. Ofen auf ca. 170 °C Heissluft vorheizen und Guglhupfform mit flüssiger Butter ausstreichen.

2. Butter mit Eigelb schaumig rühren, Puderzucker beifügen und cremig rühren. Vanillezucker und etwas Zitronenschale dazugeben.

3. Eiweiss mit Kristallzucker zu steifem Schnee schlagen. Mehl mit Backpulver vermengen und die Hälfte davon mit der Milch in die Dottermasse einrühren, dann abwechselnd Schnee und Mehl unterheben.

4. Etwas weniger als die Hälfte der Masse in die Guglhupfform füllen. Den Rest mit Kakaopulver dunkel färben und mit einem Schuss Rum abschmecken und dazugeben.

5. Den Stiel eines Kochlöffels wellenartig durch beide Massen ziehen.

6. 50 – 55 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen und stürzen. Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.

Ziachkiachle

Ziachkiachle sind ein österreichischer Dessert aus dem Ötztal. Aber auch in Wien isst man sie ab und zu. Es handelt sich dabei um Germteig mit frischen Johannisbeeren oder Preiselbeerkonfi und Puderzucker.

Bild: Andre Schönherr

Rezept für Ziachkiachle (8 Portionen)

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Zutaten

  • 1/2 kg Weizenmehl
  • 20 g Germ/Hefe
  • 15 g Zucker
  • 1/4 l Milch
  • 2 Eigelb
  • 2 EL Rum
  • 30 g Butter
  • Fett zum Herausbacken

1. Den Germteig zubereiten und gehen lassen, dann löffelgrosse Kugeln ausstechen und mit bemehlter Hand am Brett runden, nochmals zugedeckt aufgehen lassen.

2. Die Kugeln „ausziehen“, sodass in der Mitte eine dünne Teigschicht und am Rand ein Wulst entsteht. Dann ins heisse Backfett gleiten lassen und schnell heisses Fett darüber schöpfen, umdrehen und goldgelb backen. Beim Herausnehmen gut abtropfen lassen, am besten auf Küchenpapier.

3. Frische Beeren oder Preiselbeerkonfi in die Mitte des Kiachle geben und mit Puderzucker bestäuben.

Kaiserschmarren

Was das Essen anging, zeigte sich der Namensgeber dieses österreichischen Desserts, Kaiser Franz Joseph, sehr bodenständig und regionsbezogen: Neben, oder besser gesagt nach gekochtem Rindfleisch liebte er einfache Teigmassen aus Eiern, Mehl, Milch und ein wenig Zucker, wie etwa beim flaumigen Kaiserschmarren. Wer es noch etwas süsser mag, verteilt Zucker über dem fertigen Kaiserschmarren, stellt die Pfanne kurz in den Ofen und lässt das Ganze karamellisieren. Mhmm!

Bild: Wolfgang Schardt

Rezept für Kaiserschmarren

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zutaten

  • 6 Eier
  • 350-400 ml Milch
  • 180-200 g glattes Mehl
  • 3 EL Kristallzucker für den Schnee
  • 2 EL Rosinen
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • Schuss Rum
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • Prise Salz
  • ca. 50 g Butter zum Backen
  • 1 EL Butterflöckli und Kristallzucker zum Karamellisieren
  • Puderzucker und Zimt zum Bestreuen

1. Rosinen in eine Schüssel geben, mit Rum vermischen und ca. 15 Minuten stehen lassen. Eier trennen und Dotter in eine Rührschüssel geben. Milch zugiessen, mit etwas abgeriebener Zitronenschale sowie Vanillezucker aromatisieren und das Mehl zugeben. Zu einem glatten Teig vermengen.

2. Eiklar mit Kristallzucker sowie einer kleinen Prise Salz zu festem Schnee schlagen und unter die Masse ziehen. Backrohr auf 180 °C vorheizen.

3. In einer grossen oder zwei kleinen (beschichteten) feuerfesten Pfannen die Butter aufschäumen lassen. Masse eingiessen und nach 1 – 2 Minuten die abgetropften Rosinen darüber verteilen. Unterseite hellbraun anbacken, mit einem Bratenheber wenden und 6 – 8 Minuten im vorgeheizten Ofen goldbraun fertig backen.

4. Kaiserschmarren mit zwei Gabeln in kleine Stückchen reissen. Butterflöckchen darüber verteilen, etwas Kristallzucker darüberstreuen und bei starker Oberhitze im Backrohr karamellisieren lassen.

5. Herausheben (Achtung, die Pfannenstiele sind heiss) und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit Staubzucker und Zimt bestreuen. Dazu serviert man Zwetschkenröster, Beerenragout oder Kompott. Der Kaiserschmarren kann auch auf dem Herd gebacken und zum Schluss bei geschlossenem Deckel karamellisiert werden.

Marillenknödel

Der Marillenknödel (Marille = Aprikose) ist zwar ein Dessert aus Österreich, vermischt aber Feines aus der ganzen Welt: Innen eine ursprünglich chinesische Frucht (Aprikose) mit einer Pflanze aus den Tropen (Zucker) und einer österreichischen Zubereitungsidee (Knödel). Vereint wird das Ganze in einem feinen Dessert mit einer säuerlichen Überraschung im Kern. Unbedingt ausprobieren!

Bild: Wolfgang Schardt

Rezept für Marillenknödel

Zubereitungszeit: 60 Minuten

Zutaten

  • 260 g Topfen (Quark)
  • 130 g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Sauerrahm
  • 100 g zimmerwarme Butter
  • etwas gemahlener Zimt
  • 1 Zitrone
  • 140 g Semmelbrösel
  • Butter
  • Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 400 g kleine reife Marillen (Aprikosen)
  • je Aprikose 1 Stück Würfelzucker
  • Strohrum
  • Puderzucker

1. Quark über Nacht in einem Sieb abtropfen lassen. Am nächsten Tag mit Mehl, Eiern, Salz, Sauerrahm, Butter und etwas gemahlenem Zimt vermischen. Mit dem Abrieb von einer Zitrone verfeinern und zu einem geschmeidigen Teig kneten.

2. Semmelbrösel in Butter rösten. Etwas Zucker dazugeben. 1 Vanilleschote längs halbieren und das Mark auskratzen. Mit den Bröseln vermischen und zur Seite stellen.

3. Aprikosen (Marillen) waschen und mit einem kleinen Schnitt den Kern entfernen und die Stelle nun mit je 1 Stück Würfelzucker, das mit Strohrum getränkt wurde, befüllen.

4. Aus dem hergestellten Teig kleine Knödel formen, diese von der Mitte aus etwas flach aufdrücken, ein Stück vorbereitete Marille einlegen, mit Teig umschliessen und in Knödelform bringen.

5. Die Marillenknödel in kochendes Salzwasser (nur wenig Salz) geben. Temperatur reduzieren und ca. 20 Min. köcheln.

6. Der Teig muss gar sein, bevor die Knödel mit einem Lochschöpfer behutsam aus dem Wasser gehoben werden. Gut abtropfen lassen und in den gerösteten Semmelbröseln drehen.

7. Mit reichlich Puderzucker bestäuben und heiss servieren.

Tipp: Hier findest du noch mehr Rezepte aus Österreich.

WIEN: Ein abwechslungsreicher Wochenendtrip

  • Bekannt für: Die Gegensätze! Wien ist eine ländliche Weltstadt, extravagant und provinziell, chaotisch und gemütlich, ursprünglich und zukunftsorientiert. Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten sind genau so eine Reise wert wie die Wiener Heurigen, wo Wiener Wein ausgeschenkt wird.
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  • Alle Wien-Artikel aus unserer Reise durch Österreich: Link
  • Mehr Informationen zum Genussland Österreich: Link
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