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Job-TippsVorstellungsgespräch: So rockst du es

HOW TO Vorstellungsgespräche sind für jeden tückisch. Für Frauen aber ganz besonders. Zeit, zu zeigen, warum wir das stärkere Geschlecht genannt werden.

Tipps für Frauen beim Vorstellungsgespräch

Karriere und Kind unter einen Hut zu bekommen ist eigentlich schon Aufgabe genug. Doch darauf nimmt die Arbeitswelt leider keine Rücksicht. Im Gegenteil: Frauen werden in Vorstellungsgesprächen oft sogar auf eine besonders harte Probe gestellt. Verzwickte Fragen und manchmal sogar haltlose Unterschätzungen sind Hürden, die Vorstellungsgespräche für Frauen oft härter werden lassen, als für die Herren der Schöpfung. Unfair? Vielleicht! Aber aussichtslos? Ganz gewiss nicht! Frauen sind doch ohnehin das stärkere Geschlecht. Höchste Zeit das der Männerwelt zu zeigen. So meistern Sie Ihr Vorstellungsgespräch – die erfolgreichsten Strategien und wichtigsten Tipps für Frauen folgen hier:

Outfit: Feminin, aber nicht freizügig

Rock oder Hose? Hohe Hacken? Oder doch lieber flache Schuhe? Und was ist mit dem Makeup? Frauen haben in Kleidungsfragen zwar etwas mehr zu bedenken als Männer, damit sind ihre Möglichkeiten aber auch vielfältiger. Setzen Sie mit Hilfe des Outfits Ihre Weiblichkeit ruhig in Szene. Sie müssen sich nicht verstecken. Im Gegenteil: Wer sich figur-bewusst kleidet ist selbstbewusst. Und das ist in einem Vorstellungsgespräch einer der besten Eindrücke, die entstehen können. Vergessen Sie dennoch nicht: Ein Vorstellungsgespräch ist kein Catwalk. Weibliche Outfits sind zwar ok, aber nur sofern sie nicht zu viel Haut zeigen. Die Schultern müssen stets bedeckt sein. Wer Bein zeigt, trägt ferner unbedingt eine Strumpfhose. Was die Farben angeht gilt für Outfit und Makeup das Gleiche: Bleiben Sie schlicht. Außerdem gilt: Hohe Absätze erhöhen die Attraktivität. Sie sollten aber nie höher, als sechs Zentimeter sein, um seriös zu wirken.

Smalltalk: Kommen Sie ins Gespräch

Der erste Eindruck ist immer der Entscheidende. Optisch zeigen Sie sich bereits von Ihrer Schokoladenseite, dann muss nun auch noch die erste Unterhaltung vernünftig flutschen. Smalltalk ist angesagt. Vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch füllen meist ein paar Smalltalk-Themen die ersten Minuten. Schon hier können Sie punkten. Wichtig: Seien Sie auf Standardfragen vorbereitet. Ein Beispiel lautet: »Und? Haben Sie gut hergefunden?« Ein schlichtes «Ja»ist als Antwort definitiv zu wenig. Denken Sie sich etwas aus. Etwa so: »Ja, danke. Es war gar nicht so schwer. Ich hatte mir den Weg ohnehin zuvor im Internet angesehen. Die Gegend ist wirklich toll hier.« Üblicherweise führt der potentielle Arbeitgeber im weiteren Gesprächsverlauf den Smalllalk massgeblich an. Gewähren Sie ihm diese Aufgabe. Plaudern Sie zwar mit, doch fallen Sie ihm nicht ins Wort. Kommt von der anderen Seite jedoch nur schweigen, dürfen Sie ruhig aktiv werden. Ein typischer Eisbrecher könnte so klingen: «Das Büro macht einen wirklich freundlichen Eindruck. Die großen Fenster erzeugen eine tolle Atmosphäre.»

Körpersprache: Weibliche Reize gekonnt einsetzen

Wie gesagt: Das Vorstellungsgespräch ist zwar kein Catwalk. Doch was die Körperhaltung von Models angeht, darf man sich ruhig eine Scheibe abschneiden. Sie sollen nicht stolzieren, jedoch unbedingt elegant und aufrecht stehen und gehen. Die Körpersprache macht immerhin fast die Hälfte des Gesamteindrucks aus. Das eigentliche Vorstellungsgespräch findet zwar meist im Sitzen satt, das entbindet Sie jedoch nicht von Ihrer Haltungspflicht. Sie sind schließlich eine Dame, also sitzen Sie auch so. Halten Sie sich aufrecht. Die Brust ist gestreckt, Rücken und Bauch leicht gespannt. Übrigens sollten Sie versuchen nicht die gesamte Sitzfläche des Stuhls einzunehmen, sondern lediglich auf dem vorderen Drittel sitzen. Das wirkt eleganter. Den Rücken lehnen Sie dabei nicht an, sondern halten ihn frei und aufrecht. Die Hände liegen am besten locker im Schoss. Die Beine können überschlagen werden. Achten Sie aber darauf, dass die Knie stets geschlossen sind. Tipp für den Blick: Ein leicht schräger Kopf wirkt freundlicher, als eine steife, gerade Gesichtshaltung. Und natürlich: Lächeln nicht vergessen.

Mann oder Frau: So tickt Ihr Gegenüber

Die Geschlechterfrage spielt in Vorstellungsgesprächen eine wichtige Rolle – auch wenn das nur unterbewusst der Fall ist. Verallgemeinerungen gelten zwar keinesfalls, dennoch gibt es ein paar Faustformeln, die frau zu beachten hat: Führen Sie das Vorstellungsgespräch mit einem Mann, spricht in der Regel nichts dagegen den weiblichen Charme spielen zu lassen. Allerdings nur in gewissen Grenzen. Vergessen Sie nicht den Eindruck, den Sie hinterlassen wollen. Und der ist seriös. Haben Sie es im Vorstellungsgespräch hingegen mit einer Frau zu tun, wirken die weiblichen Waffen oft anders: Hier müssen Sie Ihren weiblichen Stärke und Charme nicht beweisen. Ihr Gegenüber erkennt beides von allein. Wichtiger ist: Von Frau zu Frau darf kein Konkurrenzgefühl entstehen. Zeigen Sie sich loyal.

Ihre Qualifikationen und Expertise sprechen bereits für sich – denn andernfalls wären Sie erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch geladen worden. Abgesehen von Ihrem Lebenslauf bringen Sie aber noch weitere Vorzüge mit in die Firma. Das weiss auch Ihr Gegenüber. Denn von Frauen werden (wenn auch nur unterbewusst) bestimmte Soft Skills erwartet – das beweisen inzwischen sogar Studien. Nutzen Sie das als Chance. Vor allem Kommunikations- und Teamfähigkeit, sowie Einfühlungsvermögen und Höflichkeit sagt man der Damenwelt nach. Attribute, die jeder Chef gern in seinem Unternehmen sieht. Daher gilt: Treten Sie genau so auf. Betonen Sie diese weiblichen Qualitäten. Zeigen Sie sich nicht übertrieben taff oder männlich. Es ist doch gerade Ihre Weiblichkeit gefragt. Ein unnatürlich maskulines Auftreten ist nicht authentisch. Seien Sie lieber Sie selbst. Deshalb sind Sie schliesslich auch hier.

Typische Fragen an Frauen: Die passenden Antworten

Für Frauen halten die meisten Vorstellungsgespräche eine besondere Tücke bereit. Genau: Die Fragen nach dem Privatleben, samt Kinderwunsch und Partnerschaft. Fakt ist hierbei: Zulässig sind die meisten solcher Fragen nicht. Dennoch sollten Sie darauf vorbereitet sein. Wie weit der Informationswunsch Ihres potentiellen Arbeitgebers dabei geht und inwieweit Sie dieses Vorgehen als seriös einschätzen, können Sie nach dem Vorstellungsgespräch entscheiden und für sich bewerten. Zunächst heisst es jedoch: Kontern Sie korrekt. Natürlich ist es Ihnen gestattet Fragen nach der Familienplanung mit einer freundlichen Gegenfrage abzublocken. Eine Möglichkeit könnte so klingen: „Dürfte ich wissen, was Ihre Frage mit dem Job zu tun hat?“ Galanter winden Sie sich jedoch mit einer einfachen Höflichkeitsfloskel aus der Situation. Sagen Sie etwas wie: „Für mich steht der Job derzeit im Vordergrund.“ Damit sollte das Thema dann auch durch sein. Bei unzulässigen Fragen wie der Frage nach dem Kinderwunsch, dürfen Sie übrigens dann auch mal ein klein wenig lügen.

Selber Fragen: Drehen Sie den Spiess um

Wie der Name es schon sagt, ist ein Vorstellungsgespräch ein Gespräch. Und dazu gehören immer mindestens zwei Personen. Natürlich stehen Sie hauptsächlich in der Position der Befragten. Im richtigen Zeitpunkt (gegen Ende des Gesprächs) können jedoch auch Sie in die aktive Rolle schlüpfen und ein paar Fragen loswerden. Das zeugt von Interesse und Aufgewecktheit. Bereiten Sie die Fragen gedanklich vor. Es sollten natürlich Fragen sein, die sich inhaltlich um Ihren Job drehen. Ein Beispiel ist die Frage nach den potentiellen Entwicklungsmöglichkeiten. Aber auch zu Ihrem Vorgänger können Sie Fragen stellen. Wie lange war er im Unternehmen tätig? Wie kam es zu einem Wechsel? Denken Sie aber unbedingt auch an die eigentlich wichtigste Frage. Und die richten Sie ausschließlich an sich. Und zwar: Wie fühlen Sie sich? Es geht schließlich nicht nur darum, dass Ihre potentiellen Arbeitgeber zufrieden sind, sondern auch Sie müssen sich mit dem Job, den Personen und dem Arbeitsklima wohl fühlen. Denken Sie dran: Zu einem Vorstellungsgespräch gehören immer zwei Parteien.

Das müssen Sie in einem Vorstellungsgespräch nicht beantworten.

Nicht zulässig sind Fragen nach:

  • einer Schwangerschaft (Ausnahme sind besondere Berufsgruppe. Beispielsweise die der Chemielaborantin. Hier könnte die Gesundheit des Kindes gefährdet sein.)
  • der religiösen Ausrichtung
  • der Parteizugehörigkeit
  • nach den privaten Vermögensverhältnissen
  • der geschlechtlichen Orientierung
Bild: iStock
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