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Sexualisierte Gewalt Männer setzen sich für «Nur Ja heisst Ja» ein

In einer digitalen Kampagne von Amnesty International sprechen sich Comedians, Journalisten, Musiker und Aktivisten für «Nur Ja heisst Ja»-Lösung aus. So sollen vor allem Männer dazu aufgerufen werden, Verantwortung zu übernehmen, sexualisierte Gewalt in der Schweiz zu thematisieren und zu bekämpfen.

«Nur ja heisst ja»-Kampagne
«Nur ja heisst ja»-Kampagne © zVg Amnesty International

Derzeit wird im Parlament über eine Reform des Sexualstrafrechts in der Schweiz diskutiert. Nun schaltet sich auch Amnesty International mit einer Kampagne in die Debatte ein. Comedians, Journalisten, Musiker und Aktivisten sprechen sich in einer Talkshow für die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung aus.

Die Kampagne ist vor allem an Männer gerichtet. Männer sollen ermutigt werden, in jeder sexuellen Beziehung nach dem «Nur Ja heisst Ja»-Prinzip zu handeln. Zudem sollen Männer vermehrt öffentlich über sexualisierte Gewalt sprechen.

Reform ist überfällig

Bereits seit mehreren Jahren fordern Aktivist:innen, Frauenrechts- und LGBTI+-Organisationen eine zeitgemässe Reform des Sexualstrafrechts. Nun sollen sich auch vermehrt Männer für dieses Anliegen einsetzen.

«Lange Zeit hat man den Frauen eingeschärft, ‚Nein’ zu sagen, um sich gegen eine ungewollte sexuelle Handlung zu wehren. Es ist Zeit, die Männern aufzufordern: Holt das ‚Ja‘ vor jedem sexuellen Kontakt ein!», so die Verantwortliche der Kampagne bei Amnesty Schweiz.

Sexualisierte Gewalt in der Schweiz

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