Zukunft oder Trend?Die Modewelt verabschiedet sich von Gender-Stereotypen

Schluss mit Geschlechterklischees! Die Mode löst sich nach und nach von den typischen Geschlechterrollen. Rosa Top für Mädchen und blaues Shirt für Jungs? Nein, danke!  

Genderless Fashion

Langsam aber sicher spielt das Geschlecht in der Mode keine Rolle mehr. Die Fashion-Welt verwischt die Grenze zwischen männlich und weiblich mit einer willkommenen Selbstverständlichkeit. 

Wir leben in einer Generation, die mit typischen Geschlechterrollen abzuschliessen scheint. Akzeptanz und Geschlechterfreiheit verankern sich immer tiefer in unsere Gesellschaft und vor allem in der Mode ist das Thema Gender ganz weit vorne. Man will von den Begriffen loskommen und sich schlicht und einfach auf die Mode konzentrieren. Auch wenn die Klassifizierungen «weiblich» und «männlich» noch über uns schweben, verlieren sie in der Fashion-Welt immer mehr an Bedeutung.

Stars und ihr Einfluss

Nicht nur heute auch schon Jahre zuvor war geschlechtsneutrale Kleidung ein grosses Thema. Marlene Dietrich zeigte sich in den 30ern zum Beispiel in Männerkleidung. Im Hosenanzug tänzelt sie im Film «Morocco» erstmals über die Leinwand und startet eine regelrechte Revolution. Frauen in Hosen – damals fast undenkbar. Bis heute bezeichnet man die weite Männerhose mit geradem Bein noch als «Marlenehose», denn trotz aller Verbote und negativen Reaktionen, fand die Hose einen Weg in die Kleiderschränke der Ladies weltweit. 

Auch David Bowie, trat mit seiner damals gewagten Moderichtung und seiner Figur Ziggy Stardust den Geschlechter-Stereotypen so richtig in den Hintern. Dank seinem androgynen Stil wurde die Grenze zwischen Geschlechter-Mode schon damals gelockert, denn seien wir ehrlich, wenn David Bowie es cool findet, dann ist es einfach cool! 

Dieses Paar macht es richtig

Das Pärchen hinter dem Instagram-Account @young_emperors lässt sich auf seinen Bildern in passender Kleidung ablichten. Sie zeigen ihren Tausenden Followern wie geschlechtsneutrale Mode funktioniert. Durch ihren eigenen Stil und ihrer Individualität stechen sie auf einer riesen Plattform wie Instagram heraus. Genau weil sie so offen mit dem Gender-Thema umgehen, werden sie von allen Seiten gefeiert. Sie sind der lebende Beweis dafür, dass Geschlecht nur ein Wort ist, um dem komfortablen Schubladendenken gerecht zu werden. Von diesem tollen Paar lernen wir wie die Mode von morgen funktioniert – we like!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Luxusmarken erwecken Bewusstsein

Auch bei der Mode ohne Geschlecht haben die grossen Luxusmarken Einfluss auf unser Modeverhalten. Durch diese Brands wird die geschlechtsneutrale Mode in der Fashion-Industrie immer mehr zur Normalität. Unter anderem Gucci, Burberry und Comme des Garçons haben sich dafür entschieden die Geschlechterrollen aussen vor zu lassen und Mode für alle zu designen. 

Gucci wirbelt mit seiner Kampagne «Chime for Change» die Geschlechterdiskussion richtig auf. Das Projekt unterstützt sechs Organisationen die für Geschlechtergleichheit kämpfen. Mit dem neusten Kurzfilm «The Future is Fluid» wird darauf aufmerksam gemacht, was Geschlecht für unsere Generation eigentlich bedeutet. Auch wenn die Kleider von Gucci nicht für jeden zugänglich sind und man diese Kampagnen zum Teil fast schon als Monetarisierung ansehen kann, wird aber so das Bewusstsein für dieses Thema verbreiten.

Wir müssen endgültig umdenken und wünschen uns, dass sich die geschlechtslose Mode, in jeder Sparte und für jedes Alter, zu einem festen Bestandteil unserer Zukunft entwickelt und sich so die typischen Geschlechterrollen ein für alle Mal auflösen. Denn am Ende des Tages verdienen wir alle eine Welt in der wir leben und sein können, wer und wie wir nun mal sind.  

Diese 6 Genderless-Brands solltet ihr verfolgen:

  • Agender
  • Toogood
  • Rich Mnisi
  • Rad Hourani
  • One DNA
  • Eckhaus Latta
  • Jacqueline Loekito

Titelbild: nosessola/Instagram

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