HAARIGWie kann ich lästige Haare im Gesicht entfernen?

BEAUTY TALK «Wenn du Haare auszupfst, wachsen sie nur viel stärker nach!» Das haben wir alle schon gehört und trotzdem wollen wir nicht leben mit den lästigen Haaren im Gesicht. Beauty-Expertin Bea Petri erklärt, warum der Spruch ein Mythos ist.

Haare im Gesicht entfernen

Liebe Bea,

ich habe schon fast alles versucht gegen die Haare am Kinn. Was kann ich noch tun?

Liebe Grüsse, Marian

Liebe Marian,

durch Hormonveränderungen im Körper können unangenehme Nebenwirkungen auftreten, besonders im Alter. Bei Frauen wachsen plötzlich Haare im Gesicht, wo gar keine hingehören. Das ist lästig, aber tatsächlich sehr häufig. Auch deshalb gibt es viele Methoden, wie Sie Haare im Gesicht entfernen können. Welche sich für Sie am besten eignet, hängt von Ihrem Hauttyp, der Stärke der Haare und Ihren Gewohnheiten ab.

Zwei der gängigsten Methoden sind das Haare zupfen mit der Pinzette und die Haarentfernung mit Wachs. Gezupft werden kann übrigens nicht nur mit der Pinzette, sondern auch mit der orientalischer Fadenmethode. Dabei verfangen sich selbst kleinste Härchen in einem Faden, mit dem sie ausgezupft werden.  Da die Sache Geschick erfordert, sollte man das aber erstmal lieber vom Profi machen lassen.

Beauty-Talk mit Make up Artist Bea Petri

Make up Artist Bea Petri verrät die besten Schminktipps auf Femelle.chSie hat schon so manches Prominäschen gepudert. Makeup-Artistin Bea Petri beantwortet jede Woche Ihre Beautyfragen auf feminleben.ch. Senden Sie Ihre Fragen bitte per Mail an: redaktion@Femelle.ch

Wenn man selbst ans Werk gehen möchte und es sich um mehrere Haare handelt, geht es mit dem Wachs wahrscheinlich effizienter. Wenn Sie das regelmässig wiederholen, werden die Haarwurzeln mit der Zeit etwas schwächer. Es ist sogar gut möglich, dass die Haare gar nicht mehr nachwachsen. Dass die entfernten Haare noch stärker nachwachsen, ist dagegen ein weit verbreiteter Mythos. Die Spitzen nachwachsenden Haare sind lediglich gerade und fühlen sich deshalb stoppeliger an. Angenehm ist das natürlich nicht. Genauso wenig wie das Wachsen selbst. Denn das kann zu Rötungen im Gesicht führen. Bei sensibler Haut würde ich deshalb zum Zupfen raten und das Wachsen  grundsätzlich lieber abends vor dem Zubettgehen. So kann sich die Haut erholen.

Gegen Härchen im Gesicht kann auch die Anti-Baby-Pille helfen. Das darin enthaltene Östrogen hemmt häufig den Haarwuchs. Dies kann bei einigen Frauen gut funktionieren, bei anderen aber auch gar nicht. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Frauenarzt beraten.

Vielversprechend, aber teuer, ist die oft als Haarentfernungs-Wunderwaffe gepriesene Laser-Behandlung. Aber auch diese Methode eignet sich nicht für alle Hauttypen und kann bei falscher Behandlung Pigmentflecken hervorrufen. Sanfter wirkt da eine Enthaarungscreme. Allerdings sollten diese Produkte immer zuerst in der Armbeuge getestet werden, um allergischen Reaktionen vorzubeugen. Auch durch diese Cremes werden die Haare bei regelmässiger Anwendung schwächer.

Alternativ kann man dunkle Haare im Gesicht auch aufhellen lassen, damit sie nicht mehr auffallen. Doch auch hier kommt natürlich Chemie zum Einsatz, deshalb sollten Sie vorher testen, ob Ihre Haut die Behandlung verträgt.

Sie sehen also, es gibt viele Möglichkeiten - mit vielen Vor- und Nachteilen. Bei welchen Methoden die Vorteile überwiegen ist dabei, wie so oft in Beauty-Fragen, eine individuelle Sache.

Viel Erfolg!

Bea Petri

Bild: iStock, Thinkstock

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