Starke AbwehrSo einfach kannst du dein Immunsystem stärken

Gute Abwehrkräfte fallen nicht vom Himmel, sondern sind eine Frage des richtigen Lebensstils. Diese Tipps helfen dabei, dein Immunsystem zu stärken.

Immunsystem stärken: So stärkst du schwache Abwehrkräfte

Unsere körpereigene Polizei ist überall vertreten; im Darm, im Blut, im Lymphsystem, den Schleimhäuten und in den Organen. Das Immunsystem ist ein komplexes Netz aus Abwehrzellen, Signalstoffen und Geweben, die eng zusammenarbeiten, um den Körper vor Erregern und sonstigen Fremdkörpern zu schützen. Wer sein Immunsystem stärken will, kann mit einem gesunden Lebensstil und ein paar klugen Immun-Tricks einiges dafür tun, dass die Körperpolizei so stark ist wie nie.

12 Tipps, wie du dein Immunsystem stärken kannst

Sonne tanken

1 Inzwischen weiss jeder, dass ein Übermass an ultravioletter Strahlung massive Hautschäden verursachen kann. In wohl dosierten Einheiten bewirkt die gelbe Himmelsmacht aber genau das Gegenteil: Sonne kann das Immunsystem stärken.

Sie regt nämlich die körpereigene Produktion des immunwirksamen Vitamin D an. Und dafür genügen bereits ein paar Sonnenminuten täglich. Selbst durch eine dichte Wolkendecke dringen ausreichend viele Sonnenstrahlen, die über die Netzhaut der Augen aufgenommen werden, so in den Körper gelangen und dort das Immunsystem stärken. Wichtiger als die Lichtintensität ist daher die Regelmässigkeit des Konsums. Wer seine Abwehrkräfte stärken stärken will, sollte sich idealerweise täglich wenigstens 30 Minuten im Freien aufhalten; bei jedem Wetter! 

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Immunsystem mit Vitaminen füttern

2 Wer sein Immunsystem stärken will braucht selbstverständlich Vitamin C; das weiss jedes Kind. Dass aber all die übrigen Vitamine (nämlich Vitamin E, A, D und B, genau wie Zink und sämtliche anderen Nährstoffe) nicht minder wichtig sind, wird oft vergessen. Für die Stärkung des Immunsystems gilt daher: Ernähre dich so vitaminreich wie möglich. Und dazu braucht es übrigens nichts weiter als einen ausgewogenen Speiseplan. Wer viel buntes Gemüse und einen Mix anderer natürlicher Speisen isst, kann nicht viel falsch machen.

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Beweg dich

3 Sport ist Mord. Und zwar für fiese Erreger und Krankheiten. Erwiesenermassen kann regelmässige, moderate Bewegung die Abwehrkräfte stärken. Der Grund liegt unter anderem darin, dass Muskelkontraktionen den Gewebefluss beschleunigen und so Fremdstoffe schneller aus dem Körper transportieren. Ausserdem drosselt Sport den Pegel von Stresshormonen im Körper, welche auch Schuld an einem schwachen Immunsystem sein können. Tolle Fitnessstudios in Zürich findest du hier, die besten Vitaparcours hier und Übungen mit Videoanleitung für zu Hause haben wir hier für dich gesammelt.

Stress schadet deinem Immunsystem

4 Dauerhafte psychische Belastungen schwächen die Abwehrkräfte nachweislich. Wer sein Immunsystem stärken will, achtet daher auf eine gute Seelenhygiene. Ob durch regelmässige Entspannungsrituale, Yoga oder kleine Pausen im Alltag: Jeder hat eine andere Art zu entspannen.

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Schwitzen für die Abwehrkräfte

5 Die Finnen sind nie krank. Jedenfalls behaupten sie das. Und sie könnten recht haben. Ihre traditionellen Saunarituale sind nämlich eine effektive Stärkung für das Immunsystem. Wärme beschleunigt den Lymphfluss und lässt störende Erreger regelrecht aus der Haut schwitzen.

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Bloss nicht frieren

6 Kühle Temperaturen lassen sämtliches Gewebe zusammenziehen. Wenn wir frieren, verengen sich auch die Transportwege im Kapillarnetz, so dass wir mögliche Erreger und Fremdstoffe nicht mehr so gut abtransportieren können. Bei Wärme fühlen wir uns daher nicht nur wohler, sondern wir sind auch nachweislich fitter. Warme Speisen, angepasste Kleidung und vielleicht sogar warme Gedanken: Alles was uns vor übermässiger Kälte schützt, stärkt das Immunsystem. Und zwar nicht nur im Winter; auch im Sommer sollte man sich vor Verkühlungen durch kalten Schweiss oder Zugluft schützen.

Am besten du kleidest dich im Layering-Look, so bist du flexibel:

Wasser marsch

7 Nicht nur um den Gewebefluss und damit die Immunaktivität in Gang zu halten, ist ein ausgewogener Wasserhaushalt massgeblich. Auch zur Befeuchtung der Schleimhäute sollten täglich wenigstens 2 Liter Wasser getrunken werden, zum Beispiel eines unserer erfrischenden Detox-Wasser. Die Schleimhäute sind nämlich ebenfalls mit wichtigen Immunzellen ausgestattet, die Erreger am Eindringen in den Organismus hindern sollen.

Mit unseren Tipps kannst du dein Immunsystem stärken

Bild: vernonwiley/E+

Eiweissreich ernähren

8 Nebst Vitaminen spielen für die Stärkung des Immunsystems auch Aminosäuren wie Glutamin eine wesentliche Rolle. Zu finden sind solche Nährstoffe vor allem in natürlichen Eiweissquellen, wie Quinoa oder Buchweizen, Quark oder Eiern.

Schlaf dich stark

9 Ein gesunder, ausreichender und ungestörter Schlaf ist eine der effektivsten Immunkuren überhaupt. Denn in der nächtlichen Ruhephase laufen sämtliche Regenerationsprozesse des Körpers auf Hochtouren. Da der Organismus jetzt nicht mit anderen Aktivitäten, wie der Verdauung oder der Muskelarbeit beschäftigt ist, kann das Immunsystem voll hochfahren. Idealerweise schläft man täglich zwischen 7 und 9 Stunden bei einem milden Raumklima von 18 Grad.

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Tief durchatmen

10 Sauerstoff ist unser Powerstoff. Nicht nur die Organe brauchen ihn, sondern auch unser Immunsystem. Je mehr frische Luft man tanken kann, desto besser. Beim ständigen Aufenthalt in geschlossenen Räumen sollte wenigstens regelmässig gelüftet werden. Der Luftaustausch bringt nämlich nicht nur frischen Sauerstoff hinein, sondern befördert auch Krankheitserreger hinaus.

Darmflora stärken

11 Der Darm ist ein zentraler Sitz unserer Immunzellen. Seine Flora intakt zu halten ist daher beim Immunsystem Stärken unerlässlich. Probiotische Nahrungsmittel können diesen Prozess unterstützen. Vor allem nach einer Behandlung mit Antibiotika empfiehlt sich darüber hinaus eine spezielle probiotische Kur aus der Apotheke, um die Darmflora wieder zu regenerieren.

Trockene Luft meiden

12 Warme Heizungsluft im Winter, aber auch heisse Sommertemperaturen lassen den Feuchtigkeitsgehalt der Luft regelrecht verdampfen und wirken damit austrocknend auf die gesamte Umwelt. So werden nicht nur Haut und Haar deutlich spröder, sondern auch unsere Schleimhäute in Mund und Nase trocknen aus. Damit können Bakterien, Viren und andere Erreger leichter eindringen.

Wenn möglich sorgt man daher durch aufgestellte Wasserschüsseln oder spezielle Luftbefeuchter für ein gesundes Raumklima. Ausserdem können befeuchtende Meerwassersprays oder Nasenspülungen helfen, die Schleimhäute feucht zu halten und so das Immunsystem zu stärken.

Titelbild: Noah Buscher/Unsplash

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