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Wake up, inner Child!Der Schlüssel zu mehr Dankbarkeit

Weihnachten steht vor der Tür und mit dem Aufhängen der ersten Weihnachtskugeln, kehrt jede Menge Achtsamkeit und Dankbarkeit auf die Strassen und in unsere Herzen. 

Mehr Achtsamkeit

Ich liebe diese Jahreszeit, aber nicht, weil sie einlädt über uns und das Leben nachzudenken und mit Dankbarkeit erfüllt zu sein, sondern viel mehr wegen all den Leckereien und den stimmungsvollen Dekorationen, denn dankbar bin ich immer, nachdenklich sehr oft und Achtsamkeit ist meines Erachtens eine Lebenshaltung und kein saisonaler Trend. 

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich so glücklich sein und mein Leben geniessen darf. Man könnte jetzt denken, dass mir das in die Wiege gelegt worden ist und ja, das ist es auch – genauso wie es jedem da draussen in die Wiege gelegt worden ist – denn von unserer Natur aus sind wir glücklich und voller Begeisterung dem Leben gegenüber. 

Als Kinder stehen wir morgens auf und wenn es nicht gerade Rosenkohl zum Frühstück gibt, sind wir glücklich. Wir sind voller Tatendrang, fantasieren schon in frühen Morgenstunden von unseren Träumen und starten mit Leichtigkeit und Freude in den Tag. 

Wir entdecken das Leben und die Welt voller Neugier und Eifer. Nichts ist von Grund auf schlecht, nichts wird schubladisiert, unsere Haltung ist offen und wenn wir hinfallen, sind wir stolz auf unsere Schrammen an Knien und Ellbogen, ganz nach dem Motto «je schlimmer, desto besser».

Mit dem Aufwachsen geht diese Neugier und Leichtigkeit aber mehr und mehr verloren. Wir machen schlechte Erfahrungen, mit denen wir uns dann vielleicht sogar identifizieren und sehen Risiken überall. Alles ist voll mit Gefahren und Bösem. Wir trauen uns nicht mehr einfach auf das Fahrrad zu sitzen und uns eine Schramme einzuholen. Und wenn wir sie dann einholen, haben wir das Gefühl versagt zu haben, schwach zu sein oder etwas nicht zu können.

Das natürliche Gefühl von Dankbarkeit und Glück geht also ein bisschen verloren – das war auch bei mir der Fall. Da half es gar nichts, dass ich aus einem sehr behüteten und liebevollen Verhältnis kam, denn ich suchte nach Dingen, die ich – wie ich dann lernen durfte – nur in mir selber finden konnte, im Aussen. 

Wenn man Anerkennung und Glück ausserhalb von sich selbst sucht, steht das Wohlbefinden auf sehr wackeligen Beinen, denn wir tragen nicht die Verantwortung für das, was um uns herum passiert und wenn etwas wegbricht, bricht auch unser glückliches Bein weg. 

Auf der Suche nach Antworten, fand ich sie in mir selbst. Ich fand ganz viel Dankbarkeit, ganz viel Liebe für mich, für die Menschen und für das Leben. Und mit der Dankbarkeit kam auch die Achtsamkeit. Denn wofür man dankbar ist und was man liebt, darauf achtet man. Man hegt und pflegt es, man schützt es, man nährt es und das ist das, was glücklich sein für mich ausmacht - und das nicht nur in der Adventszeit. 

Dankbarkeit darf eine Grundhaltung sein. Dankbar sein für all die schönen Dinge, für gute Gesundheit und schöne Beziehungen, aber auch dankbar sein für all die Erfahrungen, die uns in erster Linie nicht glücklich machen, denn sie lernen uns sehr viel, machen uns stark und führen uns immer mehr zu dem wundervollen Kern heran, den wir in uns tragen. 

Wenn du glücklich bist, freue ich mich von tiefstem Herzen für dich. Bewahre deine Dankbarkeit, nähre dein Glück und trage es weiter an die Menschen, denen du begegnest.

Wenn du nicht glücklich bist, wenn immer irgendwie etwas da ist, das nicht stimmt, wenn du nicht weisst, was du in deinem Leben umsetzen willst, wenn du dein Geschenk für die Welt noch nicht kennst, alles gut. Finde Ruhe und Akzeptanz in dir, hör auf aktiv zu suchen und dir zu erzählen, dass dir etwas fehlt. Das tut es nicht, denn es ist alles bereits in dir und da klemmt vielleicht einfach nur eine kleine Tür an einer Zelle, die den Fluss aufhält.

Oder vielleicht versuchst du die Tür auch einfach nur auf die falsche Seite aufzudrücken. Lass los, sei dankbar für all die anderen offenen Türen und du wirst sehen, dass sie sich von alleine zum richtigen Zeitpunkt öffnen lässt. Vielleicht musst du auch erst noch ein bisschen vor der Türe kehren, damit der ganze Sternenstaub, der daraus fliessen wird, nicht staubig wird. 

Hab Vertrauen in dich und freue dich auf das Leben, denn es wird wundervoll. Der Schlüssel liegt nur darin, auch für die kleinen Dinge ehrliche Dankbarkeit zu empfinden, zu jeder Jahreszeit.

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