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Wie hättest du's denn gern? Was Männer im Bett wirklich mögen Teil 2

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Wer's ganz genau wissen will kauft Jana Försters Buch: Let's Talk About Sex! (Schwarzkopf & Schwarzkopf)

Ist ein Blow Job für Männer immer das Grösste?

Jein! Gegen einen guten Blow Job hat kein Mann etwas, aber der sei eben selten gut, sagen die Herren. Und das leider ziemlich übereinstimmend. Überschätzen wir Frauen unsere Fähigkeiten da zu sehr? «Absolut», sagt Yoran.

Aber was ist denn gut? Richard gibt den Rat, es einfach so zu machen, wie man es selbst gerne mag. Erst sanft und zärtlich, dann schneller und mit mehr Druck. Aber, wie schafft man das? Vor allem mit viel Gefühl. Und das sei das grösste Problem, sagt Yoran: «Ich finde, dass man es einer Frau anmerkt, ob sie echten Spass daran hat. Und das sind leider die wenigsten.». Dann schweigt und verzichtet er lieber.

Ob mit Hand oder ohne, zum Aufwärmen oder bis zum Schluss, sanfter oder mittelstarker Druck sind dann nicht mehr so wichtig, so lange du deinen Partner gerne oral verwöhnst. Machst du das?

Wie viel Vorspiel gefällt Männern?

Lippen einspeicheln, check. An den Ohren rumgefressen, check. Brüste geknetet und einmal frech gesaugt, Check. Was für viele Frauen der Blow Job ist, ist für Männer das Vorspiel, dachten wir. Aber Jana hat sie getroffen (nicht nur), diese Wundermänner, die sich gerne Zeit nehmen und es auch geniessen. Weil sie nämlich eine Sache ziemlich gut verstanden haben. Ein spontaner Quickie kann schon aufregend sein, aber das ganz grosse «Oh» kommt bei Frauen nicht auf Knopfdruck. Und weil es für viele Männer ebenso befriedigend ist, das «Oh» zu hören, geben sie sich gerne mehr Mühe. Das tut ihrem Ego gut und uns auch. Das schlechte Gewissen können wir uns deshalb getrost sparen.

Haben Männer mehr errogene Zonen als den Penis?

Die Sache mit dem Vorspiel ist auch deshalb oft so kompliziert, weil viele Frauen nicht wissen, wo anfassen. Natürlich mögen Männer es beim Sex, wenn sie am Penis gestreichelt werden, damit anzufangen ist einer längeren Lustreise aber vielleicht gar nicht so dienlich?

Ich bin besonders empfindlich an den Ohren, da bekomme ich am ganzen Körper Gänsehaut.

(David, 42)

Und zum Glück gibt es sehr viel mehr zu entdecken: Die Ohren, der Hals, der Bauchnabel, die inneren Oberarme oder die Brustwarzen. Bei jedem Mann finden sich die erogenen Stellen an einer anderen Stelle - und das macht es so spannend.

Und wie war das mit dem G-Punkt?

Ob es den G-Punkt bei Frauen wirklich gibt, darüber streitet sich die Wissenschaft. Soll sie ruhig streiten, aber gewiss ist: Es gibt auch bei den Männern einen Lustknoten. Beim Mann ist das die Prostata. Und für beide Geschlechter leider noch oft ein Tabu.

Männer wollen sich auch mal fallen lassen und nicht der harte Kerl sein.

(Jens, 41)

Warum? Weil die Prostata an einer empfindlichen Stelle sitzt: Genau über dem Damm zwischen dem hinteren Ansatz des Hodensackes und dem Anus. Und wenn man die Prostata massieren will, dann muss man auch den Anus massieren. Und nein, das heisst nicht, dass dein Partner schwul ist. Aber vielleicht empfindsamer als du glaubst?

Warum zahlen Männer für Sex?

«Männer sind eben nur Männer. Wir haben Triebe, die manchmal einfach befriedigt werden wollen», sagt Jim. Könnte man ja auch mit der Partnerin tun? «Nicht immer. Manchmal brauche ich einfach Abwechslung». Könnte man ja fremdgehen? «Das wird früher oder später aber kompliziert und könnte Stress geben». Aha. Aber welche Art von Abwechslung meint Jim genau? «Ich möchte kein Mauerblümchen im Bett haben. Da darf es gern wild und dreckig sein. Und ich glaube, das ist der häufigste Grund, warum manche Männer in einer festen Partnerschaft zu einer Professionellen gehen. Sie können Dinge ausleben, die sie zuhause nicht erleben.» (Lies auch: Männer, warum bezahlt ihr für Sex?)

Oder aber liebe Männer, ihr könntet es uns ja auch mal sagen. Nur Mut. Ihr habt nichts als schlechten Sex zu verlieren.

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