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Saisonal schlemmenSo schmeckt Randensalat besonders köstlich

Jetzt ist die beste Zeit unserem Immunsystem etwas Feines zu servieren. Zum Beispiel Randen! Unsere Redaktorin stellt sieben Rezepte für Randensalat vor, die mit Käse, Nüssen oder Früchten das gesunde Wurzelgemüse immer wieder neu und besonders köstlich kombinieren.

Randensalat sieben mal anders: Die besten Rezepte für Feinschmecker!

Erinnert ihr euch noch, als ihr das erste Mal gemerkt habt, dass Randen von der Zunge angefangen alles tiefrot einfärben? Ja, wirklich alles! Allein deshalb habe ich den Randensalat, den meine Grossmutter machte, schon als Kind geliebt. Und weil er süss und durch das Dressing gleichzeitig sauer schmeckte.

Ich gestehe, ich habe lange nicht gewusst, wie man Randen überhaupt kocht, geschweige denn, wie man eine passende Sauce für Randensalat zubereitet. Ich habe mir meine Portion Randensalat einfach aus dem Glas geholt.

Dabei lohnt es sich, Randensalat selbst zuzubereiten. Erstens, weil er so viel gesünder und weniger zuckerhaltig ist und zweitens, weil es erstaunlich viele kreative Möglichkeiten gibt, Randensalat zuzubereiten.

Ich habe für euch das Netzt durchforstet und zu Hause einige Rezepte ausprobiert. Hier stelle ich meine 7 Favoriten vor.

Gut zu wissen: Warum sind Randen so gesund?

Nährwerte (100 g Randen)

Nährstoffe:

  • Protein 1,5 g
  • Fett 0,1 g
  • Kohlenhydrate 8,4 g
  • Natrium 58 mg
  • Magnesium 21 mg
  • Eisen 1 mg
  • Kalzium 17 mg

Vitamine:

  • C 10 mg
  • B2 0,04 mg
  • E 0,05 mg

Aber zunächst, warum wollen wir gerade im Herbst und Winter ran an die Randen? Weil sie uns und unserem Immunsystem besonders während der Erkältungszeit gut tun und dabei kaum Kalorien und kein Fett enthalten (43 Kalorien je 100 g).

Das Wurzelgemüse ist zudem noch eine echte Powerknolle! Sie enthält nämlich besonders viel Betanin, das nicht nur für die charakteristische Färbung der Randen verantwortlich ist, sondern zusammen mit Vitamin C, Zink und Selen die Abwehrkräfte stärkt.

Ebenso interessant für unsere körperliche Fitness ist, dass Randen Eisen, Folsäure und B-Vitamine enthalten, die die Blutproduktion fördern sollen, sowie Nitrat, das die Durchblutung verbessern und den Blutdruck senken soll.

Randen ist ein echter Superfood. Noch mehr davon gibt's hier:

Randen kochen: So geht’s!

Randen kann man sowohl roh als auch gekocht servieren. Allerdings sollte man Randen roh nur in kleineren Mengen geniessen. Ohnehin bevorzugen die meisten Randensalat im garen Zustand.

Dafür kocht man die Randen mit Schale gut 30-45 Minuten im zugedeckten Topf, schneller geht’s im Dampfkochtopf.

Tipp: Gib etwas Kümmel ins Kochwasser, das intensiviert den Geschmack.

Aber Vorsicht, wer zum ersten Mal mit Randen arbeitet, sollte wissen, dass der Farbstoff der Randen sehr intensiv ist. Auf Plastikgeschirr, Holz ebenso wie deine Fingernägel und Klamotten färben Randen schnell ab.

Es lohnt sich deshalb, beim Randen kochen eine Schürze umzubinden und eine Unterlage zu benutzen, um sensible Küchenbereich und Utensilien zu schützen. Wer seine Fingernägel nicht randenrot tragen will, trägt zusätzlich am besten Handschuhe.

7 feine Rezepte für Randensalat findest du auf den folgenden Seiten.

Ein klassischen Randensalat kann man beispielsweise schnell mit Feta aufpeppen. Perfekt dazu: Bratkartoffeln!

Bild: IStock

Als Beilage schmeckt ein klassischer Randensalat immer fein. Und ist tatsächlich gar nicht so aufwendig. Dazu passen verschiedene Sorten Weichkäse, Nüsse und Früchte.

Auch würzige Blattsalate wie Rucola oder Jungspinat lassen sich wunderbar zum Randensalat kombinieren.

Diesen klassischen Randensalat kann man beispielsweise wunderbar mit Feta aufpeppen. Dazu Bratkartoffeln oder ein feines Brot – und fertig ist ein wunderbares Hauptgericht, bei dem das Auge mit isst.

Zutaten

Für eine Schüssel

  • 500 g Randen
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL weisser Balsamicoessig
  • 1 EL Zitronensaft
  • ½ TL gemahlenen Kümmel oder eine Prise Kümmelsamen
  • Salz, weisser Pfeffer
  • 1 TL Meerrettich

Zubereitung

Zunächst gilt es, die Randen zu kochen. Wer vorgegarte Randen hat, nimmt die Schale ab und schneidet die Randen je nach Wunsch in Scheiben, dünne Streifen oder kleine Würfel.

Danach bereitest du das Dressing aus dem Öl, Essig, Zitronensaft und Meerrettich zu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kümmel intensiviert den Geschmack, schmeckt aber nicht jedem, daher nach Belieben zum Randensalat hinzufügen.

Jetzt wird die Zwiebel klein gewürfelt und mit etwas Öl und glasig angedünstet. Nicht braun werden lassen. Zwiebel mit dem Dressing ablöschen und gut vermischen und über die Randen geben.

Das Dressing sollte mindestens 15 Minuten vor dem Servieren durchziehen. Passt wunderbar zu Kartoffel- und Fleischgerichten.

Tipp: Randenblätter nicht wegwerfen!

Zur Haupterntesaison kann man Randen mit seinen Blättern aus der Erde ziehen. Anders als Kartoffeln oder Rüebli sind dabei die Blätter auch sehr fein im und als Salat! Vom Nährwertgehalt lassen sich Randenblätter mit Blattspinat vergleichen.

 

Randensalat mit Feta und Sonnenblummenkernen. Hier geht's zum Rezept.

Bild: i Stock

Dieser Salat schmeckt nicht nur sehr fein, sondern macht auch richtig was her. Ich liebe besonders die Meerrettich-Sauce zum Randensalat.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 100 g Jungspinat
  • 1/2 kg Randen
  • 200 g Feta
  • 50 g Pininenkerne
  • 3 EL Apfelessig
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Meerrettich
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Um Zeit zu sparen, kauft man die Randen am besten vorgekocht und vakuumverpackt. Man kann sie aber auch erst eine halbe Stunde garen. Nach dem Kochen oder Auspacken Randen abtropfen lassen und für das Dressing auffangen. Für diesen Salat schneidet man die Randen jetzt in etwa 1cm grosse Stücke bzw. Würfel.

Dann wird aus dem Randensaft ein feines Meerretich-Dressing zubereitet. Dafür gibt man den Meerrettich, Essig und Öl unter Rühren hinzu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Wenn Zeit ist, sollte das Dressing ruhig länger ziehen. Eine Stunde ist perfekt.

Dann können die Pinienkerne langsam in der Pfanne angeröstet werden. Anschliessend schneidet man den Feta in kleine Stücke und wäscht die Spinatblätter.

Jetzt, da wir alle Zutaten beisammen haben, kann der Randensalat angerichtet werden. Zuerst Spinat, dann Randen, dann Käse und zum Schluss kommen die Pinienkerne. Guten Appetit!

Rezeptidee: Dee’s Küche

Fein! Randensalat mit Mango und Mozzarelle. Hier geht's zum Rezept!

Bild: Instagram/Vegiebuzz

Die Kombination von Mozzarella und Mango hat mich schon im Sommer glücklich gemacht. Mit Randen wird es zu einem winterlichen Gericht, dass schon allein durch seine Farben glücklich macht.

Zutaten

Für 2-3 Personen

  • 700 g Randen
  • 2 reife Mangos
  • 1 Handvoll Rucola
  • 2 Handvoll Nüsslisalat
  • 1 EL Orangensaft
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Dijon Senf
  • 1 EL Walnussöl
  • 200 g Büffelmozzarella
  • Salz, Pfeffer
  • Evtl. Balsamicocreme

Zubereitung

Randen kochen und ebenso wie die Mango in dünne Scheiben oder Würfel schneiden.

Der Ziegenkäse kann grob in kleine mundgerechte Stücke gezupft werden. Mit Rucola und Nüsslisalat anrichten.

Für das Dressing Orangen- und Zitronensaft mit Wallnussöl und Senf verquirlen und über den Salat geben. Wer mag, gibt eine feine Balsamicocreme über den Salat.

Randensalat mit Rucola und Ziegenfrischkäse: Hier geht's zum Rezept.

Bild via Instagram/DomaindeCapies

Ein warmer Randensalat mit Ziegenkäse ist ein wunderbares Hauptgericht, das auch Gäste verzücken wird. Das Rezept lässt sich auch wunderbar mit weiterem Ofengemüse kombinieren.

Zutaten

für 2 Pers

  • 600 g Randen
  • 2 Handvoll Rucola
  • 200g weicher Ziegenkäse
  • 100 g Paniermehl
  • Frischer Basilikum
  • Olivenöl
  • Cayennepfeffer
  • Salz, Pfeffer
  • Knoblauch
  • 1 Schalotte
  • Zitronensaft
  • Senf
  • Apfelessig

Zubereitung

Randen wie gewohnt kochen und abkühlen lassen. Alternativ können die Randen auch in einem Bratgefäss mit Wasser und etwas Öl bedeckt im Ofen etwa 60 bis 75 Minuten langsam gegart werden.

Randen schälen und in Scheiben schneiden und auf einem Backblech anrichten. Ebenso wird der Ziegenkäse in kleine Vierecke geschnitten und auf einem Backblech angerichtet.

Randen mit Knoblauch, Schalottenstücke, Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl würzen. Ziegenkäse mit einer kleinen Prise Cayenne und Honig anrichten. Beides für etwa 15 Minuten in den Ofen bei ca. 180 Grad geben.

Währenddessen das Dressing und die Brösel vorbereiten. Für das Dressing Apfelessig, Olivenöl, Zitronensaft und Senf mixen und nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Brösel kommen fein gehacktes Basilikum, Semmelbrösel und Olivenöl in eine Pfanne. Langsam goldbraun anrösten.

Zum Anrichten zuerst Randen, dann Ziegenkäse, dann die Brösel schichten. Obendrauf Rucola und Dressing geben. Sofort servieren.

Süss-säuerlich, fein! Hier gibt's das Rezept für einen Randensalat mit Äpfel.

Bild: iStock

Ein Klassiker, der besonders beim Abendbrot gerne auf den Tisch kommt. Bei diesem Salatrezept bleiben die Randen in der Regel roh. Wer mag, kann sie aber trotzdem vorher kochen.

Zutaten

  • 500 g Randen
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Apfel
  • evtl. Walnüsse
  • 2 EL Balsamicoessig
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 1 TL gerieb. Meerrettich
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Ungekochte Randen schälen und in feine Streifen oder Würfel, Zwiebel in feine Ringe und Apfel in feine Würfel schneiden und gut durchmischen. Wer mag, kann noch Walnüsse hinzufügen.

Für das Dressing werden die restlichen Zutaten gut vermischt und mit dem Randensalat gut ziehen gelassen.

Lecker. Randenslat mit Orangen und Gorgonzola. Hier geht's zum Rezept!

Bild: iStock

Randensalat mit Orangen schmeckt etwas herber. Das mögen nicht alle, aber wer es mag, liebt diese Kombination.

Zutaten

  • 500 g Randen
  • 1 Orange
  • 1 rote Zwiebel
  • 100 g Gorgonzola
  • 200 g Eichblattsalat
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • 4 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Senf
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Randen kochen und abkühlen lassen. Für den Salat schälen und in Scheiben schneiden und beiseite stellen.

Orange schälen und filetieren. Orangensaft, der zur Seite läuft nach Belieben später zum Dressing geben. Zwiebel in feine Ringe schneiden.

Für das Dressing Öl mit Essig, Honig und Senf verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den Randen leicht durchziehen lassen Pinienkerne in der Pfanne leicht rösten.

Anrichten: Eichblattsalat leicht im Dressing wenden und zuerst auf den Teller anrichten. Obendrauf Randen geben und darüber die Orangen. Mit Gorgonzolastücken und Pinienkeren toppen.

Randencarpaccio tönt nicht nur fein. Hier geht's zum Rezept.

Bild: iStock

Ein Randencarpaccio ist eine tolle vegetarische Alternative zum Entrée. Hier servieren wir das Randencarpaccio mit Ziegenfrischkäse und Rucola. Es gibt aber viele Varianten.

Fein dazu sind beispielweise auch gekochte Birnen, Nüsslisalat und Kürbiskerne.

Zutaten

  • 500g Randen
  • 200g Rucola oder Nüsslisalat
  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • 2 Schalotten
  • 3 EL Balsamicoessig
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Senf
  • 5 EL Kürbiskernöl
  • Salz, Pfeffer
  • evtl.
  • 2 Birnen
  • etwas Butter
  • 50 g Zucker
  • Kürbiskerne

Zubereitung

Randen kochen, schälen und in sehr dünne Scheiben hobeln.

Wer Birnen dazu servieren möchte, lässt diese jeden ebenfalls geviertelt und entkernt in etwas Butter andünsten.

Schalotten in kleine Würfel schneiden, andünsten und mit dem Gemisch aus Balsamico, Senf und Honig ablöschen. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Dressing anschliessend in ein Schüssel geben und mit dem Kürbiskernöl mischen. Wer kein Kürbiskernöl hat, kann auch Walnussöl verwenden. Randen 20 Minuten darin ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Salat rüsten und eventuell Kürbiskerne rösten. Wer mag, macht mit Butter und Zucker feines Kürbiskernkrokant.

Anrichten: Zuerst den Teller mit Randen belegen. Von aussen beginnen und kreisrund nach innen belegen. Dann Blattsalat und Birne auf dem Randencarpaccio anrichten und leicht mit Dressing beträufeln.

Mit einem Esslöffel Nockerl aus dem Ziegenfrischkäse formen und ebenfalls auf dem Randencarpaccio drappieren. Zum Schluss Kürbiskerne über den Salat geben.

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