So feiert man Gemüse!3 geniale Wintergemüse-Rezepte

Die moderne Küche der Londonerin Anna Jones hat in ihrer Heimat eingeschlagen wie eine Bombe. Und mit diesen drei Wintergemüse-Rezepten aus ihrem neuen Kochbuch «A Modern Way to Eat» verführt die langjährige Küchenkumpanin von Jamie Oliver jetzt auch uns zu Kürbis, Randen und Blumenkohl.

Flammkuchen mit Gemüse.

Anna Jones Gerichte sind für echte Küchen gedacht, wo echte Menschen täglich kochen. Deshalb brauchen wir für ihre Rezepte nur einfache Zutaten, wenig Zeit und kaum Geschirr - und bringen dabei trotzdem wunderbare Aromen auf den Teller.

Anna Jones kocht übrigens nur vegetarisch, nicht weil sie unbedingt vegetarisch leben möchte, sondern weil sie Gemüse liebt. Wenn Fleischliebhabern nicht gross auffällt, dass sie gerade vegetarisch essen, dann ist ihre Mission erfüllt. Tönt gut, oder? Finden wir auch! Wir haben uns durch Anna Jones Küche gekostet und diese drei Wintergemüse-Rezepte schmecken an kalten Tagen besonders fein.

Wintergemüse-Rezept für ein schnelles Abendessen:
Herbst-Panzanella mit Röstgemüse

Anna Jones verwandelt den klassischen italienischen Brotsalat mit Randen, Ruebli und Butternusskürbis zu einer feinen Winterspeise. Und das Beste: der Backofen macht bei diesem Kürbis Rezept die meiste Arbeit. Perfekt für ein schnelles, warmes Abendessen!

Zutaten für 4 Personen

Für den Salat:

  • 6 Randen
  • 2 EL Sherryessig oder Rotweinessig
  • Meersalz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl
  • 2 rote Zwiebeln
  • 6 kleine Ruebli
  • ó ButternusskÜrbis
  • einige Zweige Salbei oder Thymian
  • 5 Scheiben gutes Körnerbrot
  • 1 Handvoll KÜrbiskerne, geröstet
  • 1 unbehandelte Zitrone

Für das Dressing:

  • 2 EL natives Olivenöl extra
  • 1 kleines Bund Minze
  • 1 EL körniger Senf

Zubereitung

Für die Herbst-Panzanella wird zunächst der Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorgeheizt. Die Randen schälen, achteln und dann mit dem Essig, etwas Salz und Pfeffer und einem grosszu?gigen Spritzer Olivenöl auf ein tiefes Backblech geben. Gut durchmischen, das Backblech mit Alufolie bedecken und dann im 15 Minuten im Ofen rösten.

Dann kommen die Zwiebel und Karotten auf ein zweites und der Kürbis auf ein drittes Backblech. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Salbei oder Thymian marinieren. Nachdem die Randen 15 Minuten im Ofen waren, schiebt ihr das Blech mit den Zwiebel und Karotten auch hinein, um beides für 40 Minuten zu rösten. Nach 20 Minuten wird dann auch das Blech mit dem Kürbis in den Ofen geschoben.

Nachdem das Gemüse fertig geröstet ist und sich schön gold gefärbt hat, nehmt ihr alles aus dem Ofen. Die Zwiebel und Ruebli kommen nun zum Kürbis mit aufs Blech. Auf das frei gewordene Backblech kommt jetzt das Brot. Dafür das Brot in kleine Stücke reissen und mit Kürbiskernen vermischen. Dann mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und dem Abrieb einer Zitrone marinieren und 5 bis 10 Minuten im Ofen knusprig werden lassen.

Während das Brot im Ofen schön knusprig wird bereiten wir das Dressing zu. Dafür füllen wir den Garsud der Randen vorsichtig ab. Am besten in einen hohen Krug. Dazu kommt jetzt Olivenöl, Minze, Senf, Salz und Pfeffer. Alles gut verrühren.

Nun gebt ihr alles Gemüse in eine grosse Schüssel und bedeckt es mit dem fertig gerösteten Brot und den Kürbiskernen. Jetzt wird das Dressing umgerührt, so dass sich alle Zutaten schön tiefviolett verfärben.

Wer mag, verfeinert die Panzanella noch mit etwas Ziegenkäse, Naturjoghurt oder grünem Blattsalat.

Diese Pizza ist keine gewöhnliche Pizza. Sie wird sie überraschen. Denn statt Sauerteig knetet Anna Jones aus Blumenkohl, Haferflocken und gemahlene Mandeln einen knusprigen Pizzateig. Das macht sie zu einer gesunden, schnellen Alternative, die jeden Abend wunderbar schmeckt.

Zutaten für 1 Pizza für 2 bis 3 Personen

Für den Pizzateig

  • 1 Blumenkohl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Haferflocken
  • 1 kräftige Prise Oregano
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 Eier, verquirlt
  • Olivenöl

Für den Belag

  • 200 g Tomaten in Stücken (aus der
  • Dose)
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Kugel Mozzarella (125 g)
  • 2 handvoll grünes Blattgemüse
  • (z.B Blattspinat oder Rucola)
  • 1 halbe Fenchelknolle
  • Geriebener Pecorino

Zubereitung

Zuerst wird der Backofen auf 220°C vorgeheizt und ein Backblech mit Backpapier ausgelegt. Der Blumenkohl wird mit der Küchenmaschine zu einer reiskörnigen Konsistenz zerkleinert und in eine Schüssel gegeben. Nun vermischt ihr den Blumenkohl mit Mandeln, Haferflocken, Oregano, Salz und Pfeffer, drückt in die Mitte der Mischung eine Mulde und schlägt ein Ei hinein. Nun alles von Hand vermischen und den Teig zu einer Kugel formen. Er sollte sich etwas feuchter und weniger fest als herkömmlicher Pizzateig anfühlen.

Das Backpapier wird mit etwas Olivenöl benetzt. Danach wird die Teigkugel mittig auf das Blech gesetzt und mit den Händen so ausgebreitet, dass ein etwa einen halben Zentimeter dicker Boden entsteht. Am Rand sollte der Boden etwas höher sein. Der Boden wird nun etwa 20 Minuten lang im Ofen gebacken bis er goldgelb ist.

In der Zwischenzeit werden die Tomatenstücke aus der Dose mit der Hälfte des Basilikums, einer kräftigen Prise Salz und Pfeffer und einem guten Schuss Olivenöl püriert.

Dann nehmt ihr den Boden aus dem Ofen und schaltet den Backofen auf 240°C. Danach wird die Tomatensauce auf dem Boden so gleichmässig wie möglich verteilt und der in kleine Stücke geschnittene Mozarella, das Blattgemüse und der in dünne Scheiben geschnittene Fenchel darauf verteilt. Zum Schluss mit etwas Öl beträufeln und ab in den Ofen damit. Für 8 Minuten backen.

Nach dem Backen bestreut ihr die fertige Pizza mit dem restlichen Basilikum, beträufelt sie mit etwas Öl und reibt Pecorino darüber – und schwups kommt das herrliche Ding schon auf den Tisch.

Dieser Schmortopf eignet sich perfekt für kalte Winterabende, an denen man nicht lange kochen, sondern sich schnell mit einer Schüssel voll dampfendem Eintopf unter eine warme Decke kuscheln möchte. Anna Jones überzeugt mit diesem Wintergemüse-Rezept sogar die widerstrebenden Gemüseesser in ihrem Freundeskreis. Das perfekte Abendessen, wenn spontan Besuch kommt!

Zutaten für 4 bis 6 Personen

  • Oliven- oder Rapsöl
  • 2 mittelgrosse Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 8 Randen
  • 4 Pastinaken
  • 4 Lorbeerblätter
  • Thymianzweige
  • 250 ml guter Rotwein (z.B. Bordeaux)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 50 g Perlgraupen (=Rollgerste)
  • 6 Schalotten oder kleine Zwiebeln
  • 3 Riesenchampignons
  • Kartoffeln als Beilage

Zunächst einen grossen Topf mit einem Schuss Öl erhitzen und den gehackten Zwiebel und Knoblauch auf mittlerer Stufe etwa 10 Minuten anbraten und weich werden lassen.

Dazu kommen dann die Randen und Pastinaken. Einige Minuten lang anbraten und gut umrühren. Jetzt die Kräuter, den Wein, die Brühe, das Tomatenmark und die Rollgerste dazu geben und etwa 30 Minuten lang auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Randen weich sind. Dann nehmt ihr den Topf vom Herd nehmen und gebt den Deckel drauf.

Nun erhitzt ihr wieder etwas Öl in einer grossen Pfanne. Darin die Schalotten 10 Minuten anbraten wie vorher die Zwiebel. Wenn die Schalotten gerade zu bräunen beginnen, kommen die in Scheiben geschnittenen Pilze dazu. Die Pilze einige Minuten lang anbraten, bis sie von allen Seiten schön gebräunt sind.

Die Pilze und Schalotten kommen nun in den Topf zum fertigen Schmorgemüse. Am besten auf zerdrückten Kartoffeln, mit knackigem grünen Salat und Rotwein servieren.

A Modern Way to Eat

Nachdem Anna Jones Kochbuch «A modern Way to Eat» in Grossbritannien schnell zum Bestseller wurde teilt die junge Londoner Köchin die über 200 vegetarischen und veganen Rezepte nun auch mit ihren deutschsprachigen Lesern. Anna Jones hat sich mit ihrer vegetarischen Küche, nicht nur in Jamie Olivers Herz gekocht, sondern war als Köchin und Foodstylistin in Australien, Spanien und der Toskana unterwegs. Rockstars, Royals, G20-Politikern und uns schmeckt’s.

  • Anna Jones, A Modern Way to Eat
  • Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag
  • 359 Seiten, ab 28,90 Franken
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