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Gut vorbereitet ins Vorstellungsgespräch: Tipps für Frauen

Ihre Qualifikationen und Expertise sprechen bereits für sich – denn andernfalls wären Sie erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch geladen worden. Abgesehen von Ihrem Lebenslauf bringen Sie aber noch weitere Vorzüge mit in die Firma. Das weiss auch Ihr Gegenüber. Denn von Frauen werden (wenn auch nur unterbewusst) bestimmte Soft Skills erwartet – das beweisen inzwischen sogar Studien. Nutzen Sie das als Chance. Vor allem Kommunikations- und Teamfähigkeit, sowie Einfühlungsvermögen und Höflichkeit sagt man der Damenwelt nach. Attribute, die jeder Chef gern in seinem Unternehmen sieht. Daher gilt: Treten Sie genau so auf. Betonen Sie diese weiblichen Qualitäten. Zeigen Sie sich nicht übertrieben taff oder männlich. Es ist doch gerade Ihre Weiblichkeit gefragt. Ein unnatürlich maskulines Auftreten ist nicht authentisch. Seien Sie lieber Sie selbst. Deshalb sind Sie schliesslich auch hier.

Typische Fragen an Frauen: Die passenden Antworten

Für Frauen halten die meisten Vorstellungsgespräche eine besondere Tücke bereit. Genau: Die Fragen nach dem Privatleben, samt Kinderwunsch und Partnerschaft. Fakt ist hierbei: Zulässig sind die meisten solcher Fragen nicht. Dennoch sollten Sie darauf vorbereitet sein. Wie weit der Informationswunsch Ihres potentiellen Arbeitgebers dabei geht und inwieweit Sie dieses Vorgehen als seriös einschätzen, können Sie nach dem Vorstellungsgespräch entscheiden und für sich bewerten. Zunächst heisst es jedoch: Kontern Sie korrekt. Natürlich ist es Ihnen gestattet Fragen nach der Familienplanung mit einer freundlichen Gegenfrage abzublocken. Eine Möglichkeit könnte so klingen: „Dürfte ich wissen, was Ihre Frage mit dem Job zu tun hat?“ Galanter winden Sie sich jedoch mit einer einfachen Höflichkeitsfloskel aus der Situation. Sagen Sie etwas wie: „Für mich steht der Job derzeit im Vordergrund.“ Damit sollte das Thema dann auch durch sein. Bei unzulässigen Fragen wie der Frage nach dem Kinderwunsch, dürfen Sie übrigens dann auch mal ein klein wenig lügen.

Selber Fragen: Drehen Sie den Spiess um

Wie der Name es schon sagt, ist ein Vorstellungsgespräch ein Gespräch. Und dazu gehören immer mindestens zwei Personen. Natürlich stehen Sie hauptsächlich in der Position der Befragten. Im richtigen Zeitpunkt (gegen Ende des Gesprächs) können jedoch auch Sie in die aktive Rolle schlüpfen und ein paar Fragen loswerden. Das zeugt von Interesse und Aufgewecktheit. Bereiten Sie die Fragen gedanklich vor. Es sollten natürlich Fragen sein, die sich inhaltlich um Ihren Job drehen. Ein Beispiel ist die Frage nach den potentiellen Entwicklungsmöglichkeiten. Aber auch zu Ihrem Vorgänger können Sie Fragen stellen. Wie lange war er im Unternehmen tätig? Wie kam es zu einem Wechsel? Denken Sie aber unbedingt auch an die eigentlich wichtigste Frage. Und die richten Sie ausschließlich an sich. Und zwar: Wie fühlen Sie sich? Es geht schließlich nicht nur darum, dass Ihre potentiellen Arbeitgeber zufrieden sind, sondern auch Sie müssen sich mit dem Job, den Personen und dem Arbeitsklima wohl fühlen. Denken Sie dran: Zu einem Vorstellungsgespräch gehören immer zwei Parteien.

Das müssen Sie in einem Vorstellungsgespräch nicht beantworten.

Nicht zulässig sind Fragen nach:

  • einer Schwangerschaft (Ausnahme sind besondere Berufsgruppe. Beispielsweise die der Chemielaborantin. Hier könnte die Gesundheit des Kindes gefährdet sein.)
  • der religiösen Ausrichtung
  • der Parteizugehörigkeit
  • nach den privaten Vermögensverhältnissen
  • der geschlechtlichen Orientierung
Bild: iStock

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