Pixel

Sex in der Schweiz Teil 2

Laissez-faire und Seitensprünge

Die meisten Schweizer bleiben ihrem Partner treu. Dennoch gibt es auch Fremdgänger: In 20 Prozent der Fälle sind es die Männer, in sieben Prozent der Fälle die Frauen, die einen Seitensprung wagen.

Doch manchmal holen die Schweizer ihre Nebenbuhler auch einfach gleich mit ins Bett: Jeder fünfte Schweizer und jede achte Schweizerin hatten schon einmal Gruppensex.

Und auch Singles zeigen sich beim Sex laissez-faire: 55 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen hatten bereits einen One-Night-Stand. Übrigens könnten sich 40 Prozent der Schweizerinnen durchaus Sex mit anderen Frauen vorstellen. In Schweizer Betten läuft es also überwiegend liberal ab.

Sexspielzeug und andere Vorlieben

Manche Schweizer mögen es gerne spielerisch und bunt. Ob mit ihrem Partner oder alleine, ein Drittel der Frauen finden Sex mit Spielzeugen heiss. 16 Prozent spielen auch gerne alleine damit. Sex-Experten beobachteten aber noch weitere Trends. Laut einer Studie der Online-Seitensprung-Agentur Ashley Madison steht knapp die Hälfte der Schweizerinnen auf Intimrasuren, vor allem der blanke «Hollywood-Style» sei beliebt.

Was bei der Rasur zum Vorschein kommt, sollte bei Männern 16 bis 20 Zentimeter gross sein. 56 Prozent der Schweizerinnen finden diese Penislänge optimal. Das Vorspiel ist da länger: 30 bis 60 Minuten soll das Techtelmechtel vor dem Sex dauern. So wollen es rund 30 Prozent der Frauen. 44 Prozent geben sich jedoch schon mit weniger als 15 Minuten Vorspiel zufrieden.       

Intimrasur beim Mann – Darauf fahren Schweizerinnen ab

  • Platz 1: der glattrasierte «Hollywood-Style»
  • Platz 2: der gestutzte «Bananahamic Cut»
  • Platz 3: der streifenförmige «Brazilian Cut»
  • Platz 4: der natürliche Haarwuchs «Wild Style»

Quelle: Ashley Madison

Nicht alles ist Kerzenschein

Die Betten in der Schweiz scheinen auf Hochtouren zu sein. Doch manche Sexstudien zeigen auch, dass das perfekte, wilde Sexleben nicht existiert, das uns die Medien einbläuen wollen. Die Realität sieht oft anders aus.

Auch wenn die Schweiz eine bessere Sex-Tendenz als andere Länder hat, gibt es auch hier Erotik-Debakel: Rund 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer beschweren sich über Probleme beim Sex-Akt. Die betroffenen Frauen ringen mit Lustlosigkeit oder fehlendem Orgasmus. Die betroffenen Männer leiden unter zu einem starken, sexuellen Verlangen oder zu frühem Samenerguss.

Doch es gibt noch dunklere Schattenseiten: Studien fanden heraus, dass 25 Prozent der Schweizerinnen und 6,5 Prozent der Schweizer bereits einmal zu Sex gezwungen wurden. Die meisten davon fielen einem Machtverhältnis oder seelischem Druck zum Opfer. Frauen werden dabei häufiger zum Sex gezwungen als Männer – das kann auch innerhalb der Ehe passieren.

Gretchenfrage: Wie halten es die Schweizer mit Verhütung?

Aber auch, wenn beide gerne Sex miteinander haben, ist das Schweizer Sex-Life nicht immer ganz koscher: Die Durex Global Sex Studie 2012 zeigt, dass rund 44 Prozent der Schweizer beim ersten Mal nicht verhüten. 40 Prozent der Schweizer und Schweizerinnen verzichten auf Kondome, da sie annehmen, dass ihr Sexpartner keine Geschlechtskrankheiten hat.

Nach einem leichtsinnigen Sexstündchen in der Schweiz kommt jedoch das böse Erwachen: Jeder fünfte Schweizer bedauert im Nachhinein, dass er sich nicht vor HIV und anderen Infektionen geschützt hat.

Bild: iStock, Thinkstock

Weitere Artikel