Vitamin ABCWo steckt was drin?

Auf sämtlichen Packungen steht es in Grossbuchstaben: Dieses Produkt steckt voller Vitamine. Aber welche Vitamine stecken bereits in unserer natürlichen Ernährung und wie viele brauchen wir davon überhaupt? Wir knöpfen uns die Vitamine einmal nacheinander vor!

Vitamine sind besonders in Obst und Gemüse enthalten!

Vitamine sind organische Verbindungen, die unseren Körper helfen, richtig zu funktionieren. Da unser Körper viele Vitamine nicht selbst produzieren kann, müssen wir sie über unsere Nahrung aufnehmen. Wir sollten uns daher möglichst gesund ernähren. Doch das ist leichter gesagt als getan. Viele Schweizer informieren sich über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Doch zwischen Theorie und Praxis liegt ein langer Weg. Ein Drittel der Schweizer liest sich die Informationen auf den Lebensmittelverpackungen vor dem Kauf durch, so eine Studie der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE). Doch rund 40 Prozent empfinden die Lebensmittel-Etiketten als zu kompliziert.

E-Nummern und Vitamin ABC

Und es stimmt: Produktetiketten sind oft eine Wissenschaft für sich. Was will uns das Etikett sagen, wenn dort steht: E 310, E 95, E 410? Bei den etlichen «E»s auf dem Etikett handelt es sich um Codes, die den Zusatzstoffen zugeteilt werden, da ihre chemischen Namen oft zu lang sind.  Auch die Vitamine haben meist hieroglyphische Bezeichnungen und werden abgekürzt. Wo finden wir nun zwischen all den «E»s die für uns wichtigen Vitamine? Welches A, B oder C ist gut für was? Mit unserem Vitamin-ABC werden Sie Experte im Wirkstoff-Dschungel!

1,0 mg Vitamin A ist enthalten in:

  • 3 g Schweinsleber
  • 220 g Thunfisch
  • 640 g Rahmquark
  • 2,2 l Vollmilch
  • 9 Eiern


Vitamin A

Vitamin A oder auch «Retinol» genannt, ist wichtig für Augen, Haut, Schleimhäute, Wachstum und Fortpflanzung. Das Vitamin kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor, besonders in Leber, Milchprodukten, Eigelb und Fisch. Empfohlen wird 0,8-1 mg am Tag davon zu sich zu nehmen.

1,2 mg Vitamin B1 ist enthalten in:

  • 120 g Vollkornteigwaren
  • 240 g Haferflocken
  • 570 g Hackfleisch (Rind)
  • 570 g Kartoffeln
  • 750 g Roggenvollkornbrot


Vitamin B1

Vitamin B1 oder auch «Thiamin» ist an unserem Energie- und Kohlenhydratstoffwechsel massgeblich beteiligt. Auch für unseren Herzkreislauf und Nervensystem ist es ein wichtiger Wirkstoff. Vitamin B1 kommt in Fleisch und Pflanzen vor, besonders in Schweinefleisch, Leber, Fischarten wie Scholle oder Thunfisch, Getreide und Kartoffeln. Empfohlen wird 1-1,2 mg am Tag.

1,4 mg Vitamin B2 ist enthalten in:

  • 55 g Kalbsleber
  • 310 g Champignons
  • 400 g Tilsiter
  • 5 Eiern
  • 0,9 l Milch


Vitamin B2

«Riboflavin» ist sein Rufname. Vitamin B2 ist sowohl wichtig für die Energiegewinnung als auch in Sachen Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel . Ausserdem stärkt es Haut, Nägel und Haare. Das Vitamin ist in Milchprodukten, Leber, Fleisch und Fisch enthalten, aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln wie Grünkohl, Erbsen und Brokkoli. Die beste Tagesdosis: 1,2-1,4 mg am Tag.

1,5 mg Vitamin B6 ist enthalten in:

  • 320 g Bananen
  • 340 g Kartoffeln
  • 500 g Peperoni, Lauch
  • 520 g Pouletschenkel
  • 540 g Avocado


Vitamin B6

«Pyridoxin» wird es ausgeschrieben, wir nennen es lieber Vitamin B6. Dieser Wirkstoff bildet unseren roten Blutfarbstoff sowie die Botenstoffe des Nervensystems und ist an der Produktion von Antikörpern und weissen Blutkörperchen beteiligt. Das Gute: Vitamin B6 ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, vor allem aber in Hühnerfleisch, Pflanzenkeimen und Leber. Empfohlene Menge: 1,2-1,5 mg am Tag.

3 Mikrogramm Vitamin B12 ist enthalten in:

  • 60 g Gulasch
  • 3-4 Eiern
  • 300 g Hüttenkäse
  • 3 l Vollmilch
  • 750 g Quark


Vitamin B12

Das so genannte «Cobalamin» hat bei der Blutbildung, Zellteilung und Regeneration der Schleimhäute seinen Einsatz. Ohne dieses Vitamin gibt es keine gesunden Nerven. Ausserdem senkt es das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Wir finden es in tierischer Nahrung, vor allem in Fleisch, Eiern und Milch. Pflanzen enthalten dagegen so gut wie kein Vitamin B12.

So behält ihr Gemüse alle Vitamine bei sich

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