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SelbstliebeWie du Glück und Akzeptanz in deinem Körper findest

Hallo Cellulite, Dehnungsstreifen und Spreckröllchen – die Bikinisaison lädt zur Selbstkritik ein und diese nimmt kein Blatt vor den Mund. Redaktorin Solveig zeigt dir, wie du dein zickiges Monkey-Mind kennen lernst und künftig anders über dich denkst lässt.

Sich selbst und seinen Körper lieben lernen

Es ist Sommer – wir geniessen es draussen zu sein, erfreuen uns an lauen Abenden, fühlen uns lebendig, strahlend und glücklich! Oder? Kommt dir das bekannt vor? Du tänzelst bei bester Laune zu Hause in deinen vier Wänden herum, du hast dir einen extra schönen Bikini für die Saison gekauft, du bist voller Freude und Leichtigkeit und dann – booooom – schaust du dich bei Tageslicht in deinem neuen Bikini im Spiegel an und all die Freude und Leichtigkeit rasselt in den Keller?

Da stehst du, in (halb-) nackter Wahrheit, in voller Härte mit dir selbst und dein sehr erfolgreicher innerer Kritiker macht sich stark:  

«Schau mal, wie unförmig du bist.»

«Sieh dir das Gewabble an.»

«Diese Cellulite ist so hässlich.»

«Schau dich mal an! Du solltest dich doch nicht schön finden.»

«Was werden wohl die anderen Menschen denken?»

Und dieser Innere Kritiker macht sich auch nicht aus dem Staub, wenn wir das nächste Jahr schlanker, schöner, straffer, runder, gesünder oder sportlicher sind, denn er findet immer etwas «Besseres», mit dem er dich vergleichen kann – egal wie realistisch das Bild ist, oder nicht. Egal, ob es sich um einen gephotoshoppten Instagrambeitrag oder um eine Plakatkampagne mit Models handelt, die einen Ernährungscoach haben, einen Fitnesstrainer, einen Stylisten, einen Makeup-Artisten und deren Job ihr Aussehen ist.

Wir dürfen im Kopf anfangen

Für die meisten von uns ist das so weit weg, so undenkbar, vielleicht gar nicht erstrebenswert, aber wir vergleichen uns trotzdem – den inneren Kritiker freut es. Aber was ist es denn, was wir brauchen, damit wir uns anerkennend und glücklich bei Tageslicht im Spiegel anschauen können? Was wir sehen ist es nicht – langfristig auf jeden Fall nicht – sondern viel mehr die Wahrnehmung, die bewertet, kritisiert und verurteilt – also unsere Gedanken. Und da wären wir wieder an dem unangenehmen Punkt, dass sich gar nichts ändert, wenn sich die Gedanken nicht ändern. Wir dürfen also in unserem Kopf anfangen.

Hier sind 5 Schritte, wie du dein Mindset mit deinem Bikini-Body verbinden kannst:

  • Betrachte deinen Körper als ein wundervolles Geschenk, das du bekommen hast, als du geboren wurdest. Du hast dieses Geschenk einfach so erhalten, ohne zu fragen, ohne etwas dafür zu tun.
  • Erkenne deinen Körper als ein Super-Tool an, als einen Porsche oder Ferrari, der dich zu deinen Träumen bringt, es dir ermöglicht dich zu bewegen, zu tanzen, dich auszudrücken, zu verbinden und deine Einzigartigkeit zu leben.
  • Nimm deine «Ecken und Kanten» als das an, was sie sind und dafür, was dahintersteckt. Liegen hinter diesem Kleinen Fettröllchen da nicht all die wunderschönen Abenden mit wunderbarem Essen und Vino mit deinen geliebten Freunden? Diese weichen Oberschenkel, kommen die nicht davon, dass du im Moment so extrem viel leistest und es einfach nicht deine Priorität ist, nach der Arbeit noch Sport zu machen?
  • Deine Figur, deine Erscheinung und die Struktur deiner Haut, sind das Resultat deines bisherigen Lebens – Input und Output. Es zeigt alle emotionalen Stadien, es zeigt deinen Erfolg, dein Glück und den Wert, den du deinem Körper bisher gegeben haben.
  • Frag dich mal, ob diese Story, die du dir selbst erzählst, also die Story, dass du nicht hübsch, schlank, rund, gross oder klein genug bist, wirklich stimmt. Frag dich selbst mal was du deiner allerbesten Freundin sagen würdest, wenn sie genau diese Ecken und Kanten hätte, die du an dir selbst nicht magst. Was würdest du ihr sagen? Bemerkst du einen Unterschied?

Nach dem wir uns dafür akzeptieren und anerkennen, was wir sind, dürfen wir dieses Verständnis auch beibehalten und uns nicht von den Einflüssen um uns herum aus unserer liebenden Ruhe ziehen lassen.

Hier sind 5 Schritte, wie du deine Selbstliebe aufrechterhalten und ankurbeln kannst:

  • Frage dich jeden Morgen, wie dich dein Körper heute unterstützen wird und wie er dir es dir heute ermöglichen wird, Freude zu erfahren.
  • Suche dir etwas aus, was du an dir selbst besonders gerne magst. Seien es deine Hände, die Weichheit deiner Haut oder dein Gesicht. Jedes Mal, wenn du dich ertappst, dass du dich selbst kritisierst, versuche dich auf diesen Punkt zu fokussieren und die Freude darüber stärker fliessen zu lassen als das Mangelgefühl der Selbstkritik. Je stärker das positive Gefühl ist, desto besser kommt es gegen das negative an.
  • Bewege deinen Körper, schwitze, verbinde dich mit ihm, tanze, geh laufen, tue irgendwie etwas, das dich ihn spüren lässt. Spüre deine Beine, deine Arme, dein Oberkörper, deinen Kopf, spüre das Leben und das Wunder, das in dir steckt und lass dieses Gefühl der Dankbarkeit und dieser Verbindung in jede einzelne Zelle rieseln.  
  • Werde dir bewusst, womit du dich vergleichst und wie sehr das in einem realistischen Bezug zu deinem Lifestyle ist. Erinnere dich, du bist (wahrscheinlich) kein Supermodel oder Blogger mit einem ganzen Team im Rücken, das dich fit, schön und strahlend hält.
  • Last but not least – sei dankbar, wenn deine Gedanken dich mal wieder in einen weniger positiven Bereich wegtragen. Wenn du bemerkst, dass du mal wieder sehr hart mit dir bist, zähle einfach die Dinge auf, für die du bezüglich deines Körpers dankbar bist.Ich bin dankbar, dass ich gesund bin.  

Ich bin dankbar für meine zwei Beine, die alle Wege mit mir gehen.

Ich bin dankbar für all die wunderschönen Momente, in denen mein Körper mich das Leben hat spüren lassen.

Ich bin dankbar, dass ich einfach atmen kann, ohne darüber nachzudenken.

Ich bin dankbar für meine Einzigartigkeit.

Ich bin dankbar für diesen mega super Ferrari, der mich zu meinen Träumen bringt.

Ich bin dankbar für meine Lachfalten, weil die so viele schöne Geschichten erzählen

Ich bin dankbar für ...

Also, mal ganz ehrlich, mal angenommen du hättest dieses Idealbild von deinem Körper, was müsstest du dafür tun? Was für einen Preis würde er verlangen? Worauf müsstest du verzichten und was müsstest du in deinem Leben priorisieren? Und unter diesem Aspekt, ist das Idealbild immer noch so erstrebenswert? Vielleicht wäre es einfacher dich darauf zu konzentrieren wie du dich in deinem Körper fühlen willst und nicht darauf, wie es wäre einen «optimaleren» zu haben?

Meine Liebe, wenn ich dir einen einzigen Ratschlag geben darf, dann nimm dir bitte diesen zu Herzen:

Stop comparing! Du bist viel zu kostbar, wundervoll und einzigartig, um deine Energie in Vergleichen zu verlieren.

Hör auf, dich klein zu machen. Hör auf, dich auf deine Ecken und Kanten zu fokussieren. Sei einfach, akzeptiere, liebe, nimm dich selbst an und wahr: Dich, deine Geschichte, deine Form, deine Grösse, deine Kanten. Denn ehrlich? Niemand interessiert sich wirklich für deine Flaws, ausser du selbst. Was Menschen sehen und was sie interessiert, ist deine Energie, dein Selbstvertrauen und das Gefühl, das du ihnen gibst.

Du verdienst es, glücklich zu sein und dich schön zu fühlen. Everything else is a waste of time.

Off you go, girl – go & be happy.

Titelbild: unsplash

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