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Kamasutra-ABC: Mehr als Matratzenakrobatik

N wie die neunte Position: Die neunte Position ist heute in der westlichen Welt als «Doggy Style» bekannt. Besonders ideal ist diese Stellung für einen Quickie.

O wie Oralsex: Das Kamasutra sieht folgende Oraltechniken für Frau und Mann vor: Die Frau kann den Penis mit der Hand in ihren Mund einführen («Vereinigung»), mit den Zähnen seitlich leicht daran knabbern («Seitenbiss»), ihn mit der Zunge lecken («Reiben») und daran saugen («eine Mangofrucht schlemmen»). Der Mann küsst, leckt oder knabbert sanft an ihrer Vagina.

P wie Pflug: Der Mann sitzt mit ausgestreckten Beinen und hält die Frau wie einen Pflug. Sie sitzt rückwärts auf seinem Schoss, ihre Beine umschliessen seinen Körper. Man könnte sagen, der Pflug ist die gemütlichere Variante der Schubkarrenstellung, da beide sitzen. 

Q wie Quack! Bei der «Entenstellung» erinnert die Haltung des Mannes ein wenig an ein Schnabeltier: Die Frau liegt auf dem Rücken, er in Hockstellung davor. Sie dreht sich nach rechts und winkelt ihr linkes Bein an. Er schiebt sein rechtes Bein darunter, sodass sie eingehakt sind. Dabei dringt er in sie ein.

R wie Regenbogen: Besonders stimulierend für die Frau ist die Regenbogenstellung. Beide Partner legen sich seitlich und in rechtem Winkel zueinander. Der Mann liegt zwischen ihren Beinen. Die Frau umfasst seine Unterschenkel und kann sich so festhalten, wenn er die Stossbewegungen ausführt.

S wie Spiritualität: Sex führt im Kamasutra zur religiösen Erleuchtung: Nur über den heiligen Sex zwischen Mann und Frau können Menschen sich mit Gott vereinigen.

T wie Tantramassage: Wer meint, diese erotische Massage stammt aus der Feder des Kamasutras, liegt falsch. Sie ist eine westliche Modeerscheinung, die aus der Erkenntnislehre «Tantra» entstanden ist. Da Tantra das Bewusstsein erweitert, ist es besonders sinnlich und in Verbindung mit einer Massage erotisch.

U wie Umarmung: Beim Umarmen sind die Inder auch sehr genau. Das Kamasutra unterscheidet die eng umschlungene Umarmung, die durchbohrende Umarmung, bei der die Frau ihre Brüste an den Oberkörper des Mannes drückt, die reibende Umarmung, bei der der eine Körper am anderen entlang streift und die pressende Umarmung, wenn zum Beispiel einer den anderen gegen die Wand drückt

V wie Vatsyana: Der Autor des Kamasutras war Mallanga Vatsyana, ein Weiser im alten Indien um 250 n. Chr. Das Kamasutra ist heute weltberühmt. Über den Sexmaestro selbst ist kaum etwas bekannt.

W wie Wasser: Wasser ist ein guter Trick, um manch eine komplizierte Stellung zu üben. Im Meer, in der Badewanne oder im Pool – hier lassen sich die akrobatischen Posen am besten proben. Und sind genauso heiss.

X Manche Stellungen des Kamasutra sind so komplex, dass man sie X-Mal ausprobieren muss. Es gibt aber auch X Stellungen. Mit dem App «iKamasutra» kann man sie alle in einem Stellungen-Katalog nachschlagen.

Y wie Yoni: Das ist der altindische Begriff für die Vagina. Die Yoni gilt als «Tor zum Schatz der Ekstase». Sie nimmt den Lingam in sich auf und beglückt ihn. Darüber hinaus entspringt aus ihr auch neues Leben.

Z wie Zange: Bei dieser Stellung liegt der Mann auf seinem Rücken, die Frau sitzt auf seinen Hüften. Die Beine legt sie links und rechts von seinem Kopf ab. Er winkelt seine Beine an, sodass sie sich daran anlehnen kann. Indem sie ihre Yoni-Muskeln immer wieder zusammenzieht, treibt sie ihn zum Hochgenuss.

Bild: iStock

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