Pixel

Tönst du richtig?Was deine Stimme über dich verrät

Unsere Stimme ist unser Aushängeschild. Sie ist das erste, was andere von uns hören. Ob wir unsicher oder selbstbewusst wirken, ob man uns etwas zu traut oder gleich in den Arm nehmen will – unsere Stimme beeinflusst wie wir von anderen wahrgenommen werden. Tönt interessant? Ist es auch!

Was die Stimme über uns verrät

Jeder kennt eine und jeder hat sie im Ohr. Sie ist entweder zu rauh, zu hoch, zu laut oder so leise, dass wir das Gesagte kaum verstehen. Die Rede ist von Stimmen, die uns so nerven, dass wir uns oft gar nicht auf den Inhalt der Äusserung konzentrieren können.

Oder es ist die Art wie die Person spricht. Entweder kommt sie nicht auf den Punkt oder jeder Satz tönt wie eine Frage. In einem Artikel im Wall Street Journal fragte sich Sue Shellenberger deshalb jüngst wie sehr unsere Stimme und unsere Art zu sprechen unser Leben beeinflussen. Ausserdem definierte sie Stimm- und Sprechtypen, die jeder kennt und wirklich nerven können.

Vielleicht wäre manche Karriere anders verlaufen, hätten nicht nur berufliche Erfahrungen, sondern auch die Stimm- und Sprechqualität gestimmt. Denn der Klang einer Stimme setzt uns schnell einen Stempel auf. Laut einer Studie des «Journal of Voice» nehmen wir Menschen, die mit leiser, rauer oder angespannten Stimme sprechen, negativer wahr. Wir empfinden Sie als schwach und passiv. Ganz anders Sprecher, die keine besonderen Auffälligkeiten zeigen. Menschen mit unauffälligen Stimmen finden wir meistens klug, sexy und erfolgreich.

Die häufigsten Stimm- und Sprechtypen

Der Laute: DIESER TYP SPRICHT GRUNDSÄTZLICH ZU LAUT UND SCHREIT UNS SEINE GEDANKEN GERNE INS OHR. Experten oder Fachleute tendieren zu diesem Stimmtyp. Vermutlich gehen sie davon aus, dass lauter gleich besser ist.

Der Fragende: Das ist auch ein Sprechtyp? Ja! Und zwar sind damit jene Sprecher gemeint, die mit ihrer Stimme nach jedem Satz nach oben gehen und tönen, als möchten Sie eine Frage stellen. Möchten sie nicht? Möchten sie nicht!

Der Monotone: Hier gibt es keine Betonung und auch keine hörbaren Satzzeichen und alles tönt wie eine lange Wurst und man fragt sich warum der Sprecher nicht selbst einschläft und irgendwann mal einen Punkt setzt oder seine Sätze trennt. Wirkt energielos und desinteressiert.

Der Flüsterer: ..... .... ... Sie haben nichts verstanden? Das liegt wohl daran, dass dieser Stimm-Typ seine Antworten gerne haucht und dabei so zerbrechlich wirkt, dass man ihm wirklich gar nichts zutraut. Nicht einmal das kräftige Artikulieren von Sätzen.

Der Ähm-er: Wenn man ähm seine Sätze mit hmm unnötigen Füllwörtern spickt, dann ähm sprechen wir von diesem, Sie wissen schon, von diesem Typ. Er kommt ähm nicht zum Punkt und hmmm wir werden verrückt während wir na auf seine ähm Aussage warten. 

Wenn wir andere aufgrund ihrer Stimme und Sprechart beurteilen, sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass dies auch umgekehrt der Fall ist. Wir sprechen – andere urteilen. Das Problem ist nur, dass wir uns selbst tiefer hören, als wir tatsächlich tönen. Sprechen wir zu hoch oder neigen wir dazu unsere Sätze mit Füllwörtern unnötig in die Länge zu ziehen, kann man etwas dagegen tun. Mit Sprech- und Stimmtherapie kann man die Stimme trainieren und auch lernen sinnige Sätze zu bilden. Abhilfe ist also möglich und selbstbewusste, sichere Rhetorik meist nur eine Frage der Übung.

Bild: iStock

Weitere Artikel