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Green Fashion Dieses Modelabel färbt Kleidung mit Food Waste

In der Schweiz landen jährlich 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Kübel. Ein Modelabel macht sich nun eben jene Abfälle zu Nutze. Gründerin des gleichnamigen Modelabels Livia Naef denkt Nachhaltigkeit neu und färbt einen Teil der aktuellen Frühlings-, Sommerkollektion mit Lebensmittelabfällen und Pflanzen. Livia Naef zeigt, wie farbenfroh grüne Fashion wirklich sein kann.

Ein Model trägt ein Kleid von Livia Naef
Dieses tolle Teil kann als Mantel oder als Kleid getragen werden. © zvg

Avocado, Spinat, Kurkuma und Birkenblättern – was nach den Zutaten für einen Smoothie klingt wird in Wirklichkeit als Geheimzutat für natürlich gefärbte Kleidung verwendet. Designerin Livia Naef verarbeitet so Leinen-, Tencel-, Biobaumwoll- sowie Hanfstoffe und erschafft wunderschöne Einzelteile. Die Steine der Avocado verwandeln die natürlichen Stoffe in ein zartes rosa, Kurkuma verleiht ihnen einen einzigartigen Gelbstich und Spinat macht sie gelbgrün.

Jedes Teil ist ein Unikat. Die 36-Jährige bezeichnet ihre Einzelstücke als «Wohlfühlkleider», die sich jedem Anlass perfekt anpassen. Egal ob ganz schlicht im Alltag oder gar zu eigenen Hochzeit, sie passen immer. «Es fasziniert mich zu sehen, wie alten traditionsreichen Leinenstoffen neues Leben eingehaucht wird. Kleider zu kreieren, die eine Geschichte erzählen.»

In der Krise kreativ werden

Livia Naef gründete ihr Label im Februar 2020 und baute es während der Coronapandemie aus. Sie verarbeitet hochwertige Stoffe aus Europa, die aus natürlichen fasern bestehen und biologisch abbaubar sind. Zu kaufen gibt es die Teile einmal im Monat im Showroom von «the stories» in Luzern. Mehr Infos.

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