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Out of OfficeWarum du einmal ein Sabbatical machen solltest

Einfach mal aus dem Alltag ausbrechen? Psychologen raten dazu und immer mehr Unternehmen machen es möglich. Ein Sabbatical gibt Zeit zum Erholen, für Weiterbildungen und alles, was man sonst schon immer mal tun wollte im Leben. Was du beim Auszeit nehmen beachten musst und wie du die Planung richtig angehst.

Sabbatical Schweiz: Das musst du beachten wenn du eine Auszeit nehmen willst. Wichtige Fragen und Antworten für die Planung.

Den Begriff Sabbatical hast du bestimmt schon gehört. Aber woher kommt er? Der Sabbat ist in der jüdischen Religion der Tag des Ruhens. Für die Landwirtschaft ist – jedenfalls nach der Bibel – sogar ein ganzes Sabbatjahr vorgesehen. Nach sechs Jahren der Bewirtschaftung soll das Ackerland im siebten Jahr brach liegen; der Regeneration wegen.

Hier geht es direkt zur Checkliste für ein Sabbatical in der Schweiz.

Grundgedanke des göttlichen Gebots ist es, nachhaltig und pfleglich mit den Ressourcen umzugehen, anstatt alles aus ihnen herauszuquetschen. Das gilt für den Acker, aber auch einen selbst. Denn auch der Mensch braucht Pausen. Und manchmal reichen zwei Tage am Wochenende nicht aus. Arbeitspsychologen empfehlen alle fünf bis acht Jahre eine längere Zeit dem stressigen Alltag zu entfliegen und sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen, um die Motivation und mentale Gesundheit zu erhalten.

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Gründe für ein Sabbatical

  • Burn-Out-Prävention: Wer ständig unter Strom arbeitet, braucht eine Erholungspause, um wieder neue Kraft zu tanken und den Job noch so lange wie möglich machen zu können.
  • Reisen: Viele Destinationen kann man in zweiwöchigen Ferien nicht wirklich im Detail kennenlernen. Durch eine Auszeit, kannst du die schönen Orte endlich in Ruhe geniessen und entdecken.
  • Weiterbildung: Eine intensive Weiterbildung kann wieder Schwung in dein Arbeitsleben bringen oder dieses sogar komplett verändern.
  • Ehrenämter oder soziale Projekte: Du willst Gutes tun, hast aber im Alltag, nebst deinem Job, einfach zu wenig Zeit für ehrenamtliche Arbeit oder dein nebenberufliches Projekt.
  • Längere Beziehungs- und Familienphase: Endlich mal auf den Partner und die Kids konzentrieren, ohne dass der Berufsalltag oder sonstiger Stress dazwischenkommt – ein Sabbatical schweisst euch zusammen.

Längere Auszeit nehmen – aber wohin?

Wie man das Sabbatical gestaltet, ist sehr verschieden. Viele Menschen träumen von einer Weltreise, andere von einem Sprachaufenthalt im Ausland. Manche wollen aber auch einfach nur daheim bleiben, und sich Zeit und Ruhe für sich selbst nehmen. Erholung und Distanz zum Alltag finden viele, indem sie einer vollkommen anderen Tätigkeit nachgehen, etwa der Arbeit mit Tieren, beim Gärtnern in einer Baumschule, beim Yoga praktizieren oder als Autor für den eigenen Blog – das Angebot an tollen Beschäftigungen und Abenteuer ist riesig.

Du willst deine Auszeit nicht in der Schweiz, sondern im Ausland verbringen, weisst aber nicht wohin sonst? Voilà, wir hätten da ein paar Destinationen im Angebot:

Kostenpunkt: Wie finanziert man ein Sabbatical?

Nicht nur den Wunsch nach einer Auszeit teilen viele Arbeitnehmer, sondern auch die Angst davor. Vor allem die Finanzierung bereitet vielen Bauchschmerzen – und das nicht zu Unrecht. Wer unbezahlte Ferien nimmt, ist auf gute Rücklagen angewiesen.

Hast du eine gute Work-Life-Balance? Mach den Test!

Nebeneinkünfte oder Teilzeit-Arbeit sind in einem Sabbatical in der Schweiz nicht immer zugelassen – und davon abgesehen, oft auch nicht sinnvoll; geht es doch gerade darum, eine echte Auszeit zu nehmen, um richtig Abschalten zu können. Sabbatical-Interessierte sollten auch unbedingt im Vorfeld klären, ob ihre Sozialversicherungen weiter bestehen; nicht jede Beurlaubung sieht eine entsprechende Fortzahlung vor.

Was du bei einem Sabbatical in der Schweiz beachten musst

Bild: Tinpixels/E+

Auszeit nehmen: Und ob es sich rechnet

Die Kosten und die damit verbundene Verantwortung zur Eigenfinanzierung lässt bei vielen den Traum von der Auszeit platzen. Dabei sollte ein wichtiger Berechnungsfaktor niemals vergessen werden: Die Tatsache, dass wir selbst, unsere Gesundheit und innerer Frieden das grösste Kapital sind, das wir haben im Leben. Wir mehren es nicht, indem wir es verschwenden, sondern indem wir es pflegen. Auch wenn dafür vielleicht hin und wieder finanzielle Engpässe nötig sind.  

Checkliste: Das musst du bei einem Sabbatical in der Schweiz unbedingt beachten

  • Arbeitgeber überzeugen: Sammle Argumente und gute Erklärungen für deine Auszeit, die auch für deinen Arbeitgeber vorteilhaft klingen, wie Burn-Out-Prävention, neue Motivation oder berufliche Weiterbildungen währenddessen.
  • Flexibel verhandeln: Sofern dein Unternehmen keine festen Sabbaticals anbietet, kannst du mit deinem Arbeitgeber einen individuellen Vertrag vereinbaren, den ihr aber unbedingt schriftlich festhaltet. Macht dabei Kompromisse, die für beide Seiten akzeptabel sind. Vielleicht ist es für dich ok, wenn du während deiner Auszeit für dringende telefonische Rückfragen erreichbar bist. Oder du einigst dich auf eine kürzere Auszeit von deinem Job. Ausserdem könntest du in der Zeit dein Sabbatical machen, in der üblicherweise ohnehin wenig Arbeit anfällt (etwa in den Sommer-Monaten).
  • Sozialversicherungen: Ohne Lohnfortzahlungen werden oft auch die Kranken- und Pensionskassen nicht mehr bedient. Informiere dich frühzeitig, welche Kosten bei einem Sabbatical in der Schweiz auf dich zukommen.
  • Budget machen: Liste detailliert und ehrlich auf, welche Kosten du monatlich hast und gleiche diese Summe mit deinen Rücklagen ab. Ein Sabbatical heisst nicht, dass man im Luxus schwelgt, denn grundsätzlich wirst du während deiner Auszeit nicht bezahlt. Es kann gut sein, dass du dich zugunsten deiner Freiheit etwas einschränken musst.
  • To-Do-Listen schreiben: Die Monate vergehen wie im Flug vor allem während einer Auszeit. Am besten schreibst du dir daher schon frühzeitig eine Liste mit Dingen, die du während deiner Auszeit unbedingt machen willst. Keine Sorge, du wirst bestimmt nicht alles schaffen.
  • Auslandsplanung: Je früher du deinen Auslandsaufenthalt planst, desto besser – und oft auch günstiger – wird er. Besonders Flüge und Unterkünfte können im Vorfeld zu guten Preisen gebucht werden. Die lange Vorbereitungszeit wird auch für anderes benötigt, beispielsweise Untervermieten der Wohnung, Organisieren der Reisedokumente oder Impfen.

Du machst bereits ein Sabbatical und weisst nicht was du mit der vielen freien Zeit in deinem Leben anfangen sollst? Wir haben 50 Ideen: 

Titelbild: Avi Richards/Unsplash

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