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MÜSSEN WIR TESTENSchluss mit Schlupflidern dank Wonderstripes?

Kleine Kleberli versprechen grosse Wunder. Wonderstripes sollen Schlupflider kaschieren – ganze ohne Schmerzen und ohne OP. Und wenn jemand an Wunder glaubt, dann unsere Redakteurin Linda Freutel. Deshalb musste Sie auch nicht lange überredet werden, um für Femelle beide Augen zuzudrückenkleben.

Können die Wonderstripes ihr Versprechen halten? Unsere Redakteurin hat die neue Wunderwaffe gegen müde Augen und Schlupflider getestet.

Sie sind meine neue Hoffnung: Wonderstripes, die Wunder-Kleberli gegen hängende Augenlider. Selbige haben sich nämlich seit meinem (nicht all zu fern liegenden) 30. Geburtstag schlagartig in meinem Spiegelbild gebrannt und vermiesen mir seither allmorgendlich die Laune. Schlupflider lassen die Augen müde und das Antlitz irgendwie träge wirken. Das stört. Vor allem mich. Doch mich deshalb gleich unter’s Messer zu legen, kommt auch nicht in Frage. Muss man ja heute auch nicht mehr. Denn Wonderstripes heisst die neue, nicht-invasive (also nichts mit Schnippeln und so) und scheinbar unkomplizierte Lösung gegen Schlupflider. Jedenfalls versprechen dies die Erfinder der kosmetischen Klebestreifen. Klingt gut. Muss ich probieren.

Wo bitte kann ich einmal ein Wunder bestellen?

Wonderstripes anbringen will gelernt sein.

Kläglich gescheitert. Acht Wonderstripes brauchte ich, um mein erstes Augenwunder zu erleben.

Über den Online-Shop lassen sich die Wonderstripes auch wunderbar bestellen. Im Netz lassen sich zudem vielversprechende Vorher-Nachher-Bilder finden, die noch mehr Lust auf die risikofreie Augenlidkorrektur machen. Grobmotorikerinnen wie mir, helfen auch die Video-Tutorials zu den Wunderstreifen, weil straffere Augenlider im Klebeverfahren will gelernt sein. Je nach Augengrösse und Schlupflid-Szenario kann man die Wonderstripes übrigens in verschiedenen Formaten bestellen. Ich bin nicht ganz sicher, welche Grösse die richtige für mich und meine Hängelider ist, also bestelle ich sicherheitshalber zwei Varianten. Small und Medium. Zu knapp 20 Euro verschmerzt man einen eventuellen Fehlkauf noch recht leicht.

Es dauert auch gar nicht lange, da trudeln die Wunderstreifen für schöne Strahleaugen per Post ein. Und schon kann es losgehen: meine Augenlidstraffung ohne OP. Aber dafür mit Hilfe meiner Schwester. Denn schnell muss sich feststellen, dass es gar nicht so leicht ist die Wonderstripes auf besagte Problemzonen zu kleben. Schon das Abziehen der kleinen Klebestreifen (zwischen den zwei Grössen small und medium ist übrigens kaum ein Unterschied ersichtlich), macht mir Mühe. Die Wonderstripes lassen sich nämlich nicht sonderlich gut ablösen. Hat man es aber geschafft, die kleinen, tesafilm-artigen Streifen aus Silikon abzulösen, haften sie wie Teer und Federn an meinen Fingern oder verkleben sich frech an der eigenen Klebefläche. Es hat mich daher insgesamt drei Wunder gekostet, ehe ich einen Streifen korrekt abgezogen hatte. Egal, so schnell lasse ich mich nicht entmutigen.

Augenlidkorrektur ohne OP, aber mit Hilfe meiner Schwester

Ein kleines Wunder...Wonderstripes Vorher-Nacher-Bilder

Und siehe da: ein recht beschauliches Wunder.

Ich setzte also meine ganze Hoffnung in den einen, korrekt von der Folie entfernten Streifen, führe ihn in Richtung meines linken Auges samt seiner verschlupften Erscheinung und gehe soldatisch nach Anleitung vor. Augen entfetten, Augen schliessen, das Lid mit den Fingen leicht spannen, Wonderstripes auf der Lidfalte platzieren, Augen wieder öffnen und gespannt in den Spiegel blicken. Meine Schwester, die das ganze Prozedere fotografiert, lacht bereits schallend, ob meiner Minen, die ich beim Ankleb-Versuch grimassenhaft verziehe. Ich schliesse mich ihr an, als ich selbst einen Blick in den Spiegel wage. Denn der vermeintliche Wunderstreifen hatte scheinbar nicht vor meinen Schönheitsmakel zu verstecken, sondern – ganz im Gegenteil - mein Augen noch schlüpfriger wirken zu lassen. Das mit dem Schlafzimmerblick hatte ich mir jedenfalls anders vorgestellt.

Jedenfalls sah es köstlich aus, wie der Streifen ähnlich einer Augenklappe auf der Lidfalte triumphierte und die Gesamtoptik noch hängender wirken liess, als zuvor. So funktioniert das also nicht. Das Ganze ging vier Versuche, sechs Wonderstripes und acht Lachanfälle lang so weiter bis wir beschlossen, meine Schwester das Kleben übernehmen zu lassen. Eine gute Idee, denn sie traf bereits nach dem zweiten Versuch die richtige Stelle. Und siehe da: Meine Augenfalte hob sich, das Schlupflid schrumpfte und der Blick wirkte tatsächlich etwas wacher und strahlender als zuvor. Der Effekt war zwar nicht ganz so gewaltig, wie man es auf manchen Vorher-Nachher-Bildern im Internet sieht, aber dennoch wahrnehmbar besser. Wider meiner Erwartung fühlten sich die Wonderstripes auch nicht unangenehm oder lästig an. Das Einzige, was etwas störend wirkte, war die Optik der Streifen. Die Wonderstripes waren nämlich deutlich auf der Lidfalte zu erkennen wie ein kleiner Tesafilm-Streifen, den ich mir auf’s Auge geklebt hatte. Der nächste Lachanfall war vorprogrammiert.

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Ein Wunder, das hält und hält und hält....

Aber damit war unser Experiment deshalb nicht zu Ende. Im Gegenteil: Wir wollten die Wonderstripes auf ihre Alltagstauglichkeit prüfen, also griff ich zu Pinsel und Tusche. Makeup war dran. Ich wählte ganz bewusst dunkle Farben. Denn zugegebenermassen war ich etwas skeptisch, ob die Wonderstripes durch Lidschatten nicht noch deutlicher zu sehen waren. Immerhin ist es ein Fremdkörper, der die Augenfarbe sicher anders annehmen würde, als die Haut. Also tuschte und pinselte ich, was das Zeug hielt. Doch siehe da: Die Wonderstripes verschwanden optisch. Das Makeup gelang sogar besser als sonst, weil das Schlupflid nun nicht mehr störend über der Lidfalte hing. Auch was die Haltbarkeit des Makeups und der Wonderstripes anging war ich überrascht. Meine Schwester und ich zogen mit samt meinem Wunderstreifen-Makeup durch die Clubs und durch die Nacht, ohne dass etwas verrutschte oder störte. Zurück zu hause war der Blick in den Spiegel wacher, als ich in Wahrheit war.

Eine gute Bilanz. Und Zeit wieder der Realität in die (hängenden) Augen zu blicken und die Wonderstripes abzuziehen. Das Abziehen selber ist etwas mühsam, aber nicht schmerzhaft; nicht mal halb so schlimm, wie das Entfernen eines Pflasters. Nimmt man etwas Augenmakeup-Entferner zur Hilfe, funktioniert es sogar noch leichter. Dass die Wonderstripes vor dem gänzlichen Lösen halb über dem Auge hängen, stört auch nicht, sieht aber wieder etwas blöd aus. Erneut brachen wir in Gelächter aus und beendeten auch damit unser Experiment.

Unser Fazit: Wonderstripes heben die Lider, aber vor allem auch die Laune. Und wenn man ganz ehrlich ist, haben nicht allein die Streifen das Strahlen meiner Augen verschönert, sondern wohl vor allem das viele Lachen. Ein Wunder sollte man sich von den kleinen Kleberli nämlich nicht unbedingt erwarten. Dafür eine leichte, nicht störende und vor allem amüsante Verschönerung der Schlupflider. Aber die ist es durchaus wert.

Text: Linda Freutel

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