Analoge Alltags-OrganisationWie du mit dem Bullet Journal mehr Ordnung in dein Leben bringst

Chaotische Handy-Notizen und unübersichtliche To-Do-Listen sind Schnee von gestern. Das Bullet Journal ist eine neue Methode, um wirklich Struktur in den Alltag zu bekommen. 

Wie du mit dem Bullet Journal mehr Ordnung in dein Leben bringst

Natürlich sind Smartphones praktisch. Aber haben wir unseren Alltag mit digitalen Notizzetteln und Terminkalendern wirklich besser im Griff? Oder geht es dir vielleicht auch eher wie Ryder Carroll (und mit ihm fast dreihundertausend Insta-Followern)?

Der Erfinder des Bullet Journal war quasi Profi der digitalen Verzettelung und des hektischen Alltagschaos. Und genau deshalb hat er mit dem Bullet Journal eine Methode erfunden, die nicht nur Struktur in den Alltag bringt, sondern zugleich eine kleine Achtsamkeits-Übung ist.

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Was ist ein Bullet Journal?

Das Bullet Journal ist ein Notizbuch, das nach einem ganz bestimmten System organisiert wird. Termine, Aufgaben und Notizen werden dabei zusätzlich nach individueller Priorität verwaltet. Das Bullet Journal ist absolut flexibel und funktioniert vollkommen analog. Man braucht nicht mehr als einen Stift, ein Notizbuch und sein Ordnungssystem. 

Übung macht das Bullet Journal perfekt

Auf Instagram sieht man Bullet Journals, die wahre Kunstwerke sind – und zwar nicht nur optisch, sondern auch in Fragen der Organisation. Lass dich davon nicht abschrecken. Gerade am Anfang geht es darum, sich wichtige Dinge überhaut zu notieren und sich Zeit für die Planung zu nehmen. Irgendwann funktioniert es dann ganz von allein und man kreiert mit dem Bullet Journal einen persönlichen Begleiter, der auch für mehr Achtsamkeit und Ordnung im Leben sorgt.

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Die Stichpunkte deines Journals

Bullet Journal bedeutet wörtlich übersetzt «Stichpunkt-Tagebuch». Wichtige Aufgaben, Termine oder Notizen werden im Bullet Journal eingetragen und bei Erledigung durchgestrichen. Punkte, die nicht erledigt wurden, werden mit dem Symbol > versehen und im Bullet Journal auf einen späteren Zeitpunkt übertragen. Eine solche Übertragung sollte im Bullet Journal nicht öfter als drei Mal pro Woche vorkommen. 

Ist die Aufgabe danach noch immer nicht erledigt, sieht dieses System zur Notizbuch Organisation vor, die Aufgabe entweder sofort zu erledigen oder zu prüfen, ob sie vielleicht doch nicht so wichtig ist; immerhin war sie bisher unwichtig genug, um vertagt zu werden.

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So wird das Bullet Journal aufgebaut

Das Bullet Journal funktioniert mit jedem Notizbuch. Zuerst kommt ein Inhaltsverzeichnis, dann folgt eine Jahresübersicht, in welcher man stichpunktartig die wichtigsten Aufgaben, Ziele und Termine des Jahres notiert.

Danach sieht das System des Bullet Journals eine Monatsübersicht vor. Jedem Monat ist hier eine Seite (oder Doppelseite) gewidmet, auf welcher wesentliche Aufgaben oder Termine des jeweiligen Monats notiert werden. Nun folgen Wochenübersichten und Tagesübersichten, in welche die Punkte des Monatsplans übertragen und die zudem mit alltäglicheren Bulletpoints ergänzt werden. 

Womit du die restlichen Seiten deines Notizbuches füllst

Neben der Organisation der Aufgaben sieht das Bullet Journal auch ein paar Seiten für Persönliches vor. Hier kann man Gedanken oder Erinnerungen notieren. Ob es Bücher sind, die man noch lesen will, oder ein Rezept, das es auszuprobieren gilt; hier ist Platz für alles. Manche nutzen diesen Platz auch für Notizen über ihren Schlafrhythmus oder sportliche Aktivitäten. Oder du schreibst dir jeden Abend etwas auf, dass dir den Tag versüsst hat.

Instagram liefert dir unendlich viele Ideen für dein Notizbuch:

Titelbild: Rawpixel/iStock

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