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Masturbation Gap Schweizerinnen masturbieren immer öfter

Männer haben noch immer häufiger Solo-Sex als Frauen. Doch es gibt eine positive Entwicklung. Lag der «Masturbation Gap» im vergangenen Jahr noch bei 72 %, so sind es heute nur 55 %. Luft nach oben gibt es trotzdem. Aktuell masturbieren Schweizerinnen 1,4 Mal die Woche, Schweizer durchschnittlich doppelt so häufig.

Eine Hand greift in eine Rose.
© Malvestida / Pexels

Der «International Equal Masturbation Day» macht symbolisch auf die Masturbationslücke zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Er wurde von Amorana und Womanizer ins Leben gerufen. Dieses Jahr findet er in der Schweiz am 19. Juli statt – letztes Jahr war es noch der 20 September. Sprich, bis zum 19. Juli hat keine Schweizerin masturbiert, Schweizer aber bereits seit Beginn des Jahres. Dass der Tag zwei Monate früher stattfindet, ist eine positive Entwicklung.

22 % der Frauen masturbieren gar nicht, bei Männern haben hierzulande nur 8 % keinen Solo-Sex. Schuld ist auch der Sexualkunde-Unterricht. Der Fokus liegt vor allem auf Verhütung, Schwangerschaft und Reproduktionsorgane. Über Lust und Selbstliebe hingegen wird selten etwas beigebracht.

Pornos vermitteln veraltete Rollenbilder

Auch die Erziehung spielt eine Rolle. 36 % der Befragten finden, Eltern sollten mit ihren Teenies über Solo-Sex sprechen. 18 % der Befragten finden hingegen, dass Eltern mit ihren Kindern überhaupt nicht über Selbstbefriedigung reden. 20 % geben an, dass sie ihr Wissen über Sex durch das Ansehen von Pornos erwerben. Diese vermitteln aber oft veraltete Geschlechterrollen und verstärken den «männlichen Blick».

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