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Allein, allein5 Dinge, die ich dank Selbstisolation (wieder)gelernt habe

Wie oft habe ich mir irgendetwas vorgenommen? Ich schätze, so 50 Mal pro Monat. Wie oft habe ich davon etwas umgesetzt? Ich schätze, so kein bis einmal. Doch dann kam Corona und ich hatte schlagartig verdammt viel Zeit mit mir selbst. Plötzlich begann ich tatsächlich so manch tolle Dinge zu vollbringen.

5 Dinge die ich dank Selbstisolation gelernt habe

Ich hätte, wollte, sollte doch noch. Mein Alltag gleicht oft einem Ameisenhaufen. Er ist meistens alles andere ausser ruhig. Noch nicht einmal abends im Bett kehrt so richtig Ruhe ein – nicht aufgrund nächtlicher Aktivitäten, sondern wegen meines immer drehenden Kopfkarussells. Abschalten fällt mir also nicht nur äusserst schwer – es ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit für mich.

Doch dann kam der Coronavirus, mit ihm die Selbstisolation und all of a sudden wurde ich in den Standby-Modus gezwungen. Dies hat mich überraschenderweise mit mehr Positivem als Negativem beschert.

Diese 5 Dinge habe ich dank Selbstisolation gelernt

Richtig kochen

1 Keine Angst ich habe meine Emanzipation nicht im Passevite versenkt, aber ich koche seit einigen Wochen, damit ich nicht einem Hungertod erliege – sofern mich Corona nicht vorher holt. Und ich muss sagen; ich bin beeindruckt von all dem, was ich da so aus dem Ärmel schüttle! Highlight war übrigens meine Freestyle Trüffel-Polenta. Wäre sie nicht so freestyle gewesen, hätte ich euch das Rezept und die Zubereitung natürlich noch live auf Instagram demonstriert.

Regelmässig meditieren

2 Bereits vor dieser merkwürdigen Zeit, habe ich meine Liebe für die Meditation entdeckt. Doch seit ich auf Feierabendparties meistens der einzige Gast bin, gehe ich statt aus halt rein. Was da in mir drin so los ist, gefällt mir nämlich irgendwie fast besser und öffnet neue Türen zu unbekannten Ecken. Zieht euch besser warm an, wenn ich dann erleuchtet aus meiner Quarantäne marschiere!

Handy in den Flugmodus

3 «My closest relationship is with my Blackberry, Thank God it vibrates». Ich bin zwar Besitzerin eines iPhones, aber das Filmzitat beschreibt unsere Beziehung dennoch ziemlich gut, und ich bin nicht stolz darauf! Immer wieder habe ich mir vorgenommen meinen digitalen Freund beim ins Bett gehen auf Flugmodus zu schalten und es dann doch nicht gemacht – bis jetzt. Vibrieren können schliesslich auch andere Dinge.

Naturliebe

4 Ich bin ein Zürich-Citygirl – würde man meinen. Aber im Herzen bin ich eigentlich Heidi. Wann habe ich aufgehört alle Blüemli am Wegrand zu studieren, durch Wälder zu spazieren und Vögel aller Art zu beobachten? Gerade für letzteres habe ich in den letzten Wochen (wieder) eine richtige Passion entwickelt. Vielleicht kehre ich nach Corona dem Journalismus den Rücken und widme mich der Ornithologie.

Back to the Style-Roots

5 Ich schwamm schon immer ein bisschen gegen den Strom. Das zeigte sich bereits recht früh an meinem sehr individuellen Kleidungsstil – zurückblickend muss ich sagen, dass ich ab und zu vielleicht ein bisschen zu tief in der Individualisten-Kiste gegraben habe. Mit der Zeit habe ich mich dann aber irgendwie doch zu einem gewissen Grad vom Mainstream mitreissen lassen, und meine Leila-Pieces blieben im Schrank hängen. In meiner Quarantäne habe ich jetzt aber einen ganz persönlichen Dresscode eingeführt und zurück zu meinen Style-Roots gefunden.

Titelbild: Vanessa Votta

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