Ständig krank?Wie entzündungshemmende Lebensmittel dich gesund halten

Stress, Allergien, aber auch eine falsche Ernährung können Entzündungsprozesse im Körper auslösen, die uns dauerhaft schlapp, anfällig und krank machen. Vorbeugen lässt sich das mit entzündungshemmenden Lebensmitteln.

Diese entzündungshemmenden Lebensmittel solltest du täglich essen

Eine Entzündung ist ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers. Bemerkt das Immunsystem, dass Bakterien eingedrungen sind, eine Verletzung vorliegt oder andere Erreger unserem Körper schaden wollen, wird die Durchblutung an der jeweiligen Stelle extrem angekurbelt, um die betroffene Region mit Abwehrzellen und weissen Blutkörperchen zu versorgen und genesen zu lassen.

Entzündungen sind insofern eigentlich förderlich. Nehmen sie aber zu oder werden sogar chronisch, ist das Gegenteil der Fall. Dann schwächen Entzündungen das Immunsystem und machen uns müde, anfällig für Infekte und auf lange Sicht krank. 

Hier geht's direkt zu den entzündungshemmenden Lebensmitteln.

Klicke hier, um direkt zu erfahren, welche entzündungsfördernden Lebensmittel es gibt.

Wie entstehen Entzündungen?

Verursacht werden entzündliche Prozesse durch sämtliche Faktoren, die belastend auf den Körper wirken. Nebst Stress und Schlafmangel können chronische Krankheiten, Allergien, und längerfristig auch entzündungsfördernde Lebensmittel Auslöser sein.

Entzündungshemmende Lebensmittel beugen vor

Um den Entzündungspegel so niedrig wie möglich zu halten, spielt die Lebensweise und vor allem die Ernährung eine wichtige Rolle.

Lebensmittel können nämlich in zweierlei Richtungen wirken: So helfen entzündungshemmende Lebensmittel Immunschwächen vorzubeugen und entzündliche Prozesse schneller zu korrigieren, während entzündungsfördernde Lebensmittel genau das Gegenteil erreichen; sie verursachen zellulären Stress und entzündliche Reaktionen.

Achte also gut darauf, was auf deinen Tellern landet. Die wichtigsten entzündungshemmenden Lebensmittel sowie inflammtorische Lebensmittel im Überblick:

Entzündungshemmende Lebensmittel, die dir gut tun: 

Grünes Blattgemüse

Ob Spinat oder Grünkohl, Pak Choi oder Mangold: Grünes Blattgemüse steht auf der Liste der entzündungshemmenden Lebensmittel ganz oben.

Der hohe Gehalt an Antioxidantien macht diese Gemüsesorten aktiv entzündungshemmend. Kleiner Tipp: Verarbeitet zu einem Green Smoothie lassen sich diese Entzündungskiller leicht in den täglichen Speiseplan integrieren.

Kokosöl

Der hohe Gehalt gesättigter Fettsäuren macht dieses Öl zu einem besonders wertvollen entzündungshemmenden Lebensmittel. Kleiner Tipp: Auch von aussen wirkt Kokosöl Wunder. Einfach etwas Kokosöl in die Hautpflege mischen und täglich benutzen.

Fetter Fisch

Ob Lachs, Aal oder Makrele: Diese Fischarten weisen einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren auf, dem man eine besondere Wirkung gegen Entzündungen nachsagt.

Kleiner Tipp: Wer keinen Fisch mag oder sich vegetarisch ernährt, ergänzt seine Ernährung einfach mit Nahrungsergänzungsmitteln aus Mikroalgen oder Leinsamen. 

Kurkuma

Dieses fernöstliche Gewürz ist eines der traditionellsten entzündungshemmenden Lebensmittel. Es kann zum Kochen und Backen, aber auch einfach als Beigabe im Tee verwendet werden.

Kleiner Tipp: Goldene Milch und Moon Milk sind momentan die angesagtesten Trend-Getränke.

Ingwer

Sein hoher Gehalt an Vitamin C macht auch diesen Entzündungskiller zu einem wertvollen Bestandteil deiner Ernährung.

Kleiner Tipp: Einfach ein paar Scheiben frischen Ingwer in eine grosse, mit Wasser gefüllte Karaffe geben, über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag geniessen.

Salbei

Entzündliche Prozesse der Atemwege lassen sich durch dieses Heilkraut – am besten in Form von frischem Salbeitee – gut kurieren.

Kleiner Tipp: Auch Inhalationen mit Salbeitee oder -öl wirken wohltuend. 

Tomate

Der hohe Gehalt des Antioxidans Lycopin macht die Tomate zu einem der besten entzündungshemmenden Lebensmittel überhaupt.

Kleiner Tipp: Die Wirkung dieses sekundären Pflanzenstoffs wird noch erhöht, wenn man die Tomate erwärmt. Frische Tomatensauce und Tomatensuppe kommen daher wieder vermehrt auf den Menüplan.

Honig

Seine hohen entzündungshemmenden Eigenschaften machen ihn nicht nur zu einem beliebten Hausmittel, sondern auch zu einem unverzichtbaren Wirkstoff in der Kosmetik.

Kleiner Tipp: Bei Pickeln oder Akne lässt sich ein Meersalz-Honig-Peeling leicht selbst machen. Einfach 3 EL grobes Meersalz mit 3 EL Honig mischen, damit die Haut massieren und anschliessend gründlich abspülen.

Zwiebel

Im rohen Zustand wirken die sekundären Pflanzenstoffe der Zwiebel wie ein Entzündungshemmer der Extraklasse.

Ob als Zwiebelsaft, der entzündungslindernd bei Husten wirkt oder zur Desinfektion bei Insektenstichen. Aber auch gekocht soll der Inhaltsstoff Allicin noch eine keimhemmende Wirkung haben.

Entzündungsfördernde Lebensmittel, die du nur in Massen geniessen solltest: 

Zucker

Die süsse Verführung hat einen bitteren Beigeschmack. Bereits auf kleine Mengen reagiert der Körper mit entzündlichen Reaktionen.

Kleiner Tipp: Achte auch auf versteckte Zuckerfallen, wie in Fertigprodukten, Wurst oder Fruchtsäften.

Weizen

Nicht nur das von einigen geächtete Gluten, auch weitere Weizenproteine können Mini-Entzündungen im Körper, vor allem im Darm, verursachen.

Kleiner Tipp: Gewöhnliche Bäcker arbeiten fast ausschliesslich mit Weizenmehl. Wer eine Alternative sucht, geht daher in den Bio-Laden oder backt sein Brot einfach selbst.

Kuhmilch

Auch Kuhmilch gehört zu den entzündungsfördernden Lebensmitteln. Wer eine schmackhafte Alternative sucht, ist mit diversen Milchalternativen gut beraten.

Kleiner Tipp: Vorsicht vor Weichkäse; viele Sorten haben einen hohen Rohmilchanteil.

Transfette

Diese künstlich gehärteten Fette können vom Körper nicht verarbeitet werden und wirken entzündungsfördernd. Sie sind vor allem in Fertigprodukten, Frittiertem, Backwaren und Süssigkeiten enthalten. 

Alkohol

Alkohol hat nicht nur ein hohes Suchtpotenzial und schädigt die Nervenzellen, er sorgt auch für Entzündungen im Körper und schwächt das Immunsystem.

Auch von aussen sieht man dir regelmässigen Alkoholkonsum an: Hängende Augenlider, gerötete Haut und Pickel gehören zu den Folgen.

Titelbild: Rawpixel/iStock 

Schreibe einen Kommentar +

Weitere Artikel