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Money-Girl #2Warum deine Einstellung zu Geld wichtig ist

Bist du gerade dabei deine Finanzen auf Vordermann zu bringen und deine Geldangelegenheiten neu zu sortieren? Dann ist es auch einen guten Zeitpunkt, um sich mal anzugucken, was das liebe Geld denn so psychisch mit dir anstellen kann. Geld und Psychologie – wie passt das zusammen?

Frauen und Finanzen – Geld und Psychologie: Warum die Einstellung zu Geld wichtig ist

«Geld verdirbt den Charakter», «Gesundheit ist wichtiger als Geld» oder «Geld allein macht nicht glücklich» – wer hat diese Weisheiten auch schon zu hören bekommen oder selbst schon mal passend in die Runde geschmissen?

Unsere Glaubenssätze beeinflussen unser Verhalten im Umgang mit Geld. Kate Levinson, eine Professorin aus den USA, hat im Buch mit dem Titel «Emotional Currency» beschrieben, was uns im Umgang mit Geld am meisten beeinflusst. Und wie so oft, ist es unsere Erziehung, unser Umfeld und die Reaktion auf unser Verhalten.

Eine grosse Studie in den USA beschäftige sich vor kurzem mit der Frage, ob Geld der Ursprung des Bösen sei.

Wie so oft lassen sich solch grosse Fragen nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten – trotzdem liefern sie spannende Resultate und Erkenntnisse. So hat sich herausgestellt, dass wer grundsätzlich eine negative Einstellung gegenüber dem Thema Geld hat, unbewusst auch zu Handlungen neigt, die einen negativen Einfluss auf die eigene Finanzsituation haben - quasi wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wer mit dem Geld seine Mühe hat, tut sich schwer, sich damit auseinandersetzen und somit mehr darüber zu erfahren und zu lernen.

Tatsache ist, dass Geld als solches neutral ist. Tatsächlich machen es die Gedanken zu etwas Emotionalem - positiv oder negativ. Die Frage an der Stelle ist nun: Wie genau kannst du dein «Money-Mindset» ändern, um positiver an die Sache heranzugehen und damit vielleicht auch näher an deine Zielen zu kommen?

3 Tipps für ein positives Money-Mindset

Dir deine Geld-Glaubenssätze bewusst machen

1 Um dir deine Glaubenssätze bewusst zu machen überlege dir folgende Punkte:

  • Was wurde dir beim Aufwachsen über Geld beigebracht (Sparen, Investieren, Schulden, usw.)?
  • Wurde über Geld gesprochen? Und wenn ja, in welcher Art und Weise?
  • Wie denken deine Freunde über Geld verdienen? Oder Geld ausgeben?
  • Was denkst du über reiche Leute oder arme Leute?
  • Welche Ängste hast du, was deine finanzielle Situation angeht?
  • Warst du mal peinlich berührt, weil du viel Geld hattest oder weil du dir etwas Teures geleistet hast?
  • Was bedeutet Geld für dich? Sicherheit? Freiheit?
  • Wer sind deine finanziellen Vorbilder?
  • Fragst du bei der Lohnverhandlung nach mehr, oder hältst du dich zurück? Wenn ja, warum?

Starte ein Money-Feel-Good Journal

2 Aus der positiven Psychologie kommt das Thema «Journaling». In der Praxis funktioniert das so: Du überlegst dir täglich drei Dinge, auf die du stolz bist, oder wofür du dankbar bist und schreibst dir diese Punkte auf. Nun, wenn es um das Thema Geld geht, schreibe dir auf welche positiven Gedanken dir heute gekommen sind oder auch was du Tolles mit deinem Geld gemacht hast. Sei es eine Spende oder eine gute Investition – ganz egal, solange es dir ein gutes Gefühl gegeben hat.

Verschaffe dir eine Übersicht

3 Schreibe dir für 1-2 Monate auf, wofür du dein Geld ausgibst. Das hilft dir ein Gefühl dafür zu bekommen, wohin dein Geld tatsächlich geht und es zeigt dir auch auf, was du dabei denkst, wenn du neben deinen Ausgaben auch deine Gedanken notierst.

Dies ist der erste Schritt zum Aufräumen. Erst wenn du weisst wofür du dein Geld ausgibst, kannst du deine Ausgaben und deine Einstellung dazu optimieren. Am besten nimmst du dir die Zeit, um deine finanziellen Unterlagen wie Kontoauszüge, Rechnungen, AHV und andere Unterlagen zu sammeln und zu sortieren. Meine Erfahrung zeigt, dass es meist eine positive Erleichterung bringt endlich mal zu wissen wo man steht.

Titelbild: Unsplash

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