Pixel

Trifft jede zehnte FrauSo kannst du Endometriose erkennen und behandeln lassen

Nahezu jede zehnte Frau leidet unter extremen Menstruationsbeschwerden, Schmerzen beim Sex und Wasserlassen oder gar an einem unerfüllten Kinderwunsch. Doch nur die wenigsten wissen, dass Endometriose der Grund für diese Symptome sein kann. Alle Infos über die manchmal lange unentdeckte Erkrankung.

Endometriose Symptome, Diagnose und Behandlung

Endometriose? Nie davon gehört? Kein Wunder; die gutartige Frauenkrankheit ist vielen ein Fremdwort. Nicht nur Betroffene, sondern sogar Mediziner sind nicht selten überfragt, wenn es um die Endometriose geht. Und das, obwohl die Erkrankung starke Beschwerden, weitreichende Folgen mit sich bringen kann, wie ein unerfüllter Kinderwunsch, und Millionen Frauen davon betroffen sind.

Die Ursache für die Krankheit ist bis jetzt noch nicht geklärt. Es braucht dringend Aufklärungsbedarf. Wir haben Informationen zu den Symptomen und Beschwerden sowie zu möglichen Therapien und Behandlungen.

Was ist Endometriose?

Kurz gesagt ist Endometriose eine gutartige Frauenkrankheit, bei der es dazu kommt, dass sich die Gebärmutterschleimhaut im zyklischen Rhythmus nicht nur innerhalb der Gebärmutter aufbaut, sondern auch im umliegenden Gewebe (siehe Video) sowie an diversen anderen Stellen im Körper. So kommt es dazu, dass einzelne Zellen der Gebärmutterschleimhaut austreten und sich an den Eierstöcken, im Beckenraum, im Darm, Magen in der Lunge oder in anderen Organen sammeln.

Monatlicher Abbau der Schleimhaut

Da auch diese falsch angesiedelten Schleimhautzellen der Gebärmutter dem monatlichen Zyklus unterliegen, beginnen sie zunächst zu wuchern, werden aber – genau wie die Schleimhäute innerhalb der Gebärmutter – wieder abgetragen. Während der regulären Menstruation kommt es so zu weiteren Blutungen, die jeweils an den betroffenen Stellen und damit oft unkontrolliert im Organismus stattfinden.

Was ist Endometriose?

Video: 7activestudio/Creatas Video+, GIF: Redaktion Femelle

Was sind Endometriose Symptome?

Unfruchtbarkeit, Verklebungen an Organen und Eierstöcken oder Stimmungsschwankungen gehören zu den häufigsten Symptomen, die oft nicht unmittelbar bemerkt werden. Auch starke Schmerzen und Krämpfe können Anzeichen sein; allerdings nicht zwingend.

Schmerzhafte Regelblutungen gehören zu den typischen Symptomen. Die Schmerzen können sogar so stark sein, dass es betroffene Frauen kaum aus dem Bett schaffen und arbeitsunfähig sind. Auch weiss man, dass die Krankheit zu Beschwerden beim Sex oder Wasserlassen führen kann. Doch sind das längst nicht alle Symptome der Erkrankung.

Ob diffuse Schmerzen im Becken, Ziehen im Rücken, Völlegefühl oder Krämpfe: Die Symptome der Endometriose Erkrankung sind derart vielfältig, dass sie am Ende kaum noch greifbar sind. Die Tatsache, dass es so viele verschiedene Anzeichen zeigt, macht es auch Medizinern so schwer die Krankheit zu diagnostizieren und eine passende Therapie zu finden.

Wie läuft die Endometriose Diagnose ab?

Der Arzt führt für eine Endometriose Diagnose zuerst ein ausführliches Gespräch durch und untersucht die Patientin gynäkologisch. Grösse und Lage der Geschlechtsorgane werden, ähnlich wie beim jährlichen Vorsorgetermin bei der Frauenärztin, ertastet – vielleicht lassen sich Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut finden.

Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT und CT können dann über das Ausmass der Wucherungen aufklären und die richtige Ursache definieren. Die abschliessende Diagnose einer Endometriose setzt meistens eine Laparoskopie, also eine Bauchspiegelung, voraus. Die Ärztin oder der Arzt entnimmt Gewebeproben der Wucherungen und untersucht sie später unter dem Mikroskop.

Endometriose Behandlung: Was hilft?

Die gute Nachricht für alle Betroffenen ist, dass eine Endometriose Behandlung durchaus möglich ist. Allerdings ist die Therapie ebenso vielfältig und individuell wie die Symptome, die auftreten können. So kommt eine Endometriose Operation, bei der das wuchernde Gewebe im Bauchraum entfernt wird, ebenso in Frage wie eine hormonelle oder medikamentöse Therapie und muss mit einem Arzt eindringlich beratschlagt werden.

Oftmals kann auch eine Umstellung der Ernährung positive Auswirkung auf die Beschwerden und Symptome haben.

Fakt ist aber: In vielen Fällen lässt sich Abhilfe schaffen – medizinische Begleitung ist bei der Erkrankung sowie bei der Diagnose jedoch unumgänglich.

Ärzten auf die Sprünge helfen

Und noch ein Tipp: Dadurch, dass die Krankheit derart diffuse Erscheinungsbilder hat, tappen viele Ärzte bei ihrer Diagnose im Dunklen. Wenn du selbst den Verdacht auf Endometriose hegst, spricht deinen Arzt ruhig gezielt darauf an; als Team ist man gegen die Krankheit nämlich am stärksten.

Mehr Infos zum Thema Endometriose und Schwangerschaft findest du auf unserer Partnerplattform BabyAhoi.

Titelbild: olgamoopsi/iStock, Collage Redaktion Femelle

Weitere Artikel