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Gehen oder bleiben: Woran Sie erkennen, dass die Trennung droht

Keine Zärtlichkeit: Tote Hose im Bett

Sex gehört zu einer Beziehung wie das Amen in der Kirche. Dabei entscheidet keinesfalls die Häufigkeit von körperlicher Nähe über die Beziehungsqualität, sondern die Sehnsucht als solche. Eine Beziehung ohne Sex, ist keine Partnerschaft zwischen Liebenden, sondern eher eine Art von Freundschaft. Machen Sie sich jedoch keine übertriebenen Sorgen, wenn im Bett die Luft raus ist. Gelegentliche Flauten sind normal. Auch das Aufkommen von Routine im Sexleben ist nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist allein, dass Sie die körperliche Anziehung zu Ihrem Partner – auch in Form von Kuscheln und anderen körperlichen Zärtlichkeiten – überhaupt noch spüren. Dann kann eine Sexflaute, auch eine Gelegenheit bieten, wieder über die gemeinsame Lösung des Problems wieder zueinender zu finden. Warum schlechter Sex, guter Sex ist, erklärt David Schnarch.

Konflikte: Streit und Schluss?

Streiten ist nicht schön. Aber durchaus normal. Wer mit seinem Partner streitet, sollte deshalb nicht gleich das Ende der Beziehung fürchten. Dennoch gilt es wachsam zu bleiben. Denn Konflikte stellen Paare vor einen Scheideweg: Löst man Meinungsverschiedenheiten gut und zum beiderseitigen Einvernehmen, können sie die Beziehung sogar noch intensivieren. Aus Streitigkeiten werden dann gemeinsam überwundene Hürde, die die Partnerschaft sogar noch wachsen lassen. Ungelöste, wiederkehrende oder eskalierende Konflikte sollten hingegen als Warnzeichen ernst genommen werden.

Verstrickungen: Rationale Gründe überwiegen

Im Laufe der Jahre verschmelzen Paare oft nicht nur auf emotionaler Ebene. Gemeinsam angeschafftes Eigentum, Kinder, finanzielle Verstrickungen anderer Art oder der verschmolzene Familien- und Freundeskreis ketten Paare aneinander. Sogar dann, wenn Sie eigentlich lieber getrennter Wege gehen wollen. Wenn Zweifel an der Beziehung bestehen, lohnt es sich zu überdenken, ob die Gründe des Zusammenseins vielleicht auf rein rationalen Argumenten, Bequemlichkeiten oder Abhängigkeit basieren.

Affären: Beziehungen zu Dritt

Ob ein einziger Seitensprung eine Beziehung endgültig zum Scheitern bringt, mag dahin gestellt bleiben. Entwickelt sich jedoch eine längerfristige Affären, ist damit sehr häufig der Anfang vom Beziehungsende gesetzt. Paarbeziehungen basieren auf einer Verbindung von zwei Personen, sobald Dritte die Chance haben in diese Intimität einzudringen, sollten die Alarmglocken angehen. Woher rührt die Sehnsucht nach einer anderen Person? Lässt sich das Interesse am eigenen Partner wieder wecken? Und wie geht das Paar mit diesem Konflikt um? Finden Sie Antworten auf diese Fragen, um über den Status Ihrer Beziehung objektiv urteilen und eine mögliche Trennung abwenden zu können.

Ehrlich sein: Nicht mehr Verdrängen

Der Mensch ist geschickt. Vor allem im Umgang mit unangenehmen Wahrheiten ist er ein echter Zauberkünstler. Denn wer feststellen will, ob er in seiner Beziehung noch wirklich richtig ist, braucht eigentlich keine Ratschläge, sondern nur eines: Den Mut, auf seine innere Stimme zu hören. Tief im Inneren hat jeder ein (wenn auch leises) Bauchgefühl, das einem sagt, was richtig ist. Intuition ist nicht manipulier-, aber durchaus überhörbar. Ehrlich zu sich selbst zu sein, ist die schwerste Aufgabe der Welt, aber gleichzeitig die grösste Gabe. Denn wer es schafft seine innere Stimme zu hören und ihr zu folgen findet den richtigen Weg von ganz allein. Worauf warten Sie also noch? Hören Sie hin!

Trennung droht: Was tun?

Die Zweifel sind deutlich, die Warnzeichen unübersehbar, nur der Ausweg aus dem Beziehungsdilemma ist nicht erkennbar. Was ist es zu tun, um eine Trennung abzuwenden. Die wichtigsten Strategien:

+ Reden ist Gold: Auch wenn es unangenehm erscheinen mag, ist es wichtig, dass die Tabu-Themen der Beziehung auf den Tisch kommen. Um etwas ändern zu können, muss man das Problem zunächst verstehen. Und Verständnis setzt Kenntnis voraus. Ohne Reden kann daher kein Konflikt gelöst werden.Trauen Sie sich.

+ Hilfe suchen: Oft sind die Konfliktfronten derart verhärtet, dass man gemeinsam nicht mehr weiter kommt. In solchen Fällen ist es hilfreich, sich Rat von einer neutralen und fachkundigen Person zu holen. Psychologen, Mediatoren oder Therapeuten helfen Paaren durch Krisen. Weniger hilfreich ist es hingegen oft, den Rat eines Freundes zu suchen. Nahe stehende Personen wollen zwar helfen, können aufgrund der emotionalen Verflechtung aber oft nicht objektiv genug sein, um den Kern des Problems fair zu behandeln.

+ Nicht aufgeben: Wer aufgibt hat sowieso verloren. Verlieren Sie nicht den Mut und den Willen, um Ihre Beziehung zu kämpfen. Oft ist es eine Frage der Einstellung, wie sich die Beziehung entwickelt. Wer Unmut ausstrahlt, wird auch Unmut ernten. Gehen Sie optimistisch an das Problem heran. Nur wer Alles versucht hat, kann sich gänzlich sicher in seiner Entscheidung sein.

Text: Linda Freutel

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