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Ohne schlechtes Gewissen...Mutter werden, Frau bleiben

Was wollten wir nicht alles: Eine aufregende Beziehung, einen spanneden Job und nebenbei zuckersüsse Kinder. Jetzt wo die Kinder da sind, hast du das alles vergessen, weil Muttersein ein Fulltime-Job ist? Die Ausrede lassen wir nicht gelten. Eine Un-do-Liste für Mütter.

Mutter sein und trotzdem Frau bleiben

Auch wenn die Heidi Klums dieser Welt ihre vier Geburten scheinbar ebenso leicht weg stecken wie die vielen leckeren Katjes-Gums und BigMacs, sieht der Normalfall anders aus. Jenseits von Hollywood meistern Normalo-Frauen ihre Mutterrolle zwar ebenso mit Bravour – nur mit der Rolle als Frau, Freundin oder Geliebte will es mit Kind manchmal nicht mehr so recht klappen. Schade eigentlich! Denn in jeder Mutter steckt noch immer die intelligente, unterhaltsame und verführerische Frau von damals. Man muss sie nur wieder herauskehren. Der Anblick perfekter Modelkörper hebt dabei zwar nicht unbedingt die Laune. Genauer hinzusehen lohnt sich trotzdem. Denn Heidi & Co. sind auch Moms, dabei aber Frauen geblieben. Und dafür musst du nicht mal Promi sein. Im Gegenteil: Du musst nur (wieder) dich selbst werden – dann kommt die Frau von ganz allein. Eine Anleitung zum Muttersein und Frau bleiben.

Mama – das ist nicht dein Name

Früher nannte dich dein Partner noch Schatz oder Darling, heute ruft er dich nur noch Mama? Das ist nicht gut! Im Gegenteil: Spätestens jetzt solltest du die Reissleine ziehen. Bitte deinen Liebsten, dass er dich wieder bei deinem richtigen Namen oder deinem früheren Kosenamen nennt. Schliesslich bist du nicht SEINE Mutter. Und wer nur noch als Mutter gerufen wird, fühlt sich auch bald so. Umgekehrt gilt dasselbe: Wer als Geliebte betitelt wird, fühlt sich als Frau gleich viel begehrenswerter. Übrigens gilt das nicht nur für das weibliche Geschlecht. Gib auch du deinem Partner das Gefühl nicht nur der Erzeuger, Vater oder väterliche Freund für Ihre Kinder zu sein. Und an all die Single-Ladies...Schon klar. Nicht jeder hat einen Mann zur Seite. Als Entschuldigung dein Ego zu betrügen, lassen wir das aber nicht ganz gelten. Wer zuhause nur Mama hört, sollte sich kinderlose Ablenkung suchen (siehe unten).

Klartext: Keine Babysprache

Aber nicht nur durch Mama-Kosenamen wird dein Frausein herab gesetzt, es ist auch die typische Babysprache, die aus sexy Frauen lebenslänglich Vollzeit-Muttis macht. Natürlich solltest du mit deinen Kindern liebevoll und leicht verständlich sprechen, doch in der Erwachsenenwelt haben die «gagagas»,gidigidigis» und «didldidldis» nichts zu suchen. Wer Frau bleiben will, muss auch sprechen wie eine Dame. Und ganz ehrlich nicht nur wie Mütter sprechen, sondern auch über was Mütter sprechen, grenzt manchmal ans Gagaland. Tipp: Alles was ins Baby rein geht und irgendwann mal wieder rausgeht, sind NoGo-Themen für den Kaffeeklatsch und erst recht für einen Flirt.

Brezeln sie sich auf!

Ein Baby zu versorgen oder Kinder erziehen ist ein ständiger Kampf gegen die Zeit. Stundenlage Styling-Sessions sind bei jungen Müttern oft einfach nicht drin. Überhaupt glauben viele Mütter, dass es jetzt Wichtigeres gibt als diesen oberflächlichen Zirkus. Recht haben sie, wenn es nur darum geht andere zu beeindrucken. Unrecht haben sie, wenn sie sich ein wenig Badezimmerzeit nicht um ihrer selbst gönnen. Wenn das Kind noch klein ist, machen viele Mütter den Fehler sich nur auf ihre Mutterrolle zu fixieren und wundern sich, wenn die Welt ohne sie weiterdreht. Aber gutes Aussehen muss nicht allzu viel Zeit kosten und ist für dein Ego umso kostbarer. Es geht nämlich nicht um Perfektion, sondern um deine natürliche Weiblichkeit, die abseits vom Kinderspielplatz unterstrichen werden soll. Figur betonte Kleider (auch wenn die Babypfunde noch nicht vollständig verschwunden sind!), eine neue Frisur oder ein Blitz-Makeup genügen bereits, um das eigene Spiegelbild optisch attraktiver zu finden. Und vergiss nicht: Nie strahlt eine Frau so viel Weiblichkeit aus wie als junge Mutter. Schuld daran ist die vermehrte Produktion von Glückshormonen. Und du bist es dir selbst schuldig, dieses Glück in Szene zu setzen. 

Zeit für sich: Mom-Time

Trotz Speed-Stylings bleibt eines Fakt: Zeit ist der grösste Feind der Mutter. Denn sie fehlt hinten und vorne. Was man dagegen tun kann? Ganz einfach: Sich welche beschaffen. Zeit bekommt man als Mutter nicht geschenkt, man muss sie sich nehmen. Und zwar solche, die du ausschliesslich für dich nutzt. Zwei feste Termine in der Woche (es muss ja nicht lang sein) sollte dir, deinem Hobby, Freunden oder einfach nur der Erholung gehören. Bitte deinen Partner, befreundete Mütter, Verwandte oder Babysitter um Unterstützung. Muttersein ist anstrengend, wer sich keine Pausen gönnt, ist bald erschöpft. Und damit weder eine gute Mutter, noch eine ansprechende Frau. Achte auf dich!

Kinderlose Ablenkung: Umfeld ohne Kids

Erinnere dich mal an die Zeit bevor du Mutter warst und Partys bei Bekannten mit Kindern. Ja, ihnen ging es damals genauso! Probleme, Sorgen, aber auch Stolz über den Nachwuchs kann man nur schwer mit Menschen teilen, die selbst keine Kinder haben. Sie können typische Elternthemen nur schwer nachvollziehen. Oder gerade heraus: Es nervt auf die Dauer extrem. Ihnen ein Interesse am neuen Kindersitz oder dem Babyschwimmen vozugaukeln, sollen Sie auch nicht. Im Gegenteil: Kinderlose Bekannte sollen Ihnen auf andere Weise helfen, sich wieder als charmante Gesprächspartnerin zu fühlen. Suchen Sie unbedingt regelmässig das Gespräch über kinderlose Themen. Denn so kommen Sie auf andere Gedanken und laufen nicht Gefahr, den Anschluss an die übrige Welt zu verlieren. Reden Sie mal wieder über Politik oder den neuesten Kinofilm, über Beziehungsfragen oder einfach nur den letzten Klatsch und Tratsch. Es wird Ihnen gut tun.

Paar-Zeit: Erwachsenen-Dinge tun

Ein Kind ändert nicht nur Ihre Rolle als Frau, sondern auch ihre Beziehung zu Ihrem Partner. Aus Geliebte und Geliebter werden Eltern, die sich meist an zweiter Stelle hinter die Kinder setzen. Egal ob der Vater Ihrer Kinder oder ein neuer Mann in Ihrem Leben, man ist nicht mehr zu zweit, sondern mindestens immer zu dritt. Jedenfalls die meiste Zeit. Wenn Partner sich nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit schenken, kann das Beziehungsleben leiden. Nehmen sich deshalb feste Auszeiten nur zu zweit, denn die sind fast genauso wichtig wie die Stunden als Familie. Vorsicht Denkfehler: Die Zweisamkeit sollten Sie so nutzen, wie es Ihnen als Paar gut tut. Das muss nicht nur mit Sex zu tun haben. Vielleicht tut es Ihrer Liebe ebenso gut, wenn Sie einfach nur gemeinsam ausschlafen oder ein Pizza beim Lieblingsitaliener um die Ecke essen. Hauptsache Sie zelebrieren Ihre Paarverbindung – auf Ihre Art.

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