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HaarverlängerungAlles über Kosten, Methoden und Pflege

Wallendes, langes Haar ist der Traum vieler Frauen. Worauf man früher jahrelang warten musste, erfüllen sich Langhaar-Fans heute am Coiffeurstuhl. Haarverlängerungen sind gefragt und längst nicht mehr mit hohen Kosten oder Schäden fürs Haar verbunden.

Haarverlängerung: Alles über Kosten, Methoden und Pflege

Sie träumen von einer prächtigen Mähne? Oder von einem blitzschnellen Frisurenwechsel? Kein Problem. Haarverlängerungen erfüllen die Frisuren-Träume vieler Frauen in Rekordzeit. Eine Haarverlängerung ist kein Hexenwerk. Jedenfalls, wenn man das richtige Extensions-Know-How hat.

Ist eine Haarverlängerung schädlich?

Gereizte Kopfhaut und verfilzte Haare: Vielen Frauen, die über Extensions nachdenken, fragen auch nach den Risiken. Ist eine Haarverlängerung schädlich? Greift sie die Haare oder die Kopfhaut an? Daher kommt die gute Nachricht bei uns auch zuerst: Nein, grundsätzlich ist eine Haarverlängerung für gesundes Haar und gesunde Kopfhaut nicht schädlich. Das eigene Haar wird durch verschiedene Methoden mit den künstlichen oder Echthaar-Extentions verbunden, ohne dass es dabei selbst Schaden nimmt. Die Verbindungsstellen (auch «Bondings» genannt) lassen sich jederzeit auf Wunsch wieder lösen, so dass der Ausgangzustand im Nu wieder hergestellt werden kann.

Die Kopfhaut kann beim Anbringen der Haarverlängerung zwar leicht gereizt werden, weitere schädliche Risiken bestehen jedoch keine. Wer aber zu Hautreizungen auf der Kopfhaut, brüchigem Haar, Haarausfall oder anderen Symptomen neigt, sollte vor dem Anbringen einer Haarverlängerung oder Haarverdichtung unbedingt Rücksprache mit einem Dermatologen oder geschultem Coiffeur halten, um zu verweiden, dass die Kopfhaut Schaden nimmt oder das Haar noch mehr strapaziert wird und unter Umständen sogar bricht.

Traumhaar-Tricks: Haarverdichtung für feine Haare

Beim Thema Haarverlängerung sollte nichts über einen Kamm geschoren werden. Zwar spricht man umgangssprachlich von einer Haarverlängerung, jedoch kann damit Verschiedenes gemeint sein. Mit dem Einsatz von Extensions kann man die Haare nämlich sowohl verlängern, als auch verdichten – oder eben beides. Wer beispielsweise nicht seine Haarlänge verändern möchte, jedoch mit dem Volumen seiner Haare unzufrieden ist, setzt Extensions zur Verdichtung ein. Das Verfahren entspricht zwar dem einer Haarverlängerung, jedoch sind die eingesetzten Haare nicht länger als das eigene Haar, sondern maximal gleich lang. Oft werden für eine Haarverdichtung auch Extensions eingesetzt, die etwas kürzer sind, als das natürliche Deckhaar, dieses aber von unten stützen und deutlich fülliger aussehen lassen.

Problematisch bei Haarverlängerungen oder -verdichtungen von feinem Haar ist jedoch Zweierlei: Zum einen neigen dünne Haare ohnehin schnell zum Brechen. Die Extensions (vor allem schwere Haarverlängerungen) können im Extremfall also mitsamt dem Eigenhaar, an das sie angebracht sind, abbrechen und ausfallen. Um dies auszuschliessen sollten bei sehr dünnem Haar zunächst wenige Probesträhnen mit Extensions versehen werden, um zu prüfen, wie stabil das Eigenhaar ist. Eine weitere Herausforderung bei einer Haarverlängerung von dünnem Haar ist, dass die Extensions durch die dünne Haarpracht nicht sichtbar werden zu lassen. Die Extensions deshalb lediglich am unteren Hinterkopf anzubringen, wo meist ausreichend Deckhaar vorhanden ist, ist übrigens keine gute Lösung. Extensions sollten immer – und besonders bei feinem Haar – gleichmässig am gesamten Kopf verteilt sein, um das Ergebnis natürlich wirken zu lassen. Damit die Verbindungen bei feinem Haar nicht sichtbar werden, achtet man lieber darauf, dass die Verbindungsstellen möglichst flach gehalten werden. Hierzu empfehlen sich vor allem die Methoden mit Laser- oder Luftdruck-Verfahren.

Welche Methoden der Haarverlängerung gibt es?

Bei der Durchführung einer Haarverlängerung kann grundsätzlich unterschieden werden, ob die Extensions mit den eigenen Haaren verbunden werden sollen oder durch kleine Metall- oder Plastikhülsen an die Eigenhaare angehaftet werden. Der Vorteil bei letzterer Methode liegt darin, dass die Haarverlängerung sehr fest hält und beim Lösen keine Rückstände von klebenden Verbindungen im Eigenhaar verbleiben. Leider sind die mechanischen Verbindungsstücke nicht nur zu sehen, sondern auch deutlich zu spüren, weshalb diese Art der Haarverlängerung heute nur noch zweitrangige Bedeutung hat.

Inzwischen sind die Verfahren der Verbindung und des späteren Entfernens von Extensions derart schonend und unkompliziert geworden, dass die Methode der Verbindung mit Eigenhaar bevorzugt wird. Die Extensions werden hierbei durch einen bestimmten Verbindungsstoff an das Eigenhaar angesetzt und mit diesem verklebt. Die häufigsten Methoden dieser Verbindung sind Ultraschall-, Luftdruck- oder Laser-Verfahren. Alle diese Methoden arbeiten übrigens immer mit einzelnen Strähnen, anstatt mit breiten Extension-Reihen, die oft ein künstliches und auffälliges Ergebnis hinterlassen. Ein weiterer Vorteil bei allen drei Methoden sind die flachen Verbindungsstellen zwischen Eigenhaar und Extensions.

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Haarverlängerung: Wie wirken die Extensions natürlich?

Um den Look natürlich wirken zu lassen, müssen die Verbindungsstellen so dezent wie möglich aussehen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn mit einzelnen Strähnen, anstatt mit Reihen von Mehrfachsträhnen gearbeitet wird. Auch die Struktur und Farbe des eingearbeiteten Haars spielen eine wichtige Rolle. Echthaar lässt sich im Vergleich zu Kunsthaar leichter eintönen und so dem eigentlichen Haarton anpassen. Auch die Struktur der Strähnen gleicht dem eigenen Haar oft besser, als Kunststrähnen. Von Bedeutung ist auch der Haarschnitt. Viele wissen nicht, dass es nicht genügt, die Extensions einfach nur ins Haar einzusetzen.

Um das Gesamtbild so natürlich wie möglich wirken zu lassen, müssen die Haarverlängerungen in die Frisur eingeschnitten werden. Hierbei wird jede Haarsträhne effiliert, also mit dem Coiffeurmesser oder der Haarschere vom Ansatz bis in die Spitzen leicht ausgedünnt. Keine Sorge: Dieses Vorgehen macht die neu gewonnene Haarpracht nicht dünner. Vielmehr wird ein Look geschaffen, der dem natürlichen und damit leicht ungleichmässigen Haarwuchs entspricht. Ohne diese Angleichung würde die Haarverlängerung zu perfekt und damit absolut künstlich aussehen.

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