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SEIN BESTES STÜCK6 Mythen über Männlichkeit

Wenn die Fantasie eines Mannes nur halb so gross wäre wie sein Penis, wäre das für viele Frauen einfach das Grösste. Was einen Mann zum Mann macht, steht hier.

Mythen über den Penis

Nein, die Diskussionen um den männlichen Penis sind nichts Neues. Angefangen hat es bereits bei den alten Ägyptern: Phallussymbole wurden von alten ägyptischen Bauherrn mühevoll in die steinigen Pyramidenwände geritzt und vom Volk verehrt. Die alten Griechen gingen sogar noch weiter und stützten ganze Tempel und Häuser mit Säulen in Gestalt eines erregierten Gliedes. Später in der Geschichte huldigte man den Penis zwar etwas weniger plakativ, dafür nicht weniger bedeutungsvoll. Tiefenpsychologe Sigmund Freud war es, der die Wichtigkeit des Penis für die Psychoanalyse entdeckt zu haben meinte. Er sprach dabei vom so genannten «Penisneid», unter dem angeblich das weiblich Geschlecht zu leiden hat. Und so geht es Jahr um Jahr, Mythos um Mythos und Theorie um Theorie weiter. Nur, liebe Männer, wisst ihr worunter wir Frauen wirklich leiden? Nein, es ist nicht der Neid um euer bestes Stück. Und auch nicht dessen Grösse. Es ist das Gewicht, das Ihr euerem Genital beimesst. Denn ganz ehrlich: Nicht alles, was über den Penis erzählt wird, ist wahr – und noch weniger davon ist wichtig. Deshalb kommen ein paar penible Punkte zum Thema Penis.

Die Penis-Eichel: Lust-Spitze statt spitzenmässiger Lust

In der Spitze des Penis verlaufen und bündeln sich viele Nervenenden. Daher ist diese Stelle auch besonders sensibel und stimulierbar. Das klingt großartig – ist aber, verglichen mit den weiblichen Lustpunkten, ziemlich überschaubar. Denn die weiblichen Erektionspunkte, Klitoris und G-Punkt, liegen vielleicht versteckter, dafür sind sie in der Überzahl und als solche auch zu multiplen Orgasmen fähig. Ein Penis ist das nicht!

Penis-Standfestigkeit: Eine Frage des Alters

Es gibt gleich zwei Penis-Probleme, denen der älter werdende Mann entgegen sehen muss. Erstens: Anders, als z.B. die Ohren, wird das männliche Genital im Alter kleiner und nicht – wie so gern behauptet wird – grösser. Die zweite Schocknachricht lautet: Im Alter steht ein erregierter Penis nicht mehr so steil. Denn während die Erektion eines jungen Mannes ganze 20 Grad über der Horizontalen prankt, positioniert sich ein etwa 40-jähriger Penis in der Horizontalen. Alles was noch älter ist liegt deutlich tiefer. Schlimm? Nein, allenfalls für das männliche Ego, nicht aber für die Erektion.

Schmerzhaft, aber wahr: Ein Penis kann brechen

Es knackt kurz, dann tut es höllisch weh. Und schon bald erkennt man eine blaue Verfärbung und eine dicke, unangenehme Schwellung des Gliedes. Diagnose: Penisbruch! Der Penis besitzt zwar keinen Knochen, brechen kann er trotzdem. Der Penisbruch ereignet sich durch das Einreissen der Schwellkörperhaut. Folge: Das Blut aus dem Schwellkörper strömt in das umliegende Gewebe und bildet hier einen Bluterguss. Was dann zu tun ist: Zunächst muss der Penis gekühlt werden. Und dann braucht es einen ganzen Mann sein, um zum Arzt gehen. Dieser wird wenn nötig weitere Blutungen stoppen.

Penis-Neid: Schnee von gestern

Es ist Zeit ein Missverständnis zu klären: Als der bekannte Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud das Konstrukt des «Penisneids» erfand, wollte er damit nicht behaupten, dass Frauen sich etwas baumelndes zwischen den Beinen wünschen. Nein, es sei nicht der Penis selbst, den Frauen beneiden, sondern die Symbolik dahinter. Laut Freud steht der Penis für Tatenkraft, Aktionismus, Mut und Stärke. Die Vagina sieht Freud hingegen – etwas schlicht – als eine Art Öffnung. Ihr wird Passivität zugeschrieben. Anders als der Penis, kann die Vagina nichts geben, sondern empfängt vom Glied des Mannes. Diese Eigenschaften übertrug Freud auch auf die Psyche der Frau. Freuds Theorie ist inzwischen über hundert Jahre alt – und längst überholt. Denn spätestens seit Frauen in Chefetagen gang und gäbe sind, wissen wir, dass Frau auch ohne Penis ihren Mann stehen kann. Noch Fragen?

Die Penis-Grösse: Welche Messlatte wirklich zählt

Damit die Diskussion um die Grösse des Gliedes endlich ein Ende hat, folgen hier Fakten: Im Durchschnitt ist der Penis eines Europäers 7,3 cm lang. Auf ganze 15,4 cm bringt er es im erigierten Zustand. Den längsten Penis der Welt hatte angeblich Porno-Star Long John Silver: Er soll 45 cm vorweisen können. Und was bringt ihm das? Nichts! Denn die Mehrheit der Frauen interessieren sich nicht für die Länge, sondern mehr für den Umfang des männlichen Genitals. Je dicker, desto besser. Ein größerer Umfang erzeugt  nämlich eine grössere Reibung in der Vagina und damit eine grössere Lust.

Erigiertes Eigenleben: Die Morgen-Latte

Wie viel Macht der Penis über seinen Besitzer hat, zeigt das Phänomen Morgen-Latte. Dieser Begriff steht als Synonym dafür, dass das männliche Glied während der Nacht eine Art Eigenleben führt. Während des Schlafs fahren nämlich nicht alle Körperfunktionen herunter. Im Gegenteil: Einige fahren vor allem während der REM-Phasen (Rapid Eye Movement), der Traumphasen, sprichwörtlich hoch. In dieser Zeit kommt es beim Mann nämlich etwa alle ein- bis eineinhalb Stunden zu einer Erektion. Der Grund hierfür: Die nächtliche Durchblutung soll für den Erhalt der Schwellkörpermuskulatur sorgen. Für Ärzte ist die Nacht- und Morgenlatte übrigens ein wichtiges Indiz dafür, dass der Penis rein körperlich noch erektionsfähig ist. Daher: Gratulation an alle Männer, die sich morgens über einen Senkrechtstart freuen können. Euer Ding hat es echt drauf. Ja, wir wissen es!

Penis in Buchstaben

Von wegen Männer lesen nicht – es kommt nur auf den Inhalt des Buches an. Mit diesen Schinken bringen Sie Ihren Liebsten zum Lesen.

  • Das Penis Buch von Goedele Liekens verrät Spannendes und bisher Ungewusstes über die männliche und weibliche Intimzone.
  • Big Penis Book in 3-D von Dian Hanson: Endlich was zum Ansehen.

Bild: iStock

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