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Striptease für die NägelStriplac Nagellack im Test

SELBSTVERSUCH Oh Alessandro! Dein Striplac tönt wie die Verheissung für Nagellack-Dilletantinnen wie mich. Für Faule. Weil er hält und hält und hält…bis zu 10 Tagen ohne Kratzer. Check. Weil er trocknet bevor ich mich langweile. Und weil er sich schneller entfernen lässt, als ich mich für eine neue Farbe entscheiden kann. Testen wir’s aus!

Striplac im Test

Striplac wurde scheinbar gemacht, um mich glücklich zu machen. Klar, dass ich dieses Baby testen muss.

Mach dich nackt! Striplac der Test

Ich spreize meine Finger und hole mir das Starterkit. Mit an Bord: Ein schwarzes Ufo, dass ich Darth Vader taufe und Allessandro Black Pearl (Johnny Depp Fan, hä?). Andere nennen es auch eine LED-Lampe. Weiter: Reinigungspads als Vorspiel – und Nachspiel. Eine Polierfeile. Ein Hufstäbchen. Ein Unterüberlack (Multitasking, sehr gut!). Und die Nagellackfarbe Secret Red, die mir sehr gut taugt. Investition happig: 120 Franken.

Striplac gibt's aber nicht nur klassisch in Rot. Ich entscheide mich für einen Nude-Lack in einem leicht rosa-violetten Ton namens Classic Stars Rosy Wind. Hm, Wind erinnert mich wieder an Johnny Depp auf hoher See. Zufall? Wie auch immer, der Lack ist unauffällig, aber irgendwie raffiniert - und passt praktisch zu Allem.

Erster Schritt: Feilen und Vorbereiten

Davor kann auch Striplac nicht schützen. Eine kleine Fleissarbeit muss schon sein. Zwei Bedienungsanleitungen pfeifen mich vor sich her.
Zuerst soll ich die Nagelhaut mit dem Hufstäbchen zurückschieben und polieren, polieren... wie einst Karate Kid.

Jetzt wische ich mit dem Reinigungspad drüber um den Nagel zu entfetten und zu reinigen, damit der Nagellack besser hält und die Nägel nicht beschädigt – et voilà Phase eins des Striplac-Tests ist vollbracht.
War gar nicht so schwer.

Zweiter Schritt: Unterlack auftragen

Femelle Logo

Das erste Glas Wein lässt meine Beine wippen. Die Beste Voraussetzung, um zu testen, wie easy Striplac wirklich ist – dachte ich. Oje, der Lack darf nicht auf die Nagelhaut, weil es sonst beim Abziehen zu Verletzungen kommen kann. Dagegen hilft der Korrekturstift, um Fehler sofort zu korrigieren, sagt die Bedienungsanleitung. Aber leider ist der Korrekturstift nicht im Striplac-Starter-Kit dabei. Also halte ich vorsichtig Distanz und wähle die Schmalspur-Variante. Lieber, was auslassen, als zu viel zu erwischen. Das klappt beim Unterlack wie geschmiert.

Dritter Schritt: Striplac härten unter der UV-Lampe.

Man kann alle vier Nägel zusammen unter der LED-Lampe in 60 Sekunden aushärten lassen. Der Daumen muss aus geometrischen Gründen aber immer seperat in Darth Vaders Schlund.

Darth Vaders Schlund leuchtet blau und es wird kurz seltsam heiss auf den Nägeln. Tut aber nicht weh. Irgendwie wie Geisterbahn fahren für die Nägel. Und danach gibt es wirklich keine Dellen.
Ich fingere alles vulgär an, was ich sonst mit gespreizten Fingern im Slalom meide, aber der Lack hält’s aus.

Dritter und vierter Schritt: Striplac-Farblack und Topcoat auftragen

In vino veritas.
Jetzt kommt endlich Farbe in Spiel. Ran an die schöne Nude-Farbe mit dem seltsamen Namen Rosy Wind.

Und es fängt gut an, ich bin begeistert, aber schon der dritte Finger ein Vermaler. Jetzt muss man einfach blitzschnell reagieren, denn ohne Korrekturstft geht’s auch sofort mit den Reinigungspads aus Alkohol wieder ab. Leider bin ich da erst nach zwei Vermalern drauf gekommen!
Hilft nichts, Top Coat drüber.

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Ich habe das Gefühl, dass der Striplac etwas zähflüssiger ist als der Nagellack den ich sonst benutze. Und die Bürste ist auch nicht ganz so fein. Meist kommt doch etwas zu viel Farbe mit. Schöne Linie schaffe ich mit meinem Handicap in Handarbeit deshalb nur selten. Fair enough, Alessandro! Ich muss gestehen, dass das aber fast immer und mit jedem Nagellack passiert. Aber ich dachte Striplac, du bist anders?

Vielleicht muss ich einfach mehr üben. Und dich mit all deinen Fehlern lieben? Denn glänzen tut der Lack sehr schön und von weitem fallen die Missgeschicke gar nicht auf. Viel besser als meine nackten Nägel.

Kurz nach dem Aushärten fühlt sich Lack noch klebrig an, wenn man jetzt nochmal mit dem Reinigungspad drüber geht, wird es aber schön glatt.

Das Ergebnis finde ich vielversprechend. Nicht perfekt, aber viel näher dran als normaler Lack. Doch jetzt geht's um die Wurst: Wie lang wird der Lack halten? Bis zu 10 Tage verspricht die Verpackung. Und wie wird das Abziehen? Ich hoffe, schnell und schmerzfrei. Auf der nächsten Seite geht der Striplac Test ins Finale.

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